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Praxis

Kiosk

Wo tut sich was in den Medien, wo werden freie Autoren gebraucht?

Neues

ran 01

Delius Klasing, Bielefeld

2,90 Euro | 180.000 Auflage

Acht Ausgaben in diesem Jahr, 2011: monatlich geplant

Angebote per E-Mail

Neuen Fußball-Zeitschriften war in den vergangenen Jahren wenig Glück beschieden – erinnert sei an den schnellen Abpfiff für „Rund“ und „Player“. Mit der im August 2009 wiederauferstandenen Sat.1-Marke „ran“ im Rücken berichtet das gleichnamige Magazin über den internationalen Fußball und setzt dabei auf Stars wie Messi und Robben. Der Delius Klasing Verlag, dessen Schwerpunkt auf Auto-, Fahrrad- und Wassersport-Zeitschriften liegt, vertraut der sportlichen Kompetenz des Kölner Redaktionsbüros Wipperfürth. Chefredakteur Fred Wipperfürth hat großes Interesse an freien Autoren, die sich bestens im internationalen Fußball auskennen und spannende, originell geschriebene Geschichten anbieten können. Diese leben von der Nähe zur porträtierten Person, in der Regel einem Spieler, und dessen Verein. Aber auch Strippenzieher außerhalb des Rasens wie der kauzige Bayern-Trainer Louis van Gaal schaffen es ins Heft. Maßgabe ist stets, dass der „ran“-Leser eine Geschichte in dieser Form anderswo noch nicht gelesen hat. Honoriert wird individuell, auch unter Würdigung des (Reise-)Aufwands.

K Fred Wipperfürth, Chefredakteur

A Schanzenstraße 36 Gebäude 31.1 51063 Köln

T 0221 / 9608 400

M fw@rfw-koeln.de

enorm 02

Social Publishing, Hamburg

7,50 Euro | 80.000 Auflage

viermal im Jahr

Angebote per E-Mail

Als eine Art vierteljährliche Konkurrenz zu „brand eins“ möchte das neue Wirtschaftsmagazin „enorm“ längerfristig ebenfalls eine Auflage von 100.000 verkauften Heften erzielen. Der Copypreis für den gediegen ausgestatteten Titel ist mit 7,50 Euro fast identisch. Für „enorm“ wurde eigens der Social Publish Verlag gegründet – auch der Untertitel „Wirtschaft für den Menschen“ weist die Richtung, obwohl die Losung von Chefredakteur Thomas Friemel lautet: „Nicht rechts, nicht links – aber durchaus politisch.“ Auch wenn für das Konzept Begriffe wie ethisches Wirtschaften oder Nachhaltigkeit fallen: „enorm“ hat kein gespaltenes Verhältnis zur Gewinnsteigerung – es geht nur darum, wie die Gewinne verwendet werden. So zeigt zum Beispiel ein Länderreport über Brasilien Alternativen auf. „enorm“-Chefredakteur Thomas Friemel hat zwar bereits erstklassige Autoren um sich geschart, doch sei er sehr offen für Input von Freien: „Die Tür geht nicht zu.“ Sehr viel Wert lege er auf Arbeitsproben und die journalistische Vita. Freie könnten zum Thema ökologische Marktwirtschaft die „gesamte Klaviatur journalistischer Genres“ bespielen: Vom Feature über die Glosse bis zur Kolumne. Angebote für Ausgabe 3 können noch bis Mitte Juni geschickt werden. Richtwert für das Honorar sind 500 Euro pro Seite.

K Thomas Friemel,

Chefredakteur

A lanckstraße 13

22765 Hamburg

T 040 / 8888 5772

M tf@enorm-magazin.de

I www.enorm-magazin.de

Big Picture 03

Gwant, Hamburg

2,99 Euro | 75.000 Auflage

zehn mal jährlich

Angebote per E-Mail

Als „Entertainment-Guide“ für Film-Freunde setzt „Big Picture“ neben Besprechungen neuer Streifen sowie von DVD’s und Computerspielen auf Reportagen und Interviews. „Big Picture“ bekennt sich aber auch zum Klatsch – den liefert ebenfalls die Website www.big-picture-magazin.de täglich brühwarm, neben anderen Neuigkeiten aus der Welt des Films. Chefredakteurin Susanne Rieger sieht „Big Picture“ zwischen „Cinema“ und „DVD Magazin“ angesiedelt. Das Drehbuch der Redaktion enthält auch Rollen für freie Autoren rund um Film-Themen. Ob Interview, Dreh- oder Messebericht. Dem Vorschlag bitte Arbeitsproben beifügen. „Big Picture“ honoriert nach Absprache mit den Autoren individuell – eine mehrseitige Reportage vom Filmfestival in Cannes lasse sich, so Chefredakteurin Rieger, mit einer Filmkritik vom Schreibtisch aus nicht vergleichen.

K Susanne Rieger,

Chefredakteurin

A Luruper Weg 15

20257 Hamburg

T 40 / 4318 9726

M rieger@big-picture-magazin.de

I www.big-picture-magazin.de

Motor Maniacs 04

Huber, Mannheim

5,00 Euro | 50.000 Auflage

Zweimonatlich

Angebote per E-Mail

Mit dem Untertitel „The Authentic Car Magazine“ präsentiert „Motor Maniacs“ Oldtimer und Youngtimer, US-Schlitten und Kultwagen bis Baujahr etwa 1980. Chefredakteur Boris Glatthaar legt Wert auf hochwertige Fotos und „einfallsreiche Texte mit Witz“. Zielgruppe seien all jene, die sich der Abwrackprämie verweigert hätten und lieber weiter „Charakterblech“ führen. „Motor Maniacs“ sieht sich fern der einschlägigen Tuning-Titel in der Tradition klassischer Oldtimer-Magazine. Chefredakteur Glatthaar möchte die Lücke zwischen reiner Technik-Zeitschrift und Lifeststyle-Blättern schließen. Freie punkten bei „Motor Maniacs“ mit ausgefallenen Beiträgen – wie kombinierte Auto- und Fahrerporträts, Reise- und Veranstaltungsberichte oder auch ein Blick in die Automobil-Historie. Trotz der teils alt-ehrwürdigen Inhalte pflegt „Motor Maniacs“ eine „alternative Attitüde“. Autoren sollten sich auf die lockere Alltagssprache der Szene verstehen und solides Handwerk abliefern. Honoriert wird pauschal, Richtwert sind 75 Euro je Seite.

K Boris Glatthaar,

Chefredakteur

A Markircher Straße 9a 68229 Mannheim

T 0621 / 48 361 29

M b.glatthaar@ motor-maniacs.de

I www.motor-maniacs.de

Relaunch

Eltern 05

Gruner + JAhr

2,90 Euro | 316.000 Auflage

monatlich

Angebote per E-MAil

Weniger Baby-zentriert als bisher hat die redaktionelle Weiterentwicklung von „Eltern“ zu einer Stärkung der Themen Familien, Mütter, Väter und Partnerschaft geführt. Das Kind wurde freilich nicht mit dem Bade ausgeschüttet, nur leisten dem Wonneproppen jetzt auf dem Titelbild Mama, Papa oder beide Gesellschaft. Oliver Steinbach, der stellvertretende Chefredakteur von „Eltern“, erklärt, das neue Konzept trage dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung. Und dieser sehe eben so aus, dass junge Mütter immer schneller wieder in den Beruf zurückkehrten. Das Heft gliedert sich nun in einen Mantel- und in einen Innenteil. Letzterer, „Lösungen-Buch“ genannt, liefert kompakten Service zu Erziehung und Gesundheit, aber auch Mode oder Spielen. Dieser etwa 20 Seiten starke Heftkern wird umhüllt von großzügigen Bildstrecken und Lese-Geschichten. Optisch lautet die Marschroute „weniger bunt“ – explizit auch in Abgrenzung von den Wettbewerbern. Das Ganze auf hochwertigerem Papier und jetzt mit Klebebindung. Oliver Steinbach weist auf die wachsende Konkurrenz von Gratistiteln, zum Beispiel aus der Apotheke hin, die auch Elternthemen bearbeiten. Originelle, gut geschriebene Geschichten sind „Eltern“ immer willkommen. Da noch mehr Menschen im Heft zu Wort kommen als bislang, tun sich hier Chancen auf. Welche besondere Herausforderung hat zum Beispiel eine Familie gemeistert? Oder wie lassen sich typische Elternprobleme ganz individuell lösen? Viel echtes, gerne auch schräges Familienleben ist gefragt. Je zahlreicher die Kontakte zu werdenden Eltern bzw. Familien mit Babys und Kleinkindern, desto mehr Ideen (von einer eigenen Familie ganz zu schweigen). Erstkontakt mit kurzem Lebenslauf, einigen Themenvorschlägen und idealerweise Arbeitsproben aus dem Bereich Kind und Familie. „Eltern“ honoriert eine Geschichte mittleren Umfangs (3 bis 4 Seiten, etwa 8.000 bis 10.000 Zeichen) mit 1.000 Euro, für eine Seite Text können 400 Euro kalkuliert werden.

K Marie-Luise Lewicki,

Chefredakteurin

A Weihenstephaner Straße 7

81673 München

T 089 / 4152 542

M redaktion@eltern.de

lewicki.marie-luise@muc.guj.de

I www.eltern.de

emotion 06

Emotion Verlag, Hamburg

4,50 Euro | 73.000 Auflage

monatlich

Angebote per e-mail

Völlig überarbeitet erscheint das Frauenmagazin „emotion“ zu seinem 4. Geburtstag. Nach dem Management-Buyout ist Gruner + Jahr seit Herbst 2009 passé, die neue Herausgeberin Katarzyna Mol hatte die Redaktion danach von München nach Hamburg in die Alte Tabakfabrik umgesiedelt. Unter der neuen Chefredakteurin Dorothee Röhrig – zuvor schon Redakteurin des Blatts – hat „emotion“ sich vom Psychologie-Magazin gewandelt hin zu mehr Alltags- und Lebensnähe. Psychologie bilde zwar nach wie vor den Hintergrund, aber jetzt würden mehr Schicksalsgeschichten erzählt, die den Leserinnen Mut machen sollen. Außerdem beleuchte „emotion“ gesellschaftliche Themen aus überraschenden Blickwinkeln. Und schließlich kommen jetzt – für Psychologie-Jüngerinnen wohl etwas ungrüblerisch – auch Mode und Lifestyle zum Zug, eine generell leichtere Heft-Optik soll beflügeln. Da „emotion“ mit einem kleinen Kernteam arbeitet, können Freie die Ohren spitzen. Dorothee Röhrig freut sich über Interviews mit spannenden Persönlichkeiten und Charakteren sowie Themen aus den Bereichen Partnerschaft und Persönlichkeitsentwicklung. Aber auch Reportagen und interessante Reisegeschichten stoßen auf Interesse. Was sollte ein Beitrag für „emotion“ transportieren? Lebensfreude, Tiefgang, originelle Gedanken – vor allem aber ein „gutes Bauchgefühl“. Autorinnen und Autoren in spe schicken per Mail Arbeitsproben und einen Lebenslauf, dies ist Grundvoraussetzung. Ansprechpartner ist neben Chefredakteurin Dorothee Röhrig Redaktionsleiter Clemens von Luck. „emotion“ honoriert nach Absprache individuell und berücksichtigt hierbei stark den Aufwand.

K Dorothee Röhrig,

Chefredakteurin

A Hoheluftchaussee 95 20253 Hamburg

T 040 / 4293 5287

M dorothee.roehring@emotion.de /

clemens.v.luck@emotion.de

I www.emotion.de

Erschienen in Ausgabe 04+05/2010 in der Rubrik “Praxis” auf Seite 76 bis 77. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.