Archiv » 2010 » Ausgabe 6/2010 »

Praxis

Layout „Südkurier“

Der „Südkurier“ hat eine verkaufte Auflage von 133.245 Exemplaren (IVW 1/2010).

Bei der neusten Umstellung wurde das Layout insgesamt eleganter und noch seriöser. Im Zuge der Neugestaltung wurde das Format verkleinert: vom Rheinischen zum Berliner Format. Dadurch wird die Zeitung kompakter, handlicher.

Titelseite

01 Zeitungskopf: Er wurde in dieser Form nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. Die Versalien wirken getragen und elegant. Der Name „Südkurier“ war eine gute Wahl, denn er ist kurz, prägnant und unverwechselbar.

02 Anrisse oben: An diesem Tag kann man auf dem kleinen Bild links oben nicht viel erkennen und der Text auf dunklem Untergrund links neben der Oscar-Figur ist nicht gut lesbar. Für den Einzelverkauf müsste man eine einfachere, klarere Gestaltung wählen.

03 Aufmacher: Die Überschrift steht im Bild, was derzeit bei mehr und mehr Regionalzeitungen praktiziert wird.

04 Unterzeile: Sie wird mit dem Vorspann zu einer Einheit verschmolzen. Dadurch werden Dopplungen im Text vermieden. Der Informationsfluß zum Leser ist etwas schneller als bisher.

05 Grundschrift: Die Utopia hat sich bei vielen Neugestaltungen bewährt. Auch hier wird sie in der richtigen Größe eingesetzt.

06 Bild unten: Es ist im unteren Teil gut platziert, weil es rundum von Text umflossen wird. Dadurch wird die Seite optimal aufgelockert. Der Bildschnitt ist zu entspannt. Das Drama und die Emotion des Erdbebens werden nicht gut übermittelt.

Innenseite

01 Seitentitel: Die Versalien erinnern an den Zeitungskopf. Durch die linksbündige Platzierung bleibt der Seitentitel in der Mitte leer, was in diesem Fall zur Eleganz beiträgt.

02 Aufmacher: Er ist durch die Platzierung und die Schriftgröße klar hervorgehoben. In den Aufmacher werden unten noch zwei Meldungen eingebaut, die nur indirekt zum Aufmacher gehören.

03 Meldungen: Anders als bei allen anderen Zeitungen werden Meldungen beim „Südkurier“ nicht links oder rechts außen platziert, sondern eher im Innern der Seite. In der Spalte ganz außen bleibt dann noch Platz für besondere Kolumnen, die allerdings auf dieser Seite fehlen.

04 Leute in der Politik: Eine gute Idee, die Kolumne „Leute“, die man von der vermischten Seite kennt, auch auf der Politik-Seite einzusetzen. Die Forschung belegt ja, dass man gerne über Mitmenschen liest. Allerdings ist die Platzierung unten nicht so prominent. Hier wird eine gute Kolumne schlecht platziert.

05 Zwischenzeile: Im Aufmacher ist eine Zwischenzeile zu finden. Sie ist etwas zu klein und man sollte immer zwei Zwischenzeilen innerhalb eines Artikels einsetzen.

06 Inhalt der Überschriften: Da viele einzeilig sind, haben sie nur wenig Inhalt: „Fakten sprechen gegen sie“, „Mit Klage gescheitert“, „Mitglieder-Entscheid“, „Genug gestritten“. Gerade bei Meldungen könnte man öfter mal eine zweizeilige Überschrift verwenden.

Erschienen in Ausgabe 06/2010 in der Rubrik “Praxis” auf Seite 69 bis 69. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.