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	<title>medium magazin &#187; MAGAZIN +</title>
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	<description>für journalisten</description>
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		<title>Techniktipp: So basteln Sie Panorama-Fl&#252;ge</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 16:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Geschichten gewinnen online, wenn die Orte der Handlung visualisiert werden. Etwa indem die Nutzer auf Panorama-Strecken dort entlang fliegen k&#246;nnen. Mit Google Earth lassen sich solche Videofl&#252;ge unproblematisch produzieren. Hier eine Anleitung. von Thomas Strothjohann Die Einflugschneise der neuen Landebahn, eine Bergetappe der Tour de France, eine Expedition zum Mont Blanc – in solchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manche Geschichten gewinnen online, wenn die Orte der Handlung visualisiert werden. Etwa indem die Nutzer auf Panorama-Strecken dort entlang fliegen k&#246;nnen. Mit Google Earth lassen sich solche Videofl&#252;ge unproblematisch produzieren. Hier eine Anleitung.</strong></p>
<p><strong><em>von <a title="Thomas' Blog" href="http://www.strothjohann.net" target="_blank">Thomas Strothjohann</a></em></strong></p>
<p>Die Einflugschneise der neuen Landebahn, eine Bergetappe der Tour de France, eine <a href="http://bergdreh.de/" target="_blank">Expedition zum Mont Blanc</a> – in solchen Geschichten geht es um Strecken, die Sie am besten mit Karten vermitteln. F&#252;r ein Printprodukt ist das ein guter Anfang, aber im Fernsehen und online geht noch mehr. Mit Google Earth kann man nicht nur Karten in drei Dimensionen, sondern auch die Welt aus der Vogelperspektive zeigen.</p>
<p>Das folgende Beispiel zeigt die Route einer Mont Blanc-Expedition vom Start in M&#252;nchen bis auf den Gipfel. </p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/LCS062825Gs?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>(Erstellt mit einer Testversion von &#8220;Google Earth Pro&#8221;)</em></p>
<p><em></em><br />
<strong>So geht&#8217;s:</strong></p>
<p><strong>a) Die n&#246;tigen Programme installieren</strong><a title="Download von Google Earth Pro" href="http://www.google.de/intl/de/earth/businesses/" target="_blank"><br />
Google Earth Pro</a> herunterladen, installieren und starten. Leider lassen sich Touren in der kostenlosen Version zwar programmieren, aber nicht als Video aufzeichnen. Die Proversion kostet 320 Euro, daf&#252;r sind die Rechte f&#252;r die Nutzung der Videos auf Websites inklusive. F&#252;r die Verwendung der Videos in TV-Beitr&#228;gen bietet Google verschiedene Medien-Lizenzen. <a title="Wann Sie welche Lizenzen brauchen" href="http://www.google.com/permissions/geoguidelines.html" target="_blank">In jedem Fall muss das Video mit einem Copyright-Hinweis versehen werden</a> <em>(z.B. © 2011 Google, Tele Atlas)</em>.</p>
<p><strong>b) Flugroute festlegen<br />
</strong>Sie k&#246;nnen eine Route importieren (Datei/&#246;ffnen), die Sie mit einem GPS-Ger&#228;t aufgezeichnet oder zum Beispiel in Google Maps erstellt haben. Falls Sie noch keinen Track haben, navigieren Sie mit Suche und Maus zu den einzelnen Stationen der Route, richten die Ansicht so ein, wie der Nutzer den Ort am Ende im Video sehen soll und speichern ihn &#252;ber “Hinzuf&#252;gen” als “Ortsmarkierung” ab. Wenn Sie einen Ort aber keine Markierung im Video zeigen wollen, k&#246;nnen Sie statt des Standard-Markers “kein Symbol” ausw&#228;hlen.Wenn Sie einen Ort speichern, w&#228;hrend Sie im Streetview- oder Fotomodus sind, sieht auch der Nutzer den Ort mit diesen Einstellungen.</p>
<p><strong>c) Orte sortieren</strong><br />
Am besten legen Sie &#252;ber &#8220;Hinzuf&#252;gen” einen Ordner an und verschieben alle angelegten Ortsmarken hinein. Dann sortieren Sie sie. Der Panoramaflug wird von Google Earth eigenst&#228;ndig errechnet. Das Programm “fliegt” alle gespeicherten Punkte nach einem Animationsmuster an, das Sie unter Tools/Optionen/Touren anpassen k&#246;nnen. Sie k&#246;nnen auch einstellen, wie lange die Kameraeinstellung an jedem Punkt gehalten wird. Das kann n&#252;tzlich sein, wenn Sie sp&#228;ter einen Sprechertext &#252;ber das Video legen wollen.</p>
<p><strong>d) Tour individualisieren</strong><br />
Wenn alle Punkte sortiert im Ordner abgespeichert sind <em>(siehe unten Abbildung 1, Punkt 1)</em>, klicken Sie diesen an und starten die Tour &#252;ber Button <em>(siehe Punkt 2)</em>. Wenn Ihnen der Flug noch nicht spektakul&#228;r genug erscheint, experimentieren Sie mit dem Abstand zwischen Boden und “Kamera”: Besonders eindrucksvoll ist der Flug zwischen Punkten, die zwar nahe beieinanderliegen, aber aus sehr unterschiedlichen H&#246;hen abgespeichert wurden. Die L&#228;nge der Stationen k&#246;nnen Sie nur f&#252;r alle Punkte auf einmal definieren <em>(siehe &#8220;Tools&#8221;/&#8221;Optionen&#8221;/&#8221;Touren&#8221;)</em>.<br />
Sie k&#246;nnen die Aufzeichnung aber unterschiedlich animieren und zum Beispiel den Anfang der langsameren Version mit dem Ende der schnellen zusammenschneiden. Wenn Sie eine GPS-Route benutzen, experimentieren Sie einfach mit den Einstellungen Kamerabereich, Winkel und Geschwindigkeit <em>(siehe &#8220;Tools&#8221;/&#8221;Optionen&#8221;/&#8221;Tour&#8221;)</em>.</p>
<div id="attachment_12159" class="wp-caption aligncenter" style="width: 414px"><img class="size-full wp-image-12159 " title="Google Earth Bedienung" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/earth-buttons-Kopie.png" alt="" width="404" height="413" /><p class="wp-caption-text">Abbildung 1: Google Earth-Bedienung</p></div>
<p><strong>e) Sprachaufzeichnung hinzuf&#252;gen</strong><br />
Wenn Ihnen die Tour gef&#228;llt, &#246;ffnen Sie die Touraufzeichnung <em>(siehe Abbildung 1, Punkt 3)</em>. Sie starten sie per Klick auf den roten Aufnahmeknopf und starten dann wieder die Tour <em>(siehe Punkt 2)</em>. Am Ziel der Tour stoppen Sie die Aufzeichnung und speichern diese <em>(siehe unten, Abbildung 2, Punkt 4)</em>. Sie erscheint dann ebenfalls im Orte-Fenster am linken Bildrand.</p>
<div id="attachment_12158" class="wp-caption alignleft" style="width: 549px"><img class=" wp-image-12158" title="Tour aufzeichnen" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/touraufzeichnung.png" alt="Tour aufzeichnen mit Google Earth" width="539" height="125" /><p class="wp-caption-text">Abbildung 2: Tour aufzeichnen mit Google Earth</p></div>
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<p><strong>f) Die Luxus-Fassung</strong><br />
Bis hierher konnten Sie alle Schritte auch mit der kostenlosen Google Earth Version durchf&#252;hren, doch nur die Proversion bietet den Movie Maker, zu finden unterm Men&#252;punkt &#8220;Tools&#8221;. Um ein Video herauszurechnen, starten Sie den Movie Maker und w&#228;hlen die eben abgespeicherte Tour aus. Sie w&#228;hlen einen Speicherort, f&#252;r HD-Videos das gr&#246;&#223;te Videoformat (1280 x 720) und starten die Aufzeichnung.<br />
Wenn Sie ein Video mit diesen Ma&#223;en bei Youtube hochladen, bekommt es automatisch den HD-Modus. Das fertige Video k&#246;nnen Sie jetzt noch in einem Schnittprogramm optimieren. Kameraeinstellungen, die zu lange stehen, k&#246;nnen Sie k&#252;rzen. Sie k&#246;nnen Textelemente einblenden, Musik oder eine Sprechertonspur hinzuf&#252;gen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Den letzten Techniktipp von Thomas Strothjohann finden Sie <a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/techniktipp-geotagging/" target="_blank">hier</a>.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kiosk: Neue Magazine</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 14:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei neue Magazine im Zeitschriftenregal: Bei &#8220;Wirtschaftsschule&#8221;, dem neuen Schulheft der &#8220;Wirtschaftswoche&#8221;, dem Nostalgietitel &#8220;Bahn Epoche&#8221; und dem frisch &#252;berholten Technikmagazin &#8220;Chip&#8221; werden freie Journalisten gebraucht. von Bernd St&#246;&#223;el &#160; 1. Neu: &#8220;Wirtschaftschule&#8220; Verlag: &#8220;Handelsblatt&#8221;, D&#252;sseldorf Auflage: 184.000 (verbreitete Auflage der „Wirtschaftswoche“) Erscheinungsweise: viermal im Jahr Preis: 4,50 Euro   &#160; Wirtschaftsthemen sind seit Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Drei neue Magazine im Zeitschriftenregal: Bei &#8220;Wirtschaftsschule&#8221;, dem neuen Schulheft der &#8220;Wirtschaftswoche&#8221;, dem Nostalgietitel &#8220;Bahn Epoche&#8221; und dem frisch &#252;berholten Technikmagazin &#8220;Chip&#8221; werden freie Journalisten gebraucht.</strong></p>
<p><em>von Bernd St&#246;&#223;el</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>1. Neu: &#8220;Wirtschaftschule</strong>&#8220;</h3>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/WiWo_Schule.jpg" rel="lightbox[12127]"><img class="alignleft  wp-image-12128" title="WiWo_Schule" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/WiWo_Schule-164x220.jpg" alt="&quot;Wirtschaftsschule&quot;" width="154" height="207" /></a><em>Verlag: </em>&#8220;Handelsblatt&#8221;, D&#252;sseldorf<em></em></p>
<p><em>Auflage: </em>184.000<br />
(verbreitete Auflage der „Wirtschaftswoche“)</p>
<p><em>Erscheinungsweise:</em> viermal im Jahr</p>
<p><em>Preis: </em>4,50 Euro</p>
<p><em> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wirtschaftsthemen sind seit Jahren in den Medien allgegenw&#228;rtig, wirtschaftliche Grundkenntnisse in der Bev&#246;lkerung auf der anderen Seite mitunter ein rares Gut. Was sich ohne weiteres vermeiden lie&#223;e. Hier setzt „Wirtschaftsschule“ den Hebel an. Die Beilage der „Wirtschaftswoche“ will beweisen, dass Wirtschaft keineswegs ein dr&#246;ges Thema f&#252;r Erwachsene ist, und schon bei Sch&#252;lern Begeisterung wecken. Was nat&#252;rlich eine entsprechende journalistische Aufbereitung erfordert. Mit welchem Thema lie&#223;e sich die erste Ausgabe besser bestreiten als mit „Geld“? Die jungen Leser erfahren zum Beispiel wie die B&#246;rse funktioniert. Sch&#252;ler selbst haben ein Interview mit Dietmar Hopp, Milliard&#228;r und SAP-Mitbegr&#252;nder gef&#252;hrt. „Wirtschaftsschule“ spricht potenzielle Leser &#252;ber Facebook an – mit Speck f&#228;ngt man M&#228;use. Daniel Rettig, als „Wirtschaftswoche“-Redakteur f&#252;r das Ressort „Management &amp; Erfolg“ zust&#228;ndig, verantwortet die „Wirtschaftsschule“. Er ist offen f&#252;r kreative Themenvorschl&#228;ge von Freien: Texte m&#252;ssen so geschrieben sein, dass Sch&#252;ler sie verstehen k&#246;nnen. Honorar nach Vereinbarung.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <strong><br />
</strong>Handelsblatt GmbH, Redaktion „WirtschaftsWoche“, Daniel Rettig.<br />
<strong>Adresse:<br />
</strong>Kasernenstra&#223;e 67, 40213 D&#252;sseldorf<br />
<strong>Email:<br />
</strong>daniel.rettig@wiwo.de<br />
<strong>Website:</strong><br />
<a href="http://www.facebook.com/wiwoschule" target="_blank">WiWo-Schule<br />
</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>2. Neu: &#8220;Bahn Epoche&#8221;</strong></h3>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/BahnEpoche-01-klein.jpg" rel="lightbox[12127]"><img class="alignleft  wp-image-12129" title="BahnEpoche  " src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/BahnEpoche-01-klein-168x220.jpg" alt="&quot;Bahn Epoche&quot;" width="170" height="223" /></a></strong><em>Verlag: </em>Verlagsgruppe Bahn, F&#252;rstenfeldbruck</p>
<p><em>Auflage: </em>14.000</p>
<p><em>Erscheinungsweise: </em> viermal j&#228;hrlich</p>
<p><em>Preis: </em> 12 Euro</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Eisenbahnfreunde k&#246;nnen sich mit „Bahn Epoche“ in die gute alte Zeit tr&#228;umen: Herausgeber Robin Garn zufolge w&#252;rde die Zielgruppe die Uhr gerne ein wenig zur&#252;ckdrehen, wenn sie es k&#246;nnte. In Form einer Zeitreise tauchen die Leser ins 20. Jahrhundert ein. Geschichte, Kultur, Fotografie, alles rund um die klassische Eisenbahn ist Thema. Zu Reportagen und Interviews kommt zum Beispiel auch Kartenmaterial. Ganz wesentlich ist die emotionale und raumgreifende Bebilderung. In „Bahn Epoche“ gibt es aber ebenso einen aktuelleren Heftteil, der &#252;ber die heutigen Betreiber und Bewahrer der klassischen Eisenbahn informiert. Robin Garn spricht offen von dem „Wagnis“, das es bedeute, im Eisenbahn-Segment eine neue Fachzeitschrift herauszubringen. Vor 20 Jahren w&#228;re dies wom&#246;glich einfacher gewesen. Es w&#252;chsen weniger junge potenzielle Leser heran als sich &#196;ltere zur&#252;ckz&#246;gen, die d&#228;chten, in ihrer Eisenbahn-Sammlung schon alles zu haben. Kein Grund, Tr&#252;bsal zu blasen: „Bahn Epoche“ nimmt journalistische Passagiere mit, die Lokf&#252;hrern interessante Erz&#228;hlungen entlocken. Oder Sammler besuchen, die ihre Kostbarkeiten mit reichem Nischen-Wissen beschreiben. Seitenhonorar rund 115 Euro. F&#252;r Fotos von 13 bis maximal 90 Euro.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <strong><br />
</strong> „Bahn Epoche“, Herausgeber Robin Garn <strong></strong><br />
<strong>Email: </strong><br />
robin.garn@bahnepoche.de<br />
<strong>Website:<br />
</strong><a href="http://www.bahnepoche.de" target="_blank">www.bahnepoche.de<br />
</a></p>
<h3></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>3. Relaunch: &#8220;Chip&#8221;</strong></h3>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Chip_01_2012_klein.jpg" rel="lightbox[12127]"><img class="alignleft size-medium wp-image-12130" title="CHIP " src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Chip_01_2012_klein-165x220.jpg" alt="&quot;Chip&quot;" width="165" height="220" /></a><em>Verlag: </em>Chip Communications, M&#252;nchen</p>
<p><em>Auflage:  </em>255.000</p>
<p><em>Erscheinungsweise: </em> monatlich</p>
<p><em>Preis: </em> 5 Euro</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Mit einem gr&#252;ndlichen Relaunch hat „Chip“ sein Profil als Ratgeber f&#252;r das digitale Leben gesch&#228;rft. 20 zus&#228;tzliche Seiten erlauben einen Ausbau des Themenspektrums, und die Leser sollen sich auf der Grundlage noch genauerer Testverfahren ein besseres Bild von Produkten machen k&#246;nnen. „Chip“-Chefredakteur Thomas Pyczak spricht vom umfassendsten Relaunch des Hefts seit einem Jahrzehnt. Print l&#228;sst sich nicht unterkriegen &#8211; f&#252;r Technikmagazine ist die Verf&#252;hrung  ja besonders gro&#223;, dem Online-Auftritt den Taktstock zu &#252;berlassen. „Chip“ setzt schn&#246;rkellos auf drei Rubriken: Trend, Test und Technik. Inhaltlich sollen die Leser immer mal wieder &#252;berrascht werden, zum Beispiel mit einer Serie &#252;ber „digitale Religionen“. Wer selbst aktiv werden m&#246;chte, der findet Workshops. Das Ganze in einem neuen typographischen Gewand, wobei tiefer in die Farbt&#246;pfe gegriffen wird. Die neue Gestaltung soll f&#252;r eine bessere Orientierung des Lesers sorgen. Schon das Cover k&#252;ndigt mit seinem Design die Modernisierung an. Josef Reitberger, stellvertretender Chefredakteur von „Chip“, freut sich &#252;ber Angebote von Autoren, die in der digitalen Welt leben und deren Hintergr&#252;nde kennen – ob technisch gesellschaftlich oder wirtschaftlich. Honorar nach Vereinbarung, wobei „Chip“ sehr unterschiedliche Formate hat.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong> <strong><br />
</strong> Chip, Josef Reitberger<br />
<strong>Adresse:</strong> <strong><br />
</strong> Poccistra&#223;e 11, 80336 M&#252;nchen<br />
<strong>Email: </strong><br />
jreitberger@chip.de<br />
<strong>Website:</strong><br />
<a href="http://www.chip.de" target="_blank">www.chip.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Es ist ein hei&#223;er Ritt&#8221;</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/es-ist-ein-heiser-ritt/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 13:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediummagazin.de/?p=11673</guid>
		<description><![CDATA[Ein guter Journalist ist nicht automatisch ein guter Redaktionsleiter, sagt Coach Christian Sauer. Diese Einsicht spricht sich in der Branche herum. Wof&#252;r ein F&#252;hrungstraining gut ist, erkl&#228;rt Sauer im Interview. Interview: Katy Walther &#160; &#160; &#160; Wie etabliert sind F&#252;hrungskr&#228;ftetrainings heute in den Medienh&#228;usern und Verlagen? Christian Sauer: Die Zahl solcher Trainings f&#252;r das mittlere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/christian_sauer_klein.jpg" rel="lightbox[11673]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11868" title=" " src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/christian_sauer_klein-146x220.jpg" alt="Coach Christian Sauer" width="127" height="192" /></a>Ein guter Journalist ist nicht automatisch ein guter Redaktionsleiter, sagt Coach Christian Sauer. D<strong>iese Einsicht spricht sich in der Branche herum. Wof&#252;r ein F&#252;hrungstraining gut ist, erkl&#228;rt Sauer im Interview.</strong><br />
</strong></p>
<p><em>Interview: Katy Walther</em></p>
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<p><strong>Wie etabliert sind F&#252;hrungskr&#228;ftetrainings heute in den Medienh&#228;usern und Verlagen?<br />
Christian Sauer:</strong> Die Zahl solcher Trainings f&#252;r das mittlere und obere Redaktionsmanagement nimmt eindeutig zu, denn in den Gesch&#228;ftsleitungen und Chefredaktionen sitzen heute &#252;berwiegend Leute, die selbst F&#252;hrungstrainings absolviert haben. Kaum ein Chefredakteur kommt heute noch v&#246;llig unbeleckt von F&#252;hrungswissen in seine Position. Das Bewusstsein f&#252;r den Sinn und Nutzen von Kommunikations- und F&#252;hrungstrainings ist gestiegen. Man hat verstanden, was es kostet, wenn ein Ressort oder eine Redaktion schlecht gef&#252;hrt wird. Ich h&#246;re jedenfalls kaum noch von H&#228;usern, die blind dem alten Motto folgen: Ein guter Journalist ist automatisch auch ein guter Redaktionsleiter.</p>
<p><strong>Welche Qualifikationen brauchen F&#252;hrungskr&#228;fte in den Redaktionen heute?</strong><br />
F&#252;hrungskraft zu werden bedeutet immer, sich selbst in einer ungewohnten Rolle neu zu begegnen. Es reicht nicht mehr, als Journalist von Ausgabe zu Ausgabe gute Arbeit abzuliefern. Man muss jetzt Konzepte entwickeln, strategisch denken. Und man muss pl&#246;tzlich Menschen &#252;berzeugen und mitnehmen. Wenn jemand glaubt, das sei unn&#246;tig, weil man ja als Chef per ordre de mufti bestimmen k&#246;nne, wird er scheitern. Der Vorrat an Machtworten ist erstaunlich gering.</p>
<p><strong>In Redaktionen kann aber schon aus Zeitmangel nicht jede Entscheidung ausdiskutiert werden.</strong><br />
Schnelle Entscheidungen m&#252;ssen sein, dazu ist die Hierarchie da. Aber es brennt ja nicht dauernd. Im Alltag kommt es darauf an, mit Argumenten zu f&#252;hren. Wer selbstbewusste, kreative Journalisten im Team haben will, muss sie stark machen. Andererseits geh&#246;rt zur F&#252;hrungskompetenz auch ein gesunder Durchsetzungswillen. Je h&#246;her man in der Hierarchie kommt, desto wichtiger wird das. Ein Chefredakteur, der lieb ist, ist keiner, hat Peter Merseburger mal gesagt. Manchmal sind klare Ansagen der Schl&#252;ssel zum Erfolg. Auch das ist f&#252;r viele angehende F&#252;hrungskr&#228;fte ein Lernprozess.</p>
<p><strong>So gesehen wirkt ein Leitungsjob begrenzt attraktiv.</strong><br />
Jeder sollte sich in den ersten Jahren &#252;berlegen, ob er auf dem Weg weitergeht. Denn obendrein muss man ja auch noch ein gutes Selbstmanagement entwickeln, sonst rackert man sich geradewegs in Tinnitus oder Burn-out hinein. Gerade die kommunikativen F&#252;hrungskr&#228;fte, die gut &#252;berzeugen k&#246;nnen, sind da gef&#228;hrdet. Alles zusammengenommen muss man als F&#252;hrungskraft auf sehr vielen Ebenen dazulernen und sich weiterentwickeln. Sicher, es gibt Schmerzensgeld, Privilegien und Renommee. Aber es ist auch ein hei&#223;er Ritt.</p>
<p><strong>M&#252;ssen weibliche F&#252;hrungskr&#228;fte in den Trainings andere Dinge lernen als ihre m&#228;nnlichen Pendants?</strong><br />
Frauen gelten heute bei vielen in der Branche als die besseren F&#252;hrungskr&#228;fte. Da ist auch was dran, weil ihnen Argumentieren und &#220;berzeugen leichter oft f&#228;llt als vielen M&#228;nnern. Viele Frauen m&#252;ssen in F&#252;hrungstrainings jedoch lernen, Grenzen zu ziehen und sich durchzusetzen. M&#228;nner dagegen vertrauen manchmal zu sehr auf ihren Machtvorsprung. Letztlich ist es also egal, ob M&#228;nner oder Frauen F&#252;hrungsaufgaben &#252;bernehmen – dazulernen m&#252;ssen beide. Und man sollte niemanden nach Klischees beurteilen.</p>
<p><strong>Geben Journalisten, die in F&#252;hrungspositionen wechseln, ihre journalistische Rolle auf?</strong><br />
Fr&#252;her hie&#223; es mal, man soll schreibend f&#252;hren. Ich glaube schon, dass es sinnvoll ist, selbst mit Texten pr&#228;sent zu bleiben. Wenn ich etwa eine Lokalredaktion leite, wird das eh nicht anders gehen. Trotzdem gilt: Je h&#246;her man in der Hierarchie steigt, umso m&#228;chtiger werden die Managementaufgaben. Und ich w&#252;rde jedem, der aufsteigt, empfehlen, es so zu sehen: Ich bin Journalist und sorge f&#252;r Qualit&#228;t – zuallererst, indem ich meine Leitungsaufgaben gut erf&#252;lle, und dann, indem ich als Autor auftrete. Wer beides in gleichem Ma&#223;e will, l&#228;uft Gefahr, sich zu &#252;bernehmen. Oder er hat Stellvertreter, die ihm den Managementkram abnehmen. Bei denen sollte er sich jeden Tag bedanken.</p>
<p><strong>Sollte man ein F&#252;hrungskr&#228;ftetraining einfordern, wenn es nicht von vornherein angeboten wird?</strong><br />
Unbedingt. Nehmen wir nur mal die unterste Leitungsebene, den stellvertretenden Ressortleiter. Die Aufgaben, die so einer zus&#228;tzlich &#252;bernimmt, sind komplex. Wie gestaltet er seine Stellvertreterrolle gegen&#252;ber dem Chef aus? Wie tritt er gegen&#252;ber dem Team auf, wenn er den Chef vertritt? Jeder, der Leitungsaufgaben &#252;bernimmt, sollte sagen: Wenn ihr wollt, dass ich das gut mache, dann gebt mir das Handwerkszeug dazu!</p>
<p><strong>Wer eine Leitungsposition ergattert, stellt meist keine Forderungen.</strong><br />
Fordern kommt nie gut, Bedarf anmelden dagegen zeigt, dass jemand ein realistisches Selbstbild hat. Meine Erfahrung ist: Wer nach Training oder Coaching fragt, wird &#252;ber kurz oder lang auch geh&#246;rt. Die Zeiten, in denen es dann hie&#223;: Der kann’s wohl nicht, da haben wir uns vertan!, sind vorbei. Heute gilt es eher als Ausweis von F&#252;hrungsf&#228;higkeit, wenn jemand sich nicht zu viel zutraut. &#220;brigens: Ich kenne viele, die sich als Redakteure ohne unmittelbare F&#252;hrungsverantwortung zu einem Seminar angemeldet haben und in der Folge aufgestiegen sind. Fortbildung und Aufstieg gehen dann Hand in Hand, ein Gl&#252;cksfall.</p>
<p><strong>Wie lange sollte eine Schulung dauern und welche Themen sollten enthalten sein?</strong><br />
Bei angehenden F&#252;hrungskr&#228;ften halte ich am meisten von einem Modulsystem, das &#252;ber etwa ein Jahr hinweg belegt werden kann. Es gibt darin Standardelemente: Das beginnt bei F&#252;hrungsmodellen und Techniken der Gespr&#228;chsf&#252;hrung und geht &#252;ber das Selbstmanagement bis hin zum Projektmanagement und zur Budgetverhandlung. Das w&#228;ren zum Beispiel f&#252;nf Module, mit denen jede redaktionelle F&#252;hrungskraft gut ger&#252;stet w&#228;re. Dar&#252;ber hinaus mache ich gute Erfahrungen mit einer Kombination aus Seminaren und Coaching. Das hei&#223;t, auch nach dem Seminar, wenn die Praxis wieder zuschl&#228;gt, kann sich der F&#252;hrungsneuling Unterst&#252;tzung holen.</p>
<p><strong>Sind betriebswirtschaftliche Inhalte wie Controlling oder Rechnungswesen in der Medienkrise wichtiger geworden?</strong><br />
Rechnungswesen und Controlling sind wichtig. Die Verlagsseite sollte etwas daf&#252;r tun, dass sie in der Redaktion starke Partner mit einem betriebswirtschaftlichen Grundverst&#228;ndnis hat. F&#252;r mich ist das allerdings nicht der zentrale Punkt. Eine F&#252;hrungskraft muss sowieso damit leben, dass sie nicht alles wei&#223;. Es ist wichtiger, ein klares Verst&#228;ndnis von den Grenzen der eigenen Rolle zu entwickeln, als jede Zahl perfekt selbst zu interpretieren.</p>
<p><strong>Kopfsch&#252;tteln, Unverst&#228;ndnis, H&#228;me: Welche Reaktionen hat ein Journalist zu f&#252;rchten, der sich nach einer Zeit als F&#252;hrungskraft wieder in seinen alten Job als Redakteur zur&#252;ckversetzen l&#228;sst?</strong><br />
Fr&#252;her war das verp&#246;nt, da galt: einmal Chef, immer Chef. Heute wird es zunehmend normal. Die Kollegen reflektieren sehr genau, ob die F&#252;hrungsrolle wirklich etwas f&#252;r sie ist. Viele wollen die Komplexit&#228;t des Jobs auf Dauer nicht, andere finden, dass sie zu viele Konflikte durchstehen m&#252;ssen, wieder andere wollen nicht als Buhmann f&#252;r oben und unten dastehen. Sie nehmen dann Verdiensteinbu&#223;en in Kauf, k&#252;mmern sich nicht um H&#228;me und treten zur&#252;ck ins Glied. Wenn es gut l&#228;uft, k&#246;nnen sie ihr F&#252;hrungswissen und die Entwicklungsschritte, die sie gemacht haben, auch als Redakteur und Reporter gut einsetzen. Ich habe allen Respekt vor denen, die f&#252;r sich erkennen: Letztlich ist F&#252;hrung nichts f&#252;r mich. Das ist doch viel besser, als sich zehn, zwanzig Jahre durch F&#252;hrungsjobs zu schleppen, die man nicht mit ganzem Herzen macht. Es kann Ergebnis eines F&#252;hrungskr&#228;ftetrainings sein, dass jemand den sanften Ausstieg w&#228;hlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ZUR PERSON:</strong><br />
Christian Sauer ist F&#252;hrungskr&#228;ftecoach und Redaktionsberater in Hamburg. Unter dem Motto „Qualit&#228;t entwickeln“ arbeitet er als Dozent zu den Schwerpunkten Redaktionsmanagement und Textqualit&#228;t – an der Akademie f&#252;r Publizistik in Hamburg, der ABZV in Bonn und in der internen Weiterbildung von Medienunternehmen. Er coacht Medienprofis vom freien Journalisten bis zum Chefredakteur. Zuvor arbeitete der gelernte Tageszeitungsjournalist 16 Jahre als Reporter, Redakteur und Redaktionsleiter, zuletzt bis 2005 als Stellvertretender Chefredakteur des Magazins &#8220;chrismon&#8221;. Er ist Mitglied des Ethikrats der Akademie f&#252;r Publizistik und Autor der Profiratgeber „Souver&#228;n schreiben: Klassetexte ohne Stress“ (2007) und „Qualit&#228;tsmanagement in Redaktionen“ (2010).<br />
<a href="http://www.christian-sauer.net/">www.christian-sauer.net</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die kurze Fassung des Interviews erschien als Teil des &#8220;Specials Ausbildung&#8221; &#252;ber F&#252;hrungskr&#228;ftetraining f&#252;r Redakteurinnen und Redakteure in &#8220;Medium Magazin&#8221; 12/2011.</em></p>
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		<title>Techniktipp: Geotagging</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/techniktipp-geotagging/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 13:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade bei lokalen und regionalen Online-Angeboten wird immer deutlicher: Die Nutzer wollen wissen, wo genau die Geschichten spielen. Das macht Geotags f&#252;r Redaktionen interessant. Text und Foto: Thomas Strothjohann Geotags sind maschinenlesbare Ortsangaben. Geotaggen bedeutet entsprechend, dass man einem Gegenstand oder Inhalt eine geografische Position zuordnet. Man kann in der Bildunterschrift schreiben, dass das Bild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Gerade bei lokalen und regionalen Online-Angeboten wird immer deutlicher: Die Nutzer wollen wissen, wo genau die Geschichten spielen. Das macht Geotags f&#252;r Redaktionen interessant.</em></strong></p>
<p><strong>Text und Foto:</strong> <em>Thomas Strothjohann</em></p>
<div id="attachment_11849" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><img class="size-medium wp-image-11849" title="Wildspitze" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/IMG_3802-220x146.jpg" alt="" width="220" height="146" /><p class="wp-caption-text">So geotaggt man den zweith&#246;chsten Berg &#214;sterreichs. Foto: T. Strothjohann</p></div>
<p>Geotags sind maschinenlesbare Ortsangaben. Geotaggen bedeutet entsprechend, dass man einem Gegenstand oder Inhalt eine geografische Position zuordnet. Man kann in der Bildunterschrift schreiben, dass das Bild die Wildspitze in Tirol zeigt, man dann aber auch in die Metadaten des Bildes eintragen, dass es bei <a href="http://g.co/maps/hwj8d">46° 53‘ 7“ N, 10° 52‘ 2“ O</a> aufgenommen wurde. Im Print ist eine sprachliche Ortsangabe nat&#252;rlich sinnvoller, aber online entfaltet das Geotag sein Potenzial.</p>
<h3>Interaktives Verorten</h3>
<p>Die sozialen Netzwerke bieten schon seit langem an, Statusmeldungen mit Geotags zu versehen. So k&#246;nnen die Follower und Freunde nicht nur sehen, was passiert ist, sondern auch genau wo. Auf der<a title="Twitter Karte" href="http://trendsmap.com/" target="_blank"> Trendsmap</a> kann man an jeden Ort der Welt heranzoomen, um zu sehen, was dort gerade per Twitter diskutiert wird. F&#252;r Nachrichten werden Geotags bisher kaum genutzt. N&#228;he bedeutet Relevanz. Warum sollte ein lokales Nachrichtenangebot dem User also nicht die M&#246;glichkeit geben zu sehen, was &#252;ber seine Umgebung berichtet wird? Bisher wurden Karten vor allem in aufwendigen datenjournalistischen Projekten wie den <a title="Irak Protokolle SpOn" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,710637,00.html" target="_blank">Irak-Protokollen bei „Spiegel Online“</a> eingesetzt. Es geht aber auch ohne gro&#223;en technischen Aufwand: Jeder kann Lokalnachrichten auf einer Google- oder Bing-Map anzeigen lassen. Das bietet einen interaktiven Zugang zum vorhandenen Nachrichtenangebot. Wer sich ein bisschen mit PHP und MySQL auskennt, kann den Prozess mithilfe von<a title="Google Maps Tutorial" href="http://code.google.com/intl/de-DE/apis/kml/articles/phpmysqlkml.html" target="_blank"> Google-Tutorials</a> automatisieren. Dann erscheinen neue Artikel automatisch auf der Karte am „Tatort“. Die individuelle Google-Map l&#228;sst sich auch ans eigene Corporate Design anpassen und auf der eigenen Seite einbinden.</p>
<div class="postmetadata">
<h4>Tools</h4>
<ul>
<li><a href="http://geotag.sourceforge.net" title="Geotag Download" target="_blank">Geotag</a> (Freeware auf Java-Basis, plattform&#252;bergreifend)</li>
<li><a href="www.geosetter.de" title="Geosetter Download" target="_blank">Geosetter</a> (Freeware nur f&#252;r Windows)</li>
<li><a href="http://code.google.com/p/gpicsync" title="Gpic Sync Download" target="_blank">Google gpicsync</a></li>
<li><a href="www.theoneandonlysepp.com/gnt" title="Geo Names Tagger Download" target="_blank">Geo Names Tagger</a> (Freeware f&#252;r Mac)</li>
<li><a href="http://bit.ly/ilKS90" title="Microsoft Pro Photo Tools Download" target="_blank">Microsoft Pro Photo Tools</a></li>
</ul>
</div>
<h3>So funktioniert’s</h3>
<p>Grunds&#228;tzlich gibt es drei Wege, Inhalte zu geotaggen:</p>
<ol>
<li>Einen Ort auf der Google- oder Bing-Map markieren und die Nachricht mit einem Foto oder sogar Video (per Embed-Code) in die Popup-Ortsinformation eingeben.</li>
<li>Immer mehr Kameras und alle modernen Smartphones k&#246;nnen den Aufnahmeort direkt in die Bildinformationen schreiben.</li>
<li>Mit Outdoor-GPS-Ger&#228;ten, „Geologgern“, aber auch Smartphones (s. Kasten) kann man festhalten, zu welchem Zeitpunkt man wo genau war.</li>
</ol>
<p>Kostenlose Software synchronisiert Fotos nachtr&#228;glich mit der aufgezeichneten Route. Sie kann die Bilder auf einer Karte anzeigen und in die Bildinformationen schreiben, wo der Fotograf war, als er das Foto aufgenommen hat. F&#252;r PCs sind die Microsoft Pro Photo Tools am komfortabelsten. Sie unterst&#252;tzen neben den &#252;blichen Bildformaten auch RAW-Dateien und digitale Negative. Auch Differenzen zwischen GPS und Kamerazeit lassen sich korrigieren. Grunds&#228;tzlich gilt: Nie vergessen, die Uhrzeit von Kamera und GPS-Ger&#228;t abzugleichen. Sonst kann man von vorne anfangen.</p>
<div class="postmetadata">
<h4>Tracking-Apps</h4>
<p>Sie k&#246;nnen Routen im gpx-Format (GPS Exchange Format) aufzeichnen, die sich am Computer &#252;ber die Aufnahmezeit mit Bildern, Audioaufnahmen und theoretisch jedem anderen File synchronisieren lassen. </p>
<ul>
<li>Android: Google MyTracks</li>
<li>iOS: gaiaGPS, GPSLogger</li>
</ul>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Mehr als &#220;berleben ist nicht drin&#8221;</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/mehr-als-uberleben-ist-nicht-drin/</link>
		<comments>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/mehr-als-uberleben-ist-nicht-drin/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 19:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[RTL-Reporterin Antonia Rados berichtet seit 20 Jahren aus Krisengebieten. J&#252;ngster Lohn: eine Emmy-Nominierung. Kurz nach dem letzten Telephonat fuhr sie wieder nach Libyen; wenige Tage danach wurde Muammar al-Gaddafi erschossen. Interview: Katy Walther Frau Rados, zuletzt berichteten Sie im August aus Libyen. Wann geht es wieder los? Antonia Rados: Ich fahre &#252;bermorgen wieder hin. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/RTL_RadosAntonia_klein.jpg" rel="lightbox[11504]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11505" title="11. September 2001 - Der Tag, der unsere Welt verâ°nderte" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/RTL_RadosAntonia_klein-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a><strong>RTL-Reporterin Antonia Rados berichtet seit 20 Jahren aus Krisengebieten. J&#252;ngster Lohn: eine Emmy-Nominierung. Kurz nach dem letzten Telephonat fuhr sie wieder nach Libyen; wenige Tage danach wurde Muammar al-Gaddafi erschossen.</strong><em></em></p>
<p><em>Interview: Katy Walther</em><strong></strong></p>
<p><strong><br />
Frau Rados, zuletzt berichteten Sie im August aus Libyen. Wann geht es wieder los?</strong></p>
<p><strong>Antonia Rados:</strong> Ich fahre &#252;bermorgen wieder hin. Ich war beim Sturz Gaddafis dabei, jetzt reizt es mich, in Libyen zu sein, wenn er gefunden wird. Wer wei&#223;, wie lange ich dort sein werde. So begr&#252;&#223;enswert die Umbr&#252;che in der arabischen Welt sind: Dar&#252;ber zu berichten ist aus Reportersicht oft frustrierend. Syrien ist quasi unzug&#228;nglich, das sind fast schon nordkoreanische Verh&#228;ltnisse.</p>
<p><strong>Wieviele Reportagen konnten Sie nicht machen, weil es zu gef&#228;hrlich gewesen w&#228;re?</strong></p>
<p>Jede Menge. Einen Teil der Reportagen macht man nicht, weil andere daran gescheitert sind. Bei anderen wird man von den Umst&#228;nden gezwungen, etwa weil man kein Visum kriegt oder keine Drehgenehmigung. F&#252;r meine Reportage &#252;ber Somalia habe ich zwei Jahre recherchiert, es dauerte, herauszufinden wie ich dort arbeiten k&#246;nnte. Nach Somalia zu fahren, sich dort zu verstecken und so zu tun, als w&#228;re alles sehr gef&#228;hrlich, reicht ja nicht. Aber das Wort „aufgeben“ kenne ich nicht.</p>
<p><strong>Letztlich ist es unm&#246;glich, die Kriegsrealit&#228;t widerzuspiegeln. Warum versuchen Sie es trotzdem immer wieder?</strong></p>
<p>Menschen machen unm&#246;gliche Sachen. Ein Arzt wei&#223; ja auch, dass er nicht jeden Patienten retten kann und versucht es trotzdem. Kriegsreporter wissen aus Erfahrung: Opfer in Kriegsgebieten sind oft froh, dass man auftaucht. Zus&#228;tzlich kann die Informationspflicht nicht enden in dem Moment, wo ein Krieg beginnt, hei&#223;t Gewalt beginnt. Es gibt die Notwendigkeit, &#252;ber Krieg zu berichten, weil die Kriegsberichterstattung den Krieg zwar nicht beenden kann, aber zumindest die Folgen des Krieges und das Grauen darstellt.</p>
<p><strong>Mit der Reportage &#252;ber Somalia waren Sie gerade f&#252;r den Emmy nominiert, gewonnen hat ein anderer; im M&#228;rz schauten alle auf Sie, weil Sie ein Interview mit Muammar al Gaddafi f&#252;hrten. Tangiert Sie diese Aufmerksamkeit</strong>?</p>
<p>Zun&#228;chst: Es gibt gr&#246;&#223;ere Trag&#246;dien im Leben, als einen Preis nicht zu bekommen. Und es geh&#246;rt zur Tugend eines Reporters, eine Geschichte abzuhaken, sobald sie fertig ist, die Nachwehen zu ignorieren. Es war &#252;brigens &#252;berraschend leicht, das Gespr&#228;ch mit Gaddafi zu bekommen.</p>
<p><strong>Sie m&#252;ssen oft unvorhersehbar los. Haben Sie f&#252;r solche F&#228;lle immer eine gepackte Tasche unterm Bett?</strong></p>
<p>Nein, denn ich brauche nicht viel und so eine Tasche ist schnell gepackt. Ich bin aber, und das ist viel wichtiger als die Tasche, innerlich immer bereit wegzufahren.</p>
<p><strong>Was ist drin?</strong></p>
<p>Zwei, drei Sachen zum Wechseln. Wenn ich es schaffe, nehme ich ein Buch zum Lesen mit, weil Kriegsreportagen immer von ganz leeren Stunden begleitet sind, in denen man nichts tun kann, auf Flugh&#228;fen oder irgendwo festsitzt. Was heute f&#252;r jeden Kriegsreporter das Wichtigste ist, sind Kommunikationsmittel, ob das jetzt Satellitentelefone sind, Handys, ob das Computer sind, mit denen man via Skype kommunizieren kann. Kommunikation ist das A und O.</p>
<p><strong>Wer von Ihrem Team begleitet Sie in der Regel und welche Unterst&#252;tzung besorgen Sie sich vor Ort?</strong></p>
<p>Das ist unterschiedlich. Es gibt verschiedene Varianten: Wenn es nicht anders geht, fahre ich alleine weg und nehme Kameraleute und Personal vor Ort. Lieber fahre ich mit einem Kollegen, meinem Kameramann, dem ich vertraue und den ich kenne. Zuweilen f&#228;hrt  noch ein Producer mit, das hei&#223;t eine Art M&#228;dchen oder Boy f&#252;r alles, der Leitungen organisiert, Hotels findet  usw., damit der Journalist den Kopf frei hat f&#252;r Journalismus. Vor Ort kontaktieren wir zus&#228;tzlich  einen &#220;bersetzer; auch Fixer, Producer oder Stringer genannt. Je nach Erfahrung kennt jeder von uns  in den verschiedensten L&#228;ndern solche Leute, mit denen man seit Jahren zusammenarbeitet.</p>
<p><strong>K&#246;nnen Sie selber drehen und schneiden?</strong></p>
<p>Halb Schneiden, halb drehen, ich bin das unperfekte M&#228;dchen f&#252;r alles. Aber alles irgendwie zu k&#246;nnen, lernt man in entlegenen Gebieten, wo einem oft keiner helfen kann als man sich selbst.</p>
<p><strong>Sie sind in Ihren Reportagen immer wieder auch selbst zu sehen. Wieso ist das f&#252;r Ihre Erz&#228;hlweise wichtig?</strong></p>
<p>Es gibt viele Autoren, die nicht im Bild erscheinen, obwohl das in den USA oder in Gro&#223;britannien durchaus die Regel ist, auch bei angesehenen Anstalten wie der BBC: In Kriegsgebieten gibt es Reporter, die im Hotel sitzenbleiben und ihre Kameraleute rausschicken oder ihre Assistenten. Oft auch freie Mitarbeiter. Auch das ist ihr gutes Recht. Wenn sie Angst haben, soll sie niemand zu Heldentaten zwingen. Da sie aber nicht vor Ort ist, sondern im Hotel sitzen, k&#246;nnen sie logischerweise auch unm&#246;glich im Bild auftauchen. Man kann sich nat&#252;rlich fragen, ob es moralisch nicht  fragw&#252;rdig ist, das Leben anderer zu riskieren und das eigene, nur weil man der Boss ist, mehr zu sch&#252;tzen. Mir ist das Leben meines Teams genauso wichtig wie mein eigenes.</p>
<p><strong>Im Nahen Osten k&#246;nnen sich Frauen oft nicht ohne Kopftuch zeigen. Wie ver&#228;ndert Sie diese Art der Verschleierung?</strong></p>
<p>Man muss unterscheiden: In gewissen L&#228;ndern muss eine Frau Kopftuch tragen, in an- deren kann man es tragen. In einigen brenzligen Situationen wiederum setzt man es freiwillig auf, um sich selbst zu sch&#252;tzen, um unauff&#228;lliger zu sein, im wahrsten Sinne des Wortes „unterzutauchen“. Ich pers&#246;nlich trage das Kopftuch nicht gerne, aber ich fahre nicht auf Reportage, um irgendwelche Sachen gerne zu tun oder nicht, sondern um zu berichten. Und wenn es der Berichterstattung dient, mache ich da Konzessionen, ob- wohl ich mich oft wortreich dagegen wehre.</p>
<p><strong>Haben Sie auch schon mal Burka getragen?</strong></p>
<p>Ja, in Afghanistan. Vor vielen Jahren. Um illegal &#252;ber die Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan zu kommen.</p>
<p><strong>Sie sagen, im Krieg agieren Reporterinnen wie M&#228;nner. Gibt es also keinen weiblichen Blick? </strong></p>
<p>So eine Frage w&#252;rde man einem Arzt auch nie stellen: Operiert eine weibliche Chirurgin anders als ihr m&#228;nnlicher Kollege? Eine gewisse Professionalit&#228;t macht alle gleich. Doch Krieg ist, mehr als Operieren, eine Testosteron-Angelegenheit. Debatten dar&#252;ber, wie Krieg gef&#252;hrt wird und warum, haben bei m&#228;nnlichen Kollegen oft etwas Mechanisches an sich. Ich k&#246;nnte auch sagen, der Krieg fasziniert einige &#252;ber alle Ma&#223;en. M&#228;nnliche Kollegen identifizieren sich relativ schnell mit Milit&#228;rs oder einer der Kriegsparteien. Ich habe schon Reporter gesehen, die in trauter Gemeinsamkeit mit Soldaten Waffen ausprobieren. So etwas w&#252;rde eine Frau nie machen. Diese N&#228;he zur milit&#228;rischen Ebene wie sie manche M&#228;nner haben, hat eine Frau einfach nicht. Das bedeutet auch, dass Kriegsreporterinnen viel mehr lernen m&#252;ssen, weil sie ja in der Sandkiste nie Schlachten gef&#252;hrt haben.</p>
<p><strong>H&#228;tte also auch ein Mann Reportagen wie „Frauen in Angst“ machen k&#246;nnen?</strong></p>
<p>Ob sie gemacht werden k&#246;nnen, wei&#223; ich nicht, aber sie werden nicht gemacht. Vielleicht fallen die Themen M&#228;nnern auch einfach nicht ein. Das „Mitleiden“ f&#252;r den Zustand der Frauen ist bei einer Frau einfach gr&#246;&#223;er als bei einem Mann. Es stimmt, ich kann leichter in die Welt der Frauen eindringen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das ein Mann nicht genauso machen k&#246;nnte. Mein sachliches Argument f&#252;r die- se Art von Reportagen ist: Obwohl man es gerne vergisst, machen Frauen in den meisten L&#228;ndern 50 Prozent der Bev&#246;lkerung aus. Warum soll man nicht &#252;ber die H&#228;lfte der Menschheit berichten?</p>
<p><strong>Welchen Rat w&#252;rden Sie jungen Journalisten geben, die Ihren Job machen wollen?</strong></p>
<p>Es gibt keine geborenen Kriegsreporter. Und wenn jemand eines Morgens aufwacht und entscheidet, ich werde jetzt Kriegsreporter, wird er es sicher nicht. Die Vorbereitung ist nicht anders wie f&#252;r jede andere Sparte des Journalismus: Lernen und Leiden. Auf meinen Reportagen treffe ich abseits vom Mainstream oft junge Reporter, die sich regelrecht durchbei&#223;en. Die ein Jahr lang ohne viel Geld in Afghanistan leben, in Wohngemeinschaften und nicht in Hotels, die neugierig sind, lernen wollen. Und mit Rucks&#228;cken herumfahren, was ich schon aufgrund meiner R&#252;ckenschmerzen leider nicht mehr kann.</p>
<p><strong>Ihre Arbeit ist stets von einer Gefahrenrealit&#228;t gepr&#228;gt, ob Selbstmordkommandos oder Gefechte. Haben Sie ein Testament?</strong></p>
<p>Nein. Auf diese Idee bin ich noch nicht gekommen. Au&#223;erdem w&#228;re das Testament- Machen vor einer Reportage von einem gewissen dunklen Pessimismus gepr&#228;gt. Aber Triumph ist in Kriegsgebieten ohnehin keine Option. Mehr als &#220;berleben ist nicht drin.</p>
<p><em>Foto © RTL</em></p>
<p><strong><br />
ZUR PERSON:</strong></p>
<p>ANTONIA RADOS, geboren 1953, berichtet seit fast 20 Jahren als Auslandskorrespondentin f&#252;r RTL; 2008 wechselte sie kurz zum ZDF. F&#252;r ihre Arbeit wurde sie bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnet.</p>
<p>Ihr Blog: <a href="newsblog.rtl.de/Antonia-Rados ">newsblog.rtl.de/Antonia-Rados </a><br />
Die Somalia-Reportage: <a href="http://bit.ly/dvJGJ2 ">http://bit.ly/dvJGJ2 </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Das Interview erschien als Teil der &#8220;Journalistin 2011&#8243; in Heft 10-11/2011.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Umfrage: Warum gehen Journalisten in die PR?</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/umfrage-warum-wechseln-journalisten-in-die-pr/</link>
		<comments>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/umfrage-warum-wechseln-journalisten-in-die-pr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 16:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer mehr leitende Redakteure wechseln die Seiten und werden zu Pressesprechern. F&#252;nf von ihnen haben uns gesagt, wieso sie diesen Schritt unternahmen &#8211; und ob sie ihren alten Job so sehr vermissen, dass sie wieder zur&#252;ckkehren w&#252;rden. Umfrage: Katy Walther &#160; Sigrid Eck Fr&#252;her stellvertretende Leiterin des &#8220;W&#38;V&#8221;-Medienressorts, heute Communications &#38; PR Manager Discovery Communications [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr leitende Redakteure wechseln die Seiten und werden zu Pressesprechern. F&#252;nf von ihnen haben uns gesagt, wieso sie diesen Schritt unternahmen &#8211; und ob sie ihren alten Job so sehr vermissen, dass sie wieder zur&#252;ckkehren w&#252;rden.</p>
<p><em>Umfrage: Katy Walther</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/EckSigrid_2.jpg" rel="lightbox[11471]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11473" title="Sigrid Eck" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/EckSigrid_2-217x220.jpg" alt="" width="87" height="87" /></a>Sigrid Eck</strong><br />
Fr&#252;her stellvertretende Leiterin des &#8220;W&amp;V&#8221;-Medienressorts, heute Communications &amp; PR Manager Discovery Communications Deutschland GmbH</p>
<p><strong>1. Geld, Macht, Frust im alten Job: Was waren die Motive f&#252;r Ihren Jobwechsel?<br />
</strong>F&#252;hrungsverantwortung, ein besseres Gehalt, mehr Gestaltungsfreiheit und eine fehlende Perspektive im alten Job (in der Reihenfolge). Bei &#8220;W&amp;V&#8221; war ich zehn Jahre und sechs Monate. Der Job hat Spa&#223; gemacht und ich habe dort gerne gearbeitet. Aber es h&#228;tte f&#252;r mich keine Aufstiegschance gegeben. Die n&#228;chst h&#246;heren Posten waren mit Leuten besetzt, die dort schon sehr lange arbeiten.</p>
<p><strong>2. Wie gro&#223; sind die Chancen, dass Sie in den Journalismus zur&#252;ckwechseln?</strong><br />
Momentan w&#252;rde ich sagen: Die Chancen, dass ich zu&#252;ckwechsle sind &#228;u&#223;erst gering. Dazu macht mir die PR f&#252;r Discovery viel zu viel Spa&#223;. Und die Arbeitsbedingungen sind weit angenehmer als im Journalismus: Kein w&#246;chentlicher Redaktionsschluss, kein aufgerieben werden zwischen allen St&#252;hlen (Redaktion, Gesp&#228;chspartner, eventuell auch noch Anzeigenabteilung). Daf&#252;r viele Gestaltungsm&#246;glichkeiten, viel eigenverantwortliches Arbeiten und ein freies Wochenende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/matthias-arning.jpg" rel="lightbox[11471]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11487" title="matthias arning" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/matthias-arning-220x220.jpg" alt="" width="98" height="98" /></a>Matthias Arning</strong><br />
Fr&#252;her Leiter der &#8220;Rundschau&#8221;-Stadtredaktion, heute Sprecher der Frankfurter Oberb&#252;rgermeisterin Petra Roth<strong><strong></strong></strong></p>
<p><strong>1. Geld, Macht, Frust im alten Job: Was waren die Motive f&#252;r Ihren Jobwechsel?</strong><br />
Meine Chefin Petra Roth und ich haben gemeinsam an einem Buch gearbeitet. Dabei zeigte sich: Mit dieser Oberb&#252;rgermeisterin in politisch aufregenden Zeiten zusammen zu arbeiten, das konnte man sich einfach nicht entgehen lassen. Sie ist eine Schrittmacherin. Zus&#228;tzliche Motive sind das Mitwirken auf &#8220;der anderen Seite&#8221; und die Aussicht auf die Erfahrung kommunalpolitischer Komplexit&#228;t.</p>
<p><strong>2. Wie gro&#223; sind die Chancen, dass Sie in den Journalismus zur&#252;ckwechseln?</strong><br />
Wenn meine Chefin am Ende ihrer dritten Amtszeit Mitte 2013 neue Wege geht, kann ich mir eine R&#252;ckkehr in den Journalismus gut vorstellen. Aber auch vieles andere, das sich jetzt als spannend erweist, bislang aber kaum in meinem Fokus stand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/mayk-wienkoetter.jpg" rel="lightbox[11471]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11490" title="mayk wienkoetter" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/mayk-wienkoetter-220x220.jpg" alt="" width="98" height="98" /></a>Mayk Wienk&#246;tter</strong><br />
Fr&#252;her selbstst&#228;ndiger TV-Autojournalist, heute Produkt- und Markensprecher von Jaguar und Land Rover Deutschland</p>
<p><strong><strong>1. Geld, Macht, Frust im alten Job: Was waren die Motive f&#252;r Ihren Jobwechsel?<br />
</strong></strong>Mein Wechsel hatte haupts&#228;chlich perspektivische Gr&#252;nde. Ich war 14 Jahre im TV-Autojournalismus t&#228;tig, die letzten beiden selbstst&#228;ndig. Ich hatte kontinuierlich eine sehr stabile Auftragslage und somit eigentlich keine Not zu wechseln. Trotzdem stand eine Neuorientierung an. Als One-Man-Show mit kleiner Produktionsfirma und guter Auftragslage war ich an meiner Kapazit&#228;tsgrenze angelangt, so dass ich &#252;berlegen musste, entweder Leute einzustellen oder etwas anderes zu machen. Ich war sozusagen in einer Minisackgasse angekommen. Das Angebot war daher ein Wink des Schicksals.</p>
<p><strong>2. Wie gro&#223; sind die Chancen, dass Sie in den Journalismus zur&#252;ckwechseln?</strong><br />
Zur&#252;ckzuwechseln kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Wenn, m&#252;sste es in einem viel gr&#246;&#223;eren Rahmen sein &#8211; als Gesch&#228;ftsf&#252;hrer einer gro&#223;en Produktionsfirma z.B., die ein riesiges Automagazin macht. Aber das ist in diesen Tagen v&#246;llig unwahrscheinlich. Au&#223;erdem ist meine Aufgabe hier einfach zu spannend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/andreas-henry.jpg" rel="lightbox[11471]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11492" title="andreas henry" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/andreas-henry-220x220.jpg" alt="" width="98" height="98" /></a>Andreas Henry</strong><br />
Fr&#252;her New York-Korrespondent der &#8220;WiWo&#8221;, heute Head of Communications der FMS Wertmanagement (Bad Bank)</p>
<p><strong><strong>1. Geld, Macht, Frust im alten Job: Was waren die Motive f&#252;r Ihren Jobwechsel?</strong></strong><br />
Geld hat keine entscheidende Rolle gespielt. Mich hat vor allem die neue Aufgabe gereizt. Ich halte meinen Job bei Deutschlands gr&#246;&#223;ter sogenannter Bad Bank f&#252;r eine der derzeit spannendsten Herausforderungen in der Kommunikation. Das liegt zum einen daran, dass wir hier die Folgen der Finanzkrise aufarbeiten, die ich als Korrespondent in New York hautnah miterleben konnte. Zum anderen erfreuen wir uns als Anstalt &#246;ffentlichen Rechts mit direkten Nahtstellen zur gro&#223;en Politik in Berlin, die im Interesse des Steuerzahlers m&#246;glichst viel aus dem &#252;bernommenen Milliarden-Portfolio herauszuholen versucht, nat&#252;rlich einer gesteigerten Aufmerksamkeit. <strong><strong><br />
</strong></strong></p>
<p><strong>2. Wie gro&#223; sind die Chancen, dass Sie in den Journalismus zur&#252;ckwechseln?</strong><br />
Ausschlie&#223;en werde ich eine R&#252;ckkehr in den Journalismus nie &#8211; dazu hat mir der Job zuletzt als Korrespondent in New York und davor als Mitglied der Chefredaktion und Ressortleiter der &#8220;WirtschaftsWoche&#8221; zu viel Spa&#223; gemacht. Doch als Realist muss ich davon ausgehen, dass die Jobs auf diesem Level in der Medienlandschaft rar ges&#228;t sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/franz-kadell.jpg" rel="lightbox[11471]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11495" title="franz kadell" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/franz-kadell-220x220.jpg" alt="" width="99" height="99" /></a>Franz Kadell</strong><br />
Fr&#252;her Chefredakteur der &#8220;Magdeburger Volksstimme&#8221;, heute Regierungssprecher von Sachsen-Anhalt</p>
<p><strong><strong>1. Geld, Macht, Frust im alten Job: Was waren die Motive f&#252;r Ihren Jobwechsel?</strong></strong><br />
Ich habe rund 30 Jahre im Journalismus gearbeitet, davon mehr als zehn als Chefredakteur. Dann verlie&#223; ich im November meinen Verlag auf eigenen Wunsch, weil es &#252;ber die Weiterentwicklung der Zeitung un&#252;berbr&#252;ckbare Meinungsunterschiede gab. Anschlie&#223;end habe ich erst einmal mein zweites &#8220;Katyn&#8221;-Buch zu Ende geschrieben. Dann kam &#252;berraschend das Angebot, mit 59 noch einmal ganz anders einzusteigen, sozusagen als Finalrunde meines Berufslebens. Und ich kann nach gut vier Monaten sagen, dass jeder Tag neue Herausforderungen, neue Erkenntnisse und neue Einsichten bereit h&#228;lt.</p>
<p><strong>2. Wie gro&#223; sind die Chancen, dass Sie in den Journalismus zur&#252;ckwechseln?</strong><br />
Vielleicht als freier Schreiber oder Berater hier und da, nicht mehr als Macher im Tagesgesch&#228;ft. Das m&#252;ssen dann J&#252;ngere machen. Ich k&#246;nnte mir auch weitere Buchprojekte oder Lehr- bzw. Vortragst&#228;tigkeiten vorstellen. Vor allem will ich all das lesen, lesen, lesen, wozu mir die Zeit bisher fehlte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die Umfrage geh&#246;rt zum Text &#8220;Die Seitenwechsler&#8221; von Katy Walther, der in der Printausgabe 10-11/2011 erschienen ist.</em></p>
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		<title>Praxis: Die neuen Kuratier-Tools</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/praxis-die-neuen-kuratier-tools/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 16:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Um interessante Blogposts, Twitter-Meldungen und Youtube-Clips zu einem Thema zu b&#252;ndeln, sind die neuen Mikroblogging-Dienste perfekt. Ihre St&#228;rke: Sie helfen beim Kuratieren von Netzinhalten. Wir stellen die wichtigsten vor und erkl&#228;ren, wie Redaktionen diese Tools gezielt einsetzen k&#246;nnen. von Ulrike Langer Es kursiert ein neues Wort: Der Akt, Beitr&#228;ge von Mediennutzern zu sammeln, sortieren, gewichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um interessante Blogposts, Twitter-Meldungen und Youtube-Clips zu einem Thema zu b&#252;ndeln, sind die neuen Mikroblogging-Dienste perfekt. Ihre St&#228;rke: Sie helfen beim Kuratieren von Netzinhalten. Wir stellen die wichtigsten vor und erkl&#228;ren, wie Redaktionen diese Tools gezielt einsetzen k&#246;nnen.</strong></p>
<p><em>von Ulrike Langer</em></p>
<p>Es kursiert ein neues Wort: Der Akt, Beitr&#228;ge von Mediennutzern zu sammeln, sortieren, gewichten und pr&#228;sentieren, nennt sich neuerdings Kuratieren, angelehnt an das englische „curating“. Und es gibt Mikroblogging-Dienste, die speziell entwickelt wurden, um das Kuratieren zu erleichtern.<br />
Auch Journalisten haben diese Tools f&#252;r sich entdeckt. Einer der bekanntesten kuratierenden Journalisten ist Andy Carvin, Community- Chef des amerikanischen National Public Radio, der per Twitter Informationen von Korrespondenten, ihm bekannten Bloggern und anderen Informanten zusammenstellt.<br />
Nicht alle finden das sinnvoll. Kritiker wie Daniel Weber, Chefredakteur der Schweizer Zeitschrift „NZZ Folio“, sind der Meinung, dass Kuratieren kein Journalismus sei: „Wer kuratieren will, soll ins Museum. Journalisten sollen schreiben“, so Weber. Doch die Kritiker erliegen einem Trugschluss: Indem Carvin die relevantesten und vertrauensw&#252;rdigsten Tweets wiederholt („retweetet“) und somit f&#252;r seine eigenen mehr als 56.000 Follower sichtbar macht, nimmt er den am Fortlauf der Ereignisse in &#196;gypten, Libyen oder Syrien interessierten Nutzern die M&#252;he ab, den endlosen Strom von Echtzeit- Statusmeldungen selbst durchforsten zu m&#252;ssen. Er hilft ihnen, Informationen einzuordnen. Und das ist eine elementare journalistische Aufgabe.</p>
<p>Zum zehnten Jahrestag der Anschl&#228;ge vom 11. September lud etwa die „New York Times“(NYT) ihre Online-Nutzer ein, auf einem eigenen Youtube-Kanal ihre Erinnerungen und Videoclips von damals hochzuladen; die NYT erg&#228;nzte die Clips durch eigenes Archivmaterial und neue Videos. „Auf diese Weise k&#246;nnen wir sehr pers&#246;nliche Beitr&#228;ge von viel mehr Nutzern integrieren, als durch Interviews m&#246;glich w&#228;re“, betont Lexi Mainland, Social-Media- Redakteurin der NYT. Entstanden ist eine vielf&#228;ltige Videocollage, welche die NYT mit Hilfe des Dienstleisters „Storyful“ zusammenstellte und anschlie&#223;end in ihr redaktionelles Special zu 9/11 integrierte.<br />
Ein Beispiel aus Deutschland: Die Dortmunder Redaktion der „Ruhr Nachrichten“ (RN) stand am 19. August 2011 vor einem Problem. Nach einem hei&#223;en Sonntag hatte sich pl&#246;tzlich ein heftiges Gewitter entladen. Stra&#223;en und Keller liefen voll, B&#228;ume st&#252;rzten um, die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr waren anderthalb Stunden lang nicht erreichbar. Um ihre Nutzer dennoch bestm&#246;glich zu informieren, rief die RN diese zur Mithilfe per Twitter auf. Die Redaktion erhielt mehr als 100 Kurzmeldungen zum Thema. Sie wurden, wenn m&#246;glich, verifiziert, und wenn sie zwar wichtig erschienen, aber ungesichert blieben, als solche gekennzeichnet. Die Tweets der Nutzer f&#252;llten einen Live-Ticker, einen mit „Storify“ erstellten eigenen Bereich auf der Homepage und bildeten auch die Grundlage f&#252;r die Berichterstattung am n&#228;chsten Morgen in der Zeitung.<br />
„Storify“ und „Storyful“ geh&#246;ren zu den Tools, die sich etabliert haben. Sie laufen browserbasiert und sind kostenfrei nutzbar – und zwar nicht nur von Journalisten, sondern von allen Internetnutzern, die anderen das Relevanteste von dem zug&#228;nglich machen wollen, was Dritte bereits publiziert haben.</p>
<p>Hier sind die interessantesten:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. Storify.com</strong></p>
<p>Mit Storify lassen sich gezielt ausgew&#228;hlte Inhalte aus sozialen Netzwerken chronologisch in einem gemeinsamen Bereich darstellen. Inhalte aus Twitter, Facebook, Youtube, Audioboo, Flickr und Blogs k&#246;nnen damit aggregiert werden. Die kuratierten Inhalte k&#246;nnen auf einer Webseite mit einer eigenen URL f&#252;r sich alleine stehen oder in einem Frame auf der Webseite des Journalisten / des Mediums eingebettet werden. Das Tool ist noch in der Beta-Phase und funktioniert nicht immer stabil.<strong></strong></p>
<p><strong>So geht&#8217;s:</strong><br />
Die Anmeldung funktioniert mit dem Twitter-Account. Eine neue &#8220;Story&#8221; erstellt man, indem man per Drag&amp;Drop Tweets, Youtube-Videos sowie Audioboos (= kurze Audiodateien), Facebook-Statusnachrichten, RSS-Feeds usw. in ein Feld zieht. Diese Elemente werden dann durch eigenen Text verbunden und erg&#228;nzt und ver&#246;ffentlicht. <a href="http://vimeo.com/20651530">Hier</a> das Storify-Erkl&#228;rvideo.</p>
<p><strong>Tipps:</strong><br />
Kuratieren mit Storify ist kein Ersatz f&#252;r die eigene Analyse. Im Gegenteil: Ohne begleitende dramturgische Erkl&#228;rungen, warum die ausgew&#228;hlten Inhalte im Zeitstrahl erscheinen, kann aus Storify schnell eine Halde zusammenhangloser Schnipsel aus dem sozialen Netz werden. Deshalb: Erst die eigene Geschichte planen, dann gezielt nach erg&#228;nzenden externen Elementen suchen.</p>
<p><strong>Beispiele:</strong><br />
Oliver Kochs <a href="http://bit.ly/n5tvY6">Storify</a> zum Hamburger Webkongress Scoopcamp 2011.<br />
&#8220;<a href="http://bit.ly/mP8r1Z">Berliner Morgenpost</a>&#8221; mit Tweets zum Stromausfall im Bundestag.<br />
Die &#8220;<a href="http://wapo.st/ggNSe8">Washington Post</a>&#8221; mit einem Vergleich der Tweets des New Yorker und des Washingtoner B&#252;rgermeisters zur Schneekatastrophe im vergangenen Winter.<br />
Eine <a href="http://bit.ly/oxFSPY">Multimedia-Story</a> zur Katastrophe von Fukushima.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Storyful.com</strong></p>
<p>Mit Storyful k&#246;nnen &#228;hnlich wie mit Storify per Drag and Drop Geschichten aus dem Netz kuratiert werden, allerdings stehen weniger Quellen zur Verf&#252;gung , weder Facebook noch Audioboo. Daf&#252;r sehen per Storyful eingebettete Bereiche eleganter aus, zumal sie in einzelne Abschnitte gegliedert werden k&#246;nnen. Das ist vor allem bei l&#228;ngeren Geschichten sinnvoll. Medien und Journalisten scheinen sich momentan noch nicht so recht mit diesem Tool anzufreunden.<br />
N&#228;heres zu &#8220;Storyful&#8221; gibt es auf dem hauseigenen <a href="http://blog.storyful.com/ ">Blog</a>.</p>
<p><strong>Beispiele:</strong><br />
<a href="http://bit.ly/r3nvvz">Proteste in Syrien</a>.<br />
Erinnerungen an die <a href="http://bit.ly/omGdGO ">Berliner Mauer</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Scoop.it</strong></p>
<p>Mit diesem Tool lassen sich kuratierte Beitr&#228;ge aus dem Netz wie auf einem Leuchttisch anordnen.</p>
<p><strong>So geht&#8217;s:</strong><br />
Die Anmeldung l&#228;uft &#252;ber ein Twitter oder Facebook Account. Derzeit ist Scoop.it allerdings noch in der geschlossenen Betaphase. Mit einer kurzen Nachricht an Scoop.it kann man begr&#252;nden, warum man jetzt schon dabei sein m&#246;chte. Nach der Wahl eines Thema, zu dem man Beitr&#228;ge kuratieren m&#246;chte und dem Ausf&#252;llen eines kurzen Profils, bietet Scoop.It dem Neuling ein Browser-Bookmarklet an, mit dem komfortabel Fundst&#252;cke auf die eigene Scoop.It Seite ziehen. Scoop.it macht Vorschl&#228;ge f&#252;r die Bef&#252;llung (die sind um so besser, je exakter man sein Profil ausgef&#252;llt hat). Man kann aber auch selbst Webseiten &#8220;scoopen&#8221;, wobei ein kurzes Snippet im Rahmen erzeugt wird. Die einzelnen Elemente k&#246;nnen an jede beliebige Position gezogen und mit eigenen Anmerkungen erg&#228;nzt werden.<br />
<a href="http://youtu.be/Bnr6QKKcsII">Hier</a> das Erkl&#228;rvideo.<strong></strong></p>
<p><strong>Beispiele:</strong><br />
Heiko Idensen kuratiert alles &#252;ber <a href="http://www.scoop.it/t/journalismus-2-0 ">Journalismus 2.0.</a><br />
Seite von Webdesigner <a href="http://www.scoop.it/t/webworkers-rundschau ">Henry Zeitler</a>.<br />
Donna Lipman gibt <a href="http://www.scoop.it/t/charismatic-presentation-skills">Tipps</a> &#252;bers Vortr&#228;ge Halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Curated.by</strong></p>
<p>Anders als bei den anderen Diensten k&#246;nnen Nutzer hier nicht nur ein Thema abonnieren, sondern einem Nutzer mit all seinen Themen folgen. Beitr&#228;ge, die man kuratiert, werden in sogenannten &#8220;Bundles&#8221; abgelegt. Auf der Homepage des jeweiligen Nutzers werden die Links zu den Bundles der Nutzer angezeigt, denen man folgt. Curated.by ist damit eine Mischung zwischen Twitter und Storify bzw. Storyful. F&#252;r Medien bietet dieser Dienst den Vorteil, ihre Themenvielfalt abbilden zu k&#246;nnen. Nachteil: Momentan unterst&#252;tzt dieser Dienst nur Twitter, weitere Plattformen sollen folgen.</p>
<p><strong>So geht&#8217;s:</strong><br />
Anmelden mit oder ohne Twitter-Account. Der Schritt-f&#252;r-Schritt-Anleitung folgen. Hilfe gibt es unter: <a href="http://www.curated.by/help">http://www.curated.by/help</a></p>
<p><strong>Beispiel:</strong><br />
Seite des schwedischen Social-Media-Experten <a href="http://www.curated.by/%20kullin/social-media">Hans Kullin</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Intersect.com</strong></p>
<p>Mit Intersect k&#246;nnen Geschichten mit Zeit- und Ortsdaten verkn&#252;pft und als Zeitstrahl und Karte dargestellt und eingeordnet werden. Nutzer k&#246;nnen sich anzeigen lassen, welche anderen Berichte sich auf den gleichen Zeitraum oder auf einen Ort in der N&#228;he beziehen. Die Grundidee ist vor allem f&#252;r die Anwendung im Lokaljournalismus interessant. Allerdings lebt das Tool davon, dass viele verschiedene Berichte und Quellen angezeigt werden. Und das ist bisher fast nur in den USA der Fall.</p>
<p><strong>So geht&#8217;s:</strong><br />
Nach der Anmeldung werden Story und &#220;berschrift eingetragen, mit Datum und Ort und wahlweise mit Fotos und Videos aus g&#228;ngigen sozialen Plattformen erg&#228;nzt. Bei YouTube gibt es dazu ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=m3rf_0uMvd8">Einf&#252;hrungsvideo</a>.</p>
<p><strong>Beispiele:</strong><br />
Einfach die Namen internationaler Metropolen im Suchfeld eingeben und dann den Zeitstrahl variieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. Pinterest.com</strong></p>
<p>Die Plattform existiert bisher nur als geschlossene Beta-Version. Pinterest nennt sich selbst eine „Online-Pinnwand“ und sieht auch so aus. Sehr sch&#246;n f&#252;r kleinere grafisch gestaltete Elemente, die auf einer einzigen Webseite pr&#228;sentiert werden sollen. Eines &#8220;der hei&#223;esten Startups online&#8221;, sagen <a href="http://rww.to/pc1VNt">manche</a>.<br />
<strong><br />
So geht’s:</strong><br />
Auf der Startseite per Buttonklick um eine Einladung bitten. Nutzer tragen Elemente bei, indem sie auf ein Bookmarklet in ihrem Browser klicken, wenn sie eine passende Abbildung sehen. Einzelne Pinterest-Seiten oder auch alle Seiten von einem Nutzer sind abonnierbar, so dass man keinen Eintrag („Pin“) verpasst. Einzelne Pins k&#246;nnen per Embedded-Code auf anderen Webseiten (z. B. WordPress-Blogs) eingebettet werden.<br />
<strong><br />
Beispiele:</strong><br />
Am besten auf die Startseite gehen und sich durch die Profile klicken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>7. Tumblr.com</strong></p>
<p>Tumblr ist eigentlich eine elegante und leicht zu bedienende Mikroblogging-Plattform. Es gibt bei Tumblr aber eine Funktion namens „Submissions“, mit der Beitr&#228;ge von anderen Nutzern auf dem eigenen Blog kuratiert werden k&#246;nnen. In solch einem Tumblr-Blog steht nicht mehr der Autor, sondern die Community im Mittelpunkt.</p>
<p><strong>So geht’s</strong>:<br />
Die Funktion muss zun&#228;chst in den Einstellungen aktiviert werden. Beitr&#228;ge von anderen („Submissions“) laufen dann auf der „Messages“-Seite ein, wo sie vom Blog-Administrator vor der Ver&#246;ffentlichung freigeschaltet werden m&#252;ssen.<br />
<strong><br />
Beispiele:</strong><br />
Tumblr der BBC-America-Serie <a href="http://doctorwho.tumblr.com/">„Doctor Who“</a>.<br />
Tumblr des <a href="http://tmagazine.tumblr.com/">&#8220;New York Times&#8221;-Magazines</a>.<br />
Tumblr der Mitgr&#252;nderin des preisgekr&#246;nten Modeblogs „LesMads“ <a href="http://lajessie.tumblr.com/ ">Jessie Wei&#223;</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Der Text erschien als Praxistipp in der Printausgabe 10-11/2011.</em></p>
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		<item>
		<title>Technik-Tipp: sichere Leaking-Plattformen</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 15:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Die WAZ hat eines, die taz und &#8220;Der Freitag&#8221; haben eins, weitere Investigativteams bauen welche auf: Whistleblowing-Portale à la Wikileaks, damit Informanten problemlos Material senden k&#246;nnen – und zwar anonym. Damit das auch problemlos klappt, hier ein paar Tipps f&#252;r sicheres Leaken. von Bernd Oswald Wer im Internet anonym leaken will, muss vor allem auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><strong>Die WAZ hat eines, die taz und &#8220;Der Freitag&#8221; haben eins, weitere Investigativteams bauen welche auf: Whistleblowing-Portale à la Wikileaks, damit Informanten problemlos Material senden k&#246;nnen – und zwar anonym. Damit das auch problemlos klappt, hier ein paar Tipps f&#252;r sicheres Leaken.</strong></p>
<p align="left"><em>von Bernd Oswald</em></p>
<p align="left">Wer im Internet anonym leaken will, muss vor allem auf Verschl&#252;sselung achten: Zum einen sollte die Verbindung des Computers des Absenders zur Leaking-Plattform beziehungsweise zum anonymen digitalen Briefkasten verschleiert werden, zum anderen sollte die Datei, die geleakt werden soll, verschl&#252;sselt werden.</p>
<p align="left"><strong>Verschl&#252;sselungsdienste:</strong> Eine einigerma&#223;en sichere Verbindung bietet die SSL-Verschl&#252;sselung, die hinter den https-Internetadressen steht. Die meisten Whistleblower-Portale sind unter einer https-Adresse (das s steht f&#252;r “secure”) zu erreichen. Um dar&#252;ber hinaus noch die IP-Adresse des eigenen Computers zu verschleiern, bietet es sich an, den deutschsprachigen Verschl&#252;sselungsdienst <a href="http://anon.inf.tu-dresden.de/">JAP des AN.ON-Projekts</a> zu verwenden. Der JAP-Proxy baut eine verschl&#252;sselte Verbindung zu einem Server auf, der die Anfrage an den Zielrechner (z.B. die Leaking-Plattform) verschl&#252;sselt noch &#252;ber weitere Server geleitet, so dass der Adressat nur die IP des letzten Rechners erf&#228;hrt.</p>
<p align="left"><strong>So geht&#8217;s</strong><strong>:</strong> Beim Upload auf das Leaking-Portal sollte zudem die Datei verschl&#252;sselt werden. Dazu wird meist das Kryptographie-Programm Pretty Good Privacy PGP verwendet. F&#252;r eine verschl&#252;sselte Kommunikation von E-Mails oder Dateien m&#252;ssen Sender und Empf&#228;nger in der Regel PGP installiert haben und ihren &#246;ffentlichen Schl&#252;ssel dem jeweils anderen mitteilen (beim <a href="https://www.derwesten-recherche.org/">WAZ-Recherche-Portal</a> erfolgt die Verschl&#252;sselung im Upload-Vorgang, ohne dass der Sender zuvor PGP installieren muss). Der Informant verschl&#252;sselt seine Datei mit dem &#246;ffentlichen Schl&#252;ssel dem Empf&#228;ngers, dieser entschl&#252;sselt die Datei mit seinem privaten Schl&#252;ssel.</p>
<p align="left"><strong>Hinterher:</strong> Selbst wenn das Dokument sicher bei der Leaking-Plattform angekommen ist, kann es unter Umst&#228;nden noch R&#252;ckschl&#252;sse auf den Absender zulassen. Wenn ein Medium also ein geleaktes Dokument ver&#246;ffentlichen will, sollte es zuvor die Metadaten entfernen und alles, was sonst Hinweise auf den Absender gibt, wie etwa handschriftliche Notizen, Stempel und Personennamen.</p>
<p align="left">___________</p>
<p><strong>LINKS:</strong><br />
Leaking-Seiten ausl&#228;ndischer Medien:</p>
<p><a href="http://transparency.aljazeera.net">Transparency-Portal des arabischen TV-Senders Al-Jazeera</a> (seit Januar 2011)<a href="https://austroleaks.kurier.at/"><br />
Upload-Portal des &#8220;Wiener Kuriers&#8221;</a> (seit Januar 2011)<br />
<a href="https://www.wsjsafehouse.com:">&#8220;Wall Street Journal&#8221; Safe House</a> (seit Mai 2011<a href="https://upload.radioleaks.se/">)<br />
</a><a href="https://upload.radioleaks.se/:">Whistleblowing beim &#246;ffentlich-rechtlichen Radio Schweden</a> (seit Februar 2011)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Der Technik-Tipp geh&#246;rt zum bilanzierenden St&#252;ck von Bernd Oswald &#252;ber die Whistleblowingportale deutschsprachiger Medien, erschienen in der Printausgabe 10-11/2011.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Als ob man ins Feindeslager geht&#8221;</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/als-ob-man-ins-feindeslager-geht/</link>
		<comments>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/als-ob-man-ins-feindeslager-geht/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 14:37:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[ZDF-Mann Klaus-Peter Siegloch ging in Rente. Nur um als Lobbyist f&#252;r den Luftverkehrsbranche weiterzumachen. Ein Gespr&#228;ch mit ihm &#252;ber seine Fernsehkarriere bei ARD und  ZDF und seinen Wechsel auf die andere Seite. Interview: Jan S&#246;fjer Noch ist Klaus-Peter Sieglochs Arbeitsplatz inmitten einer Baustelle: Die Zentrale des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in der Franz&#246;sischen Stra&#223;e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/SieglochKlausPeter2_credit-BDL.jpg" rel="lightbox[11412]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11413" title=" " src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/SieglochKlausPeter2_credit-BDL-220x146.jpg" alt="Klaus Peter Siegloch" width="239" height="157" /></a>ZDF-Mann Klaus-Peter Siegloch ging in Rente. Nur um als Lobbyist f&#252;r den Luftverkehrsbranche weiterzumachen. Ein Gespr&#228;ch mit ihm &#252;ber seine Fernsehkarriere bei ARD und  ZDF und seinen Wechsel auf die andere Seite.</strong></p>
<p>Interview: Jan S&#246;fjer<br />
<em><br />
</em></p>
<p><em>Noch ist Klaus-Peter Sieglochs Arbeitsplatz inmitten einer Baustelle: Die Zentrale des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in der Franz&#246;sischen Stra&#223;e in Berlin ist noch nicht ganz fertig. Die Fahrstuhlw&#228;nde sind mit Holzplatten versperrt, die Anzeige tot. Oben im Lift-Vorraum werkeln noch Arbeiter, in T&#252;r zum Flur fehlen die Scheiben. „Sie k&#246;nnen auch durchsteigen“, gr&#252;&#223;t Siegloch, bietet Getr&#228;nke an und nimmt das Jackett ab. Sein B&#252;ro ist gro&#223; und ziemlich leer. Auf dem Tisch in der Sitzecke liegt ein Buch &#252;ber Zeppeline.</em></p>
<p><strong>Herr Siegloch, Sie wohnen zum ersten Mal in Berlin. Hat das den Abschied von New York leichter gemacht. </strong></p>
<p>Ja, das kann man so sagen. Manches hier ist zwar nach wie vor Provinz und nicht Weltmetropole, die New Yorker sind da cooler, die wissen, St&#228;dte sind ein Organismus, ver&#228;ndern sich immer weiter, aber Berlin hat auch ein bisschen von dieser New Yorker Gebrochenheit, ist nie ganz fertig. Man entdeckt immer etwas Neues, das macht Spa&#223;.</p>
<p><strong>Im Mai gingen Sie in den Ruhestand, nach 23 Jahren beim ZDF und achteinhalb bei der ARD. Wie haben Sie sich gef&#252;hlt, als es tats&#228;chlich soweit war? </strong></p>
<p>Das war gar nicht so schwierig, wie ich es mir vorgestellt hatte. Am 1. Juni fing ich beim BDL an, da war nicht viel Zeit zum Nachdenken. Als ich dann aber noch mal f&#252;r meine Verabschiedung vier Tage in New York war und mit den Kollegen im wundersch&#246;nen B&#252;ro mit Blick auf Manhatten sa&#223;, auch der Intendant war da, ist noch mal der Film der ganzen Jahre abgelaufen. Da wurde mir deutlich, was f&#252;r eine fantastische Zeit es gewesen ist. Ich habe mehr Dinge erreicht, als ich mir als Student ertr&#228;umte. Ich hatte verdammt viel Gl&#252;ck.</p>
<p><strong>Und jetzt ist es vorbei. </strong></p>
<p>Es ist eine gewaltige Lebensumstellung. Manchen Kollegen macht das auch richtig Probleme. Journalismus ist ja kein 9-to-5-Beruf, sondern etwas, das alles umfasst, dem man letzten Endes alles unterordnet, wenn man ehrlich ist. Doch man muss die Z&#228;sur nutzen. Wenn man versucht, einen Abschied ewig hinaus zu z&#246;gern, ist man unehrlich zu sich selbst. Ich h&#228;tte nat&#252;rlich die M&#246;glichkeit gehabt, noch ein bisschen was f&#252;r das ZDF zu machen, aber ich hielt das f&#252;r beide Seiten f&#252;r keine gl&#252;ckliche L&#246;sung. Ich bin mit Leidenschaft Reporter gewesen, finde aber, dass wir Alten irgendwann verschwinden und den Jungen Platz machen m&#252;ssen.</p>
<p><strong>Nun haben Sie die Seiten gewechselt, sind nun Lobbyist: als Pr&#228;sident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Wie kam&#8217;s?<br />
</strong></p>
<p>Ich bin im vorigen November von einem Headhunter angesprochen worden, ob ich mir diese Aufgabe vorstellen k&#246;nnte. Zun&#228;chst war ich verwundert, weil ich kein Fachmann f&#252;r Luftverkehrswirtschaft war. Das habe ich denen auch gesagt, aber sie meinten, wir suchen jemanden, der in einer komplexen Organisation moderieren kann und Erfahrung in der Personalf&#252;hrung hat. Die Menschen kennen mich nur als Moderator und Reporter, aber beim ZDF habe ich auch Administratives gemacht und damals die Hauptredaktion Aktuelles mit fast 250 Mitarbeitern geleitet. Das war eine Management-Ausgabe. Der neue Job ist f&#252;r mich nat&#252;rlich eine Herausforderung, aber als Journalist musste ich mich immer relativ schnell in neue Themen einarbeiten, das<ins cite="mailto:Eva-Maria%20McCormack" datetime="2011-09-29T17:14"></ins> hat mir hier geholfen.</p>
<p><strong>Was ist Ihre Aufgabe?<br />
</strong></p>
<p>Eine wichtige Aufgabe ist die Moderation. Beim BDL haben die Mitglieder oft sehr verschiedene Interessen. Die Flugh&#228;fen und die Fluggesellschaften zum Beispiel. Die einen setzen Entgelte fest, die anderen zahlen. Da gibt es Spannungen und dann ist es hilfreich, wenn jemand moderiert, der einen Blick von au&#223;en hat.</p>
<p><strong>Gab es denn Alternativen?</strong></p>
<p>Ich habe mir verschiedene Dinge &#252;berlegt, nicht alles Fulltime-Szenarios. Denn <ins cite="mailto:Eva-Maria%20McCormack" datetime="2011-09-29T17:15"></ins>nichts zu machen und in die Luft zu gucken, w&#228;re nichts f&#252;r mich gewesen.</p>
<p><strong>Sie sind durch Ihre Karriere im &#246;ffentlich-rechtllichen Rundfunk bekannt geworden. Nun nutzen Sie Ihre Bekanntheit als Lobbyist. Sehen Sie darin keinen Konflikt?</strong></p>
<p>Das Echo unter den Kollegen war sehr unterschiedlich. Manche fanden es toll, andere sagten, jetzt gehst du ja auf die andere Seite. Das klingt immer so, als ob man ins Feindeslager geht. So empfinde ich das gar nicht. Ich kommuniziere und bin Mittler. Ich m&#246;chte aber auch von der Gesellschaft in unsere Branche zur&#252;ck vermitteln. Wir sind ein Teil der Gesellschaft und k&#246;nnen nicht sagen, wir wollen hier nur Profit machen. Ich habe mir vorgenommen, mich auch mit Umweltorganisationen und Kritikern von neuen Startbahnen zu treffen, um mir ihre Argumente anzuh&#246;ren. Ich mache etwas, das ich auch in meinem Fernsehjahren gemacht habe.</p>
<p><strong>Wo begann Ihre Karriere als Journalist?</strong></p>
<p>In meinem Hamburger Gymnasium habe ich mit Freunden die Sch&#252;lerzeitung 57-61 gegr&#252;ndet, benannt nach der Hausnummer. Im Studium gr&#252;ndete dann ein Kommilitone ein Magazin mit Reportagen. Das kam mir entgegen, weil ich schreiben und fotografieren wollte. Ich jobbte damals auch mal beim NDR Jugendfunk, aber da fehlten mir die  Bilder. Gegen Ende der Uni bewarb ich mich als freier Mitarbeiter bei der Tagesschau. 1972, im Jahr des Anschlags auf die Olympischen Spiele in M&#252;nchen. Bei diesem tragischen Ereignis konnte ich mich als Journalist bew&#228;hren und bekam einen festen Vertrag.</p>
<p><strong>1988 verlie&#223;en Sie dann die ARD und gingen zum ZDF. Warum?</strong></p>
<p>Beim NDR habe ich sowohl f&#252;rs Regionale gearbeitet als auch die Tagesthemen als einer von sechs Leuten moderiert. Das war aber vorbei als Hajo Friedrichs und Ulrike Wolf kamen und nur noch die beiden moderierten. Ich moderierte noch das Hamburg Journal, hatte aber das Gef&#252;hl, dass sich beim NDR nichts bewegte, es war ein totes Gleis.</p>
<p><strong>Wie gelang Ihnen der Wechsel?</strong></p>
<p>In der Maske beim NDR traf ich oft Hajo Friedrichs. Irgendwann fragte er mich: Herr Siegloch, wollen Sie eigentlich ewig im Regional-Programm bleiben? Dann hat er mit seinen alten ZDF-Kollegen geredet und eines Tages bekam ich einen Anruf vom ZDF-Intendanten. Er fragte, ob ich nicht mal vorbeikommen wolle.</p>
<p><strong>1994 gingen Sie dann als B&#252;roleiter nach Washington.</strong></p>
<p>In Amerika zu arbeiten, war immer ein Traum von mir. Ich bin am liebsten Reporter, bin gerne bei den Menschen. Wenn man aus der Distanz berichtet, f&#252;hlt man das Leben nicht. Nur vor Ort bekommt bekommt man die Stimmung mit, die Reporter den Zuschauern vermitteln sollen.</p>
<p><strong>Sind Ihre Frau und Ihre Kinder gerne in die USA mitgekommen? </strong></p>
<p>Meine Kinder fanden das zuerst gar nicht komisch. Sie waren mitten in der Pubert&#228;t. Meine Frau hat sich dann sehr um sie gek&#252;mmert. Ihren Beruf als Krankengymnastin konnte sie in Amerika leider nicht aus&#252;ben, weil es dort andere Pr&#252;fungsvoraussetzungen gibt.</p>
<p><strong>Gaben Sie Ihren Traumjob f&#252;nf Jahre sp&#228;ter wegen der Familie auf?</strong></p>
<p>Es war eine Konzession. Unsere Kinder waren mit der Schule fertig und wollten in Deutschland studieren.</p>
<p><strong>Wo sie dann die &#8220;heute&#8221;-Nachrichten moderierten. </strong></p>
<p>Ja, das war auch interessant, aber kein Reporterleben, man steht im Studio und bekommt die Wirklichkeit nur vermittelt. Deswegen habe ich damals den „anchor on location“ eingef&#252;hrt. Wir sind dann vier f&#252;nf Mal im Jahr mit der Sendung an den Ort des Geschehens gegangen.</p>
<p><strong>Acht Jahre sp&#228;ter waren sie &#8220;heute journal&#8221;-Moderator und stellvertretender Chefredakteur und schmissen dennoch alles hin, um wieder nach Washington zu gehen. Kam da wieder der Reporter durch?</strong></p>
<p>Ja, ich war Chef der Aktualit&#228;t, einer Riesenabteilung, und nebenbei Moderator. Aber ich habe immer gesagt, ich m&#246;chte das nicht bis zu meiner Pensionierung machen. Ich habe dann das gro&#223;e Gl&#252;ck gehabt, als ich wieder nach Amerika ging, den spannendsten Wahlkampf seit 50 Jahren zu erleben. Eineinhalb Jahre lang bin immer wieder durch die USA gereist und habe Obamas Wahlkampf verfolgt. Da hat mir das Land noch mal viel erz&#228;hlt. Auch die letzten zweieinhalb Jahre in New York, die Wallstreet, die Vereinten Nationen waren spannend.</p>
<p><strong>Vor drei Jahren kritisierten einige ZDF-Korrespondenten, dass Au&#223;enpolitik im Haus nur noch selten Prime<ins cite="mailto:Eva-Maria%20McCormack" datetime="2011-09-29T17:15"></ins>time-f&#228;hig sei. Hat sich der Stellenwert der Korrespondenten verringert?</strong></p>
<p>Nein, er hat sich vergr&#246;&#223;ert. Es gibt aber eine Ver&#228;nderung, die wir beklagen, die aber nicht r&#252;ckg&#228;ngig zu machen ist. Die kontinuierliche Berichterstattung ist von der Krisenberichterstattung abgel&#246;st worden, eine Katastrophe jagt die n&#228;chste. Wir k&#246;nnen aber nicht sagen, wir verschweigen manches, um Entwicklungsberichterstattung zu machen. Doch im Vergleich zu den amerikanischen Zuschauern, werden die deutschen noch relativ gr&#252;ndlich &#252;ber die Ereignisse in der Welt informiert. Wenn es nicht rummst und keine Amerikaner beteiligt sind, findet in den USA praktisch keine Auslandsberichterstattung statt.</p>
<p><strong>Was hat sich noch ver&#228;ndert? </strong></p>
<p>Der Zeitdruck. Als ich bei der Tagesschau gearbeitet habe, da kamen die Filmrollen erst mit einem Tag Versp&#228;tung an. Heute gibt es Bilder zu Ereignissen, zu denen wir noch gar nichts wissen. Als 2004 Rebellen die Schule von Beslan im Kaukasus <ins cite="mailto:Eva-Maria%20McCormack" datetime="2011-09-29T17:15"></ins>&#252;berfielen, hatten wir Livebilder von drei Kameras, aber selbst wir wussten zuerst <ins cite="mailto:Eva-Maria%20McCormack" datetime="2011-09-29T17:16"></ins>&#252;berhaupt nicht, was los war.</p>
<p><strong>Welches Ereignis Ihrer nun beendeten Fernsehkarriere behalten Sie ganz besonders in Erinnerung?</strong></p>
<p>Den Fall der Mauer. Ich war damals Chef der ZDF Innenpolitik geworden und hatte das ZDF-Spezial eingef&#252;hrt. Als die Mauer fiel, haben wir jeden Tag eins gesendet <ins cite="mailto:Eva-Maria%20McCormack" datetime="2011-09-29T17:16"></ins> und <ins cite="mailto:Eva-Maria%20McCormack" datetime="2011-09-29T17:16">i</ins>m Anschluss daran sind wir ein halbes Jahr durch Ostdeutschland getourt und haben &#252;berall Sondersendungen gemacht.</p>
<p><strong>Haben Sie auch mal etwas furchtbar verhauen?</strong></p>
<p>Ja. An dem Tag, an dem offiziell das Brandenburger Tor wiederer&#246;ffnet wurde. Helmut Kohl sollte  dort mit gro&#223;er politischer Begleitung vom Westen durch das Tor nach Osten gehen. Wir hatten alles vorbereitet, &#252;berall Kamerapositionen, alles von der Polizei abgesperrt. Kohl sollte an mir vorbeikommen und einen O-Ton geben. Doch pl&#246;tzlich wurden die Barrieren beiseite ger&#228;umt. Innerhalb von zwei Minuten waren die Menschen &#252;berall. Alles schob sich, es war das Chaos. Und dann fing es wie wahnsinnig an zu regnen.</p>
<p><strong>Sie bekamen kein Kohl-Zitat.</strong></p>
<p>Nein. Ich sollte mit Ruprecht Eser, der auf der anderen Torseite stand, im Wechsel moderieren, doch ich war nicht mehr zu finden. Eser hat, glaube ich, zwei Stunden ununterbrochen geredet. Irgendwann einmal kam ich v&#246;llig durchn&#228;sst an einer Kamera vorbei, machte einen halben Aufsager und war schon wieder weitergedr&#228;ngelt worden. Das war der gr&#246;&#223;te Reporterflop, den ich mir je geleistet habe. Die ARD war auf Nummer sicher gegangen und hatte ein gro&#223;es Gestell gebaut, auf dem Fritz Pleitgen sa&#223;, aber ich wollte nicht auf einem Turm sitzen, wenn da unten das Leben ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foto: © BDL</p>
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		<title>Lesetipps: Glosse, Technik, Terror</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 14:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[ von Bernd St&#246;&#223;el 1. Meinungsfreude: &#8220;Kommentar, Glosse, Kritik&#8221; Diese drei meinungsorientierten oder urteilenden Darstellungsformen haben ihre ganz eigenen Anforderungen. Edmund Schalkowski, Leiter der „Akademie f&#252;r Journalistenausbildung“ im westf&#228;lischen Hamm, schreibt ihnen nicht weniger als einen „aufkl&#228;rerischen Impuls“ zu: Sie sollen Licht ins Dunkel bringen und zu einem aufrechten Gang anleiten. W&#228;hrend der Kommentar die Grundform [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em><em>von Bernd St&#246;&#223;el</em></p>
<p><strong>1. Meinungsfreude: &#8220;Kommentar, Glosse, Kritik&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/9783867641401_CMYK.jpg" rel="lightbox[11402]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11403" title="9783867641401_CMYK" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/9783867641401_CMYK-152x220.jpg" alt="&quot;Kommentar, Glosse, Kritik&quot;" width="121" height="177" /></a><strong></strong></p>
<p>Diese drei meinungsorientierten oder urteilenden Darstellungsformen haben ihre ganz eigenen Anforderungen. Edmund Schalkowski, Leiter der „Akademie f&#252;r Journalistenausbildung“ im westf&#228;lischen Hamm, schreibt ihnen nicht weniger als einen „aufkl&#228;rerischen Impuls“ zu: Sie sollen Licht ins Dunkel bringen und zu einem aufrechten Gang anleiten. W&#228;hrend der Kommentar die Grundform der urteilenden Texte sei, handele es sich bei Glosse und Kritik um  Sonderformen. Der Leitartikel, der „gro&#223;e Bruder“ des Kommentars, ignoriere in seiner L&#228;nge gerne mal den Zeitgeist und beanspruche f&#252;r sich 100 bis 150 Zeilen. Glossenschreibern in spe empfiehlt der Autor nachvollziehbarerweise die Lekt&#252;re des „Streiflichts“ der „S&#252;ddeutschen Zeitung“. Die Charakterisierung von „Zippert zappt“ („Welt“) als „g&#246;ttlich“ hingegen darf, der Thematik des Buches entsprechend, als Meinungs&#228;u&#223;erung durchgewunken werden. Zur Darstellungsform der Kritik merkt Schalkowski an, st&#252;nden Journalisten im gesellschaftlichen Ansehen ohnehin nicht besonders gut da, so sei das Bild der Kritiker in der &#214;ffentlichkeit verheerend. Da kann etwas S&#252;ffisanz nicht schaden: Die Kritik erschlie&#223;e Kunstwerke, sei selbst aber keines.</p>
<p><strong><em>Edmund Schalkowski:<br />
&#8220;Kommentar, Glosse, Kritik&#8221;<br />
UVK 2011,  230 Seiten, 24,90 Euro.</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Technisch: &#8220;Schreiben &#252;ber Technik&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/9783867642873_CMYK.jpg" rel="lightbox[11402]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11404" title="9783867642873_CMYK" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/9783867642873_CMYK-151x220.jpg" alt="&quot;Schreiben &#252;ber Technik&quot;" width="123" height="178" /></a>Die Berichterstattung &#252;ber Technik finde in den Medien in keinem eigenen Ressort statt, beklagen Michael Bechtel und Volker Thomas in ihrem Vorwort. So m&#252;sse sich der Wissenschaftsjournalismus ihrer annehmen. Das Dilemma: Dort seien Schreiber mit TU-Abschl&#252;ssen eher selten anzutreffen. Wer eine Ingenieur-Laufbahn anstrebe, habe in der Regel schon in der Schule mit „sch&#246;ngeistigen Dingen und der Welt der Sprache“ abgeschlossen. Die meisten Techniker f&#252;hlten sich zur sprachlichen Vermittlung ihrer Arbeit au&#223;erhalb ihrer vertrauten Fachkreise einfach nicht berufen. Das Buch „Schreiben &#252;ber Technik“ will hier Abhilfe schaffen. Es richtet sich nicht nur an Technikjournalisten, sondern auch an Texter von PR-Agenturen oder Mitarbeiter von technischen Hochschulen. Gute Schreiber mit naturwissenschaftlich-technischem Sachverstand seien eine Seltenheit &#8211; und entsprechend gefragt. „Die zehn h&#228;ufigsten Sprachm&#228;ngel“ darf sich aber jeder Journalist, egal &#252;ber welche Fachgebiete er schreibt, vergegenw&#228;rtigen. Geschw&#228;tzigkeit zum Beispiel sch&#228;tzt kein Leser.</p>
<p><strong><em>Michael Bechtel/Volker Thomas:<br />
&#8220;Schreiben &#252;ber Technik&#8221;<br />
UVK 2011, 233 Seiten, 24,90 Euro</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Terror total: &#8220;Terror in der Medienberichterstattung&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/978-3-531-18241-41.jpg" rel="lightbox[11402]"><img class="alignleft size-medium wp-image-11406" title=" " src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/978-3-531-18241-41-155x220.jpg" alt="&quot;Terror in der Medienberichterstattung&quot;" width="114" height="162" /></a>Wie gehen internationale Fernsehsender mit dem brisanten Thema Terror um? Die Politologin Bernadette Linder vergleicht in ihrer Studie die Berichterstattung von CCN International und BBC World mit jener von Al-Jazeera English (Sitz in Katar). Grunds&#228;tzlich berichteten die Medien vor allem aktuell &#252;ber einzelne Attentate, nicht zuletzt aus Zeitmangel seien Hintergrundgeschichten eher d&#252;nn ges&#228;t. Die Autorin kommt zu dem h&#246;flich formulierten Ergebnis, dass CNN dazu tendiere, keine voreiligen Schl&#252;sse gegen das US-Milit&#228;r zu ziehen. Im Vergleich lege BBC eine gr&#246;&#223;ere Distanz zu einzelnen Ereignissen an den Tag &#8211; der Sender sei traditionell f&#252;r seine Sachlichkeit bekannt. Ansto&#223; f&#252;r die Untersuchung von Bernadette Linder, mit der sie an der Universit&#228;t Innsbruck promoviert wurde, war die Frage, ob Al-Jazeera English als „Sprachrohr der Terroristen“ gelten k&#246;nne, wie westliche Kritiker immer wieder behaupten. Fazit: Signifikante Unterschiede zu CNN und BBC seien nicht festzustellen, Al Jazeera-English k&#246;nne sich durchaus mit der Konkurrenz messen. Die Schicksale der Opfer w&#252;rden allerdings st&#228;rker beleuchtet.</p>
<p><strong><em>Bernadette Linder:<br />
&#8220;Terror in der Medienberichterstattung&#8221;,<br />
VS Verlag f&#252;r Sozialwissenschaften 2011, 374 Seiten, 49,95 Euro</em></strong></p>
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