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		<title>Warum der ZDF-Staatsvertrag ge&#228;ndert werden muss</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 17:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mainzer Verfassungsrechtler Dieter D&#246;rr h&#228;lt den bestehenden ZDF-Staatsvertrag  f&#252;r verfassungswidrig, weil die Gremien nach seiner Bewertung zu staatsnah besetzt sind. Die Klageschrift f&#252;r ein Normenkontrollverfahren  hat er bereits geschrieben (mehr Hintergrund s. mediummagazin 3/2010). Wo sieht er Handlungsbedarf &#8211; und Chancen?
Interview: AXEL BUCHHOLZ
Herr Prof. D&#246;rr, f&#252;hlen Sie sich als ungebundener Wissenschaftler eigentlich wohl in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mainzer Verfassungsrechtler Dieter D&#246;rr h&#228;lt den bestehenden ZDF-Staatsvertrag  f&#252;r verfassungswidrig, weil die Gremien nach seiner Bewertung zu staatsnah besetzt sind. Die Klageschrift f&#252;r ein Normenkontrollverfahren  hat er bereits geschrieben (mehr Hintergrund s. mediummagazin 3/2010). Wo sieht er Handlungsbedarf &#8211; und Chancen?</p>
<p><strong>Interview:</strong><em> <span style="font-style: normal;">AXEL BUCHHOLZ</span></em></p>
<p><strong><em><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Dieter-Doerr_web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6787" title="Dieter-Doerr_web" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Dieter-Doerr_web-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a>Herr Prof. D&#246;rr, f&#252;hlen Sie sich als ungebundener Wissenschaftler eigentlich wohl in der politischen Gesellschaft nur von Gr&#252;nen und Linken?</em></strong></p>
<p><em> </em></p>
<p>Dieter D&#246;rr: Mir geht es darum, einen so weit wie m&#246;glich staatsfreien &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verteidigen. Notfalls mit einem Normenkontrollverfahren, wie ich das jetzt beim ZDF f&#252;r erforderlich halte. Daher sind mir Abgeordnete aus allen Fraktionen sehr willkommen, die dieses Ziel unterst&#252;tzen.</p>
<p><em><strong>Ohne sie k&#228;me eine &#220;berpr&#252;fung des ZDF-Staatsvertrages durch das Verfassungsgericht ja auch nicht zustande…</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Wir B&#252;rger tragen gemeinsam Verantwortung f&#252;r „unseren“ &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die gew&#228;hlten Volksvertreter aller Parteien voran.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em><strong>Aus anderen Lagern kommt aber bislang mehr Widerstand als Unterst&#252;tzung. Wolfgang B&#246;rnsen, kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sieht die Rundfunkfreiheit beim ZDF nicht in Gefahr und bei Ihnen erkennt er „mehr Ideologie als Sachverstand“  am Werk.</strong></em></p>
<p>Es gibt es auch andere Stimmen bei der CDU. Die langj&#228;hrige CDU-Medienexpertin im Europaparlament, Ruth Hieronymi, w&#252;rde eine rechtliche &#220;berpr&#252;fung „klar begr&#252;&#223;en“. Frau Hieronymi ist immerhin die Vorsitzende des WDR-Rundfunkrates. Im &#220;brigen: Wenn Herr B&#246;rnsen sich da so sicher ist, sollte er eine Entscheidung des  Verfassungsgerichts nicht scheuen – schon um seine Partei vom Vorwurf des politischen Machtmissbrauchs zu befreien.</p>
<p><em><strong>Der rheinland-pf&#228;lzische Ministerpr&#228;sident Kurt Beck (SPD), auch Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrates  und der Rundfunkkommission der L&#228;nder, sieht aber ebenfalls „keinen Grund wegen Fehlentscheidungen Einzelner den Fehler zu begehen, das ganze System plattzumachen“. </strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Beck schlie&#223;t dennoch den Gang zum Verfassungsgericht nicht aus. Korrekturen h&#228;lt er ebenfalls f&#252;r erforderlich. Daf&#252;r bevorzugt er aber eine einvernehmliche &#196;nderung des ZDF-Staatsvertrages durch alle Bundesl&#228;nder. Daf&#252;r hat er Vorschl&#228;ge gemacht.</p>
<p><em><strong>…die Sie f&#252;r nur „kosmetische Korrekturen“ halten…</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Es w&#228;re ein Schritt in die richtige Richtung, auf den Vertreter des Bundes im Verwaltungsrat zu verzichten und die gesellschaftlich relevanten Organisationen, ihre Vertreter im Fernsehrat selbst bestimmen zu lassen. Aber das reicht nicht aus, die gebotene Staatsferne der ZDF-Gremien zu erreichen.<em> </em>Ich habe aber <em> </em>Zweifel, ob ein so ver&#228;nderter Staatsvertrag einer verfassungsgerichtlichen &#220;berpr&#252;fung standhielte.</p>
<p><em><strong>Was fehlt ihnen?</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Der Vorschlag h&#228;lt daran fest, dass alle L&#228;nder je einen von der jeweiligen Landesregierung ausgew&#228;hlten Vertreter in den Fernsehrat entsenden. Zudem sollen die Ministerpr&#228;sidenten wie bisher weitere sechzehn Vertreter aus bestimmten Bereichen, wie Kunst, Kultur Kinderschutz usw. berufen, also frei ausw&#228;hlen d&#252;rfen. Genau dies m&#252;sste aber nach meiner Auffassung ge&#228;ndert werden, um dem Grundsatz der Staatsferne zu gen&#252;gen.</p>
<p><em><strong>Gr&#252;ne und Linke haben in den ZDF-Gremien kaum Einfluss. Sie k&#246;nnen deshalb nichts verlieren. Eine eventuelle Korrektur der Zusammensetzung der Gremien durch das Bundesverfassungsgericht w&#252;rde also vor allem die beiden Gro&#223;en treffen. Verweigern die sich deshalb bislang?</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Politische Mehrheiten k&#246;nnen sich &#228;ndern. Aber lassen Sie mich die Frage als Verfassungsrechtler beantworten: Die Gremien unserer &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten m&#252;ssen plural besetzt sein. Keine einzelne Gruppe unserer Gesellschaft darf sie dominieren. Schon gar nicht der Staat und auch nicht die politischen Parteien. Der einzige aber, der dies in unserer Demokratie durch entsprechende Rundfunkgesetze oder Staatsvertr&#228;ge sicherstellen kann, ist nun einmal der Staat selbst. Der Staat und die politischen Parteien m&#252;ssen sich also selbst in ihrer Macht beschr&#228;nken.</p>
<p><em><strong>Und wer am meisten davon hat, dem f&#228;llt’s am schwersten…</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Ja, das ist im Grundsatz ein nicht aufl&#246;sbarer Konflikt. Aber wir haben eben als unabh&#228;ngige Instanz noch das Bundesverfassungsgericht.</p>
<p><em><strong>Das k&#246;nnte doch aber auch diesen Grundkonflikt nicht aufheben und auch nicht verhindern, dass Politiker in den Gremien Freundeskreise und damit  Einfluss organisieren, oder? </strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Nein, aber es k&#246;nnte die H&#252;rden daf&#252;r viel h&#246;her machen, etwa von den Regierungen entsandte Vertreter weitgehend oder ganz ausschlie&#223;en, Inkompatibilit&#228;tsregelungen dergestalt aufstellen, dass Mitglieder der gesetzgebenden und beschlie&#223;enden Organe der europ&#228;ischen Union, des Bundes und der L&#228;nder dem Fernseh- und Verwaltungsrat nicht angeh&#246;ren k&#246;nnen und die Zahl der von den politischen Parteien entsandten Vertreter reduzieren.</p>
<p><em><strong>Was w&#252;rde das Ihres Erachtens f&#252;r den ZDF-Verwaltungsrat  mindestens bedeuten?</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Ich kann und will einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in keiner Weise vorgreifen. Aus meiner Sicht w&#228;re allerdings der Staatsferne des Verwaltungsrats gedient, wenn diesem Gremium au&#223;er den vom Fernsehrat gew&#228;hlten Mitgliedern allenfalls ein vom jeweils aufsichtsf&#252;hrenden Land entsandter Vertreter angeh&#246;rt.</p>
<p><strong> …</strong><em><strong>und f&#252;r den Fernsehrat?</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Dessen Zusammensetzung m&#252;sste aus meiner Sicht grundlegend ge&#228;ndert werden. Ihm sollten &#252;berwiegend von den gesellschaftlich relevanten Verb&#228;nden und Organisationen entsandte Vertreter angeh&#246;ren, die von diesen ohne staatliche Mitwirkung oder Mitentscheidung ausgew&#228;hlt werden. Auf Vertreter von Regierungen oder von Regierungen ausgew&#228;hlte Mitglieder sollte im Interesse der Staatsferne g&#228;nzlich verzichtet werden.</p>
<p><strong><em> Auch auf Vertreter der politischen Parteien?</em></strong></p>
<p><strong><em><span style="font-style: normal; font-weight: normal;">Nein. Die politischen Parteien geh&#246;ren ohne Zweifel zu den gesellschaftlich relevanten Organisationen. Sie sollten Vertreter entsenden d&#252;rfen, allerdings in einem sehr begrenzten Umfang.</span></em></strong></p>
<p><em><strong>Kurt Beck warnte davor, dass die Politik nach solch einer Entscheidung „&#252;ber Umwege viel intensiver pr&#228;sent (w&#228;re) als je zuvor“. Und „in einem solchen Spiel niemand mehr identifizierbar (w&#228;re) …und die Verantwortung &#252;bernehmen (w&#252;rde)“.</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Das glaube ich nicht. Das Gewicht der sog. Grauen, also der parteipolitisch Ungebundenen, w&#252;rde gest&#228;rkt. Ihre Chancen w&#252;rden steigen, sich in unser aller Interesse als politische Spielverderber zu bet&#228;tigen.</p>
<p><em><strong>Auch der fr&#252;here Intendant des Deutschlandradios, Ernst Elitz, warnt: „Werden die Verbindungen zur Politik gekappt,  jubeln die Privaten“.</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Es ist richtig, der &#246;ffentlich-rechtliche Rundfunk braucht  die Unterst&#252;tzung der Politik in vielerlei Hinsicht: etwa<em> </em>bei der Verteidigung seiner Position gegen&#252;ber der privaten Konkurrenz in Deutschland und gegen Vorbehalte der EU in Br&#252;ssel, bei Geb&#252;hrenerh&#246;hungen und der Sicherung  der Werbeeinnahmen. Gerade deshalb muss aber verhindert werden, dass auch noch die Gremienbesetzung als Einfallstor f&#252;r politische Einflussnahme offen bleibt.    Also: Verbindungen ja nat&#252;rlich, aber keine „Inbesitznahme“.</p>
<p><em><strong>Die Grunds&#228;tze einer Entscheidung des Verfassungsgerichts w&#252;rden ja ebenfalls f&#252;r die ARD gelten.  M&#252;ssten dann viele Landesgesetze oder Staatsvertr&#228;ge ge&#228;ndert werden?</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Also gewiss nicht beim NDR. Den Staatsvertrag f&#252;r diese Vier-L&#228;nderanstalt hat die Politik selbst bereits vor Jahren ann&#228;hernd vorbildlich ausgestaltet. Aber auch bei den anderen ARD-Anstalten ist jedenfalls kein sehr gro&#223;er Nachbesserungsbedarf zu erwarten. Eine Ausnahme ist vielleicht der MDR, wo die Zahl der staatlichen bzw. dem Staat zuzurechnenden Vertreter ziemlich hoch ist. All dies h&#228;ngt nat&#252;rlich davon ab, wie streng die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts sein werden.</p>
<p><em><strong>Bei allen &#246;ffentlich-rechtlichen Sendern werden ja die Intendanten von Gremien gew&#228;hlt. Der Machtpoker der Politik wird dabei immer wieder einmal &#246;ffentlich. Ist es denn rechtens, dass die Intendanten dann zur Berufung ihrer leitenden Mitarbeiter  noch einmal die Zustimmung der Gremien brauchen?</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Die Anstalten werden arbeitsteilig gef&#252;hrt. Deswegen ist bis zu einer gewissen Ebene (Direktoren und Hauptabteilungsleiter) dagegen nichts zu sagen. Voraussetzung bleibt aber, dass die Gremien wirklich die Gesamtgesellschaft (also uns alle) in ihrer Zusammensetzung widerspiegeln und nicht einseitig von Staat und/oder Parteien gelenkt oder gar dominiert werden.</p>
<p><em><strong>Welche Chancen geben Sie den 17 deutschen Journalisten und Verlagsvertretern, die im Fall Brender einen Versto&#223; gegen die europ&#228;ische Pressefreiheits-Charta sehen und sich deshalb an die Europ&#228;ische Kommission und den Europarat gewendet  haben?</strong></em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Die parlamentarische Versammlung des Europarats hat sich auf der Grundlage dieser Initiative bereits kritisch zu der aus ihrer Sicht fehlenden Staatsferne des &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland ge&#228;u&#223;ert<em>.</em> Allerdings k&#246;nnen weder der Europarat noch die Europ&#228;ische Kommission den ZDF-Staatsvertrag &#228;ndern. Vielmehr bleibt es die Aufgabe Deutschlands, also der L&#228;nder, den ZDF-Staatsvertrag so zu gestalten, dass er dem Gebot der Staatsferne entspricht. Dies wird ohne die Hilfe des Bundesverfassungsgerichts nach meiner Einsch&#228;tzung nicht gelingen.</p>
<p><em><strong>Der bekannte Bonner Rechtsanwalt und Medienrechtsexperte Gernot Lehr ist da anderer Meinung: Die „Keule des Verfassungsgerichts“  brauche es nicht. <span style="font-style: normal; font-weight: normal;"><em><strong>Der Fernsehrat h&#228;tte im Fall Brender das Verwaltungsgericht gegen die Entscheidung des Verwaltungsrats wegen fehlender Zust&#228;ndigkeit anrufen k&#246;nnen.</strong></em></span></strong></em></p>
<p>Das Grund&#252;bel ist doch, dass beide R&#228;te zu staatsnah besetzt sind. Warum sollte dann der eine das Gericht gegen die Entscheidung des anderen bem&#252;hen? Wie will man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? In einer gemeinsamen Erkl&#228;rung haben 35 deutsche Verfassungsrechtler hier den „Verfassungsfall“ gegeben gesehen. Ich geh&#246;re dazu, weil ich den &#246;ffentlich-rechtlichen Rundfunk f&#252;r ein hohes gesamt-gesellschaftliches Gut halte. Um seiner Glaubw&#252;rdigkeit willen sollten wir alle gemeinsam seine Unabh&#228;ngigkeit verteidigen und dort wiederherzustellen suchen, wo sie Schaden genommen hat.</p>
<div class="artikel_anmerkung">
<h3>&#220;ber den Gespr&#228;chspartner</h3>
<p><strong>Dieter D&#246;rr</strong>, Professor f&#252;r &#214;ffentliches Recht, V&#246;lker- und Europarecht sowie Medienrecht an der Universit&#228;t Mainz, ist au&#223;erdem Direktor des Mainzer Medieninstituts und war f&#252;nf Jahre Justiziar des Saarl&#228;ndischen Rundfunks. Der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) geh&#246;rt er seit 2000 an.</p>
</div>
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		<title>„Die richtige Legende“</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/die-richtige-legende/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 17:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sicht eines Detektivs: Medard Fuchsgruber &#252;ber Grenzbereiche und Medien-Kooperationen. (s.a. Special &#8220;Medien &#38; Moral in medium magazin 3-2010)
Interview: DANIEL BOUHS
Herr Fuchsgruber, haben Sie eine Idee, warum einige Medien &#252;berhaupt externe Rechercheure zur&#252;ckgreifen und damit ihren investigativen Journalismus outsourcen statt ihr Kerngesch&#228;ft selbst zu betreiben?
Das ist doch heute gar nicht anders machbar. Ich sehe das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sicht eines Detektivs: Medard Fuchsgruber &#252;ber Grenzbereiche und Medien-Kooperationen. (<em>s.a. Special &#8220;Medien &amp; Moral in medium magazin 3-2010</em>)</p>
<p><strong>Interview:</strong> <a href="http://www.mediummagazin.de/ueber-uns/die-redaktion/" target="_blank">DANIEL BOUHS</a></p>
<p><strong><em><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Fuchsgruber_web.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-6778" title="Medard Fuchsgruber © K. Henke" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Fuchsgruber_web-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a>Herr Fuchsgruber, haben Sie eine Idee, warum einige Medien &#252;berhaupt externe Rechercheure zur&#252;ckgreifen und damit ihren investigativen Journalismus outsourcen statt ihr Kerngesch&#228;ft selbst zu betreiben?</em></strong></p>
<p>Das ist doch heute gar nicht anders machbar. Ich sehe das auch in meinem Umfeld, der Wirtschafts- und Finanzberichterstattung: &#220;berall wird gespart. In den Redaktionen fehlt inzwischen oft jegliche Manpower, wenn es darum geht, komplexe Themen anzugehen. Redaktionen kommen deswegen oft gar nicht mehr umhin, auf Dienstleister zur&#252;ckzugreifen, wenn es um Schnelligkeit und Qualit&#228;t geht.</p>
<p><strong><em>Vom Boulevard ist das bekannt – Stichwort Paparazzi oder nun auch CMK. Wie sieht das bei Titeln wie „Financial Times“, „Wirtschaftswoche“, „Handelsblatt“ oder auch ausl&#228;ndischen Wirtschafts-Medien aus, die sich mit Ihren Themen besch&#228;ftigen, dem Anlagebetrug?</em></strong></p>
<p>Auch die kommen daran nicht mehr vorbei. Alle Redaktionen sind soweit zusammengeschrumpft, dass auf die &#252;briggebliebenen Mitarbeiter ein enormer Leistungsdruck entstanden ist. Hinzu kommt, dass die Qualit&#228;t der einzelnen F&#228;lle zugenommen hat. Da kommt es schon mal vor, dass allein f&#252;r die Beurteilung einer Pressemitteilung externer Sachverstand angefragt wird. Und wenn es um die Tiefe geht, taucht auch schnell die Frage nach der Manpower auf. Nehmen wir unsere Themen: Beim Kapitalanlage-Betrug m&#252;ssen riesige Netzwerke durchleuchtet werden. Da greifen auch Justiziare von Sendern und Verlagen, die Recherchen auf ihre Plausibilit&#228;t und Rechtssicherheit hin &#252;berpr&#252;fen, auf Dritte zu – etwa f&#252;r die Feststellung von Adressen oder Verm&#246;genswerten der Protagonisten.</p>
<p><strong><em>Arbeiten Sie selbst auch f&#252;r Wirtschaftsredaktionen?</em></strong></p>
<p>Bei uns laufen regelm&#228;&#223;ig Anfragen auf. Ich besitze ja das Archiv des „Gerlach Reports“, der &#252;ber den Grauen Kapitalmarkt berichtete und vor unseri&#246;sen Anbietern warnte. Das ist ein Fundus, der in der Republik h&#246;chstwahrscheinlich kein zweites Mal vorhanden sein wird und f&#252;r viele Recherchen von Interesse ist.</p>
<p><strong><em>Es rufen also immer wieder Journalisten an?</em></strong></p>
<p>Ja, das sehen wir aber nicht direkt als Auftr&#228;ge. Wir tauschen uns vielmehr aus – im Regelfall ohne Honorar. F&#252;r uns ist es selbstverst&#228;ndlich sehr attraktiv, mit Journalisten zu kooperieren. Wir haben ein Netzwerk durch die gesamte Republik, in dem wir wissen, dass Absprachen eingehalten werden. Dabei geht es auch darum, dass wir erst viel sp&#228;ter mit einer Geschichte rauskommen wollen als die Medien – um das Verm&#246;gen unserer Kunden zu sichern und Beh&#246;rden den Zugriff zu erm&#246;glichen.</p>
<p><strong><em>Wenn Journalisten keine Kunden sind, warum tauschen Sie sich dann aus?</em></strong></p>
<p>Weil wir jede Unterst&#252;tzung brauchen, wenn wir zwischen die Fronten geraten. Im Zweifel auch die journalistische. Au&#223;erdem ist der Kontakt mit Medien meist ein Geben und Nehmen: Oft geben wir nicht nur den Journalisten neue Informationen, sondern Ihre Kollegen auch uns. Das hilft allen und dient dem Anlegerschutz.</p>
<p><strong><em>Was unterscheidet Sie von Recherche-Agenturen wie der CMK, die gerade unter Beschuss steht?</em></strong></p>
<p>Unsere Auftraggeber sind die Opfer, die Betrogenen von Wirtschaftsdelikten, die gerne ihr Erspartes zur&#252;ckhaben wollen. Bei uns geht es nicht um Unterhaltung wie bei der Promi-Fotografie und den Lebenswelten von Spitzenpolitikern, sondern um ernste Dinge, um wirtschaftliche Existenzen.</p>
<p><strong><em>Dann unterscheiden sich zwar die F&#228;lle in ihrer Qualit&#228;t, aber doch nicht wirklich die Methoden ihrer Ermittler. Auch Sie versuchen doch, Beziehungen zu erkennen, Verm&#246;genswerte festzustellen und offenzulegen, wenn jemand Dreck am Stecken hat.</em></strong></p>
<p>Klar, aber ich w&#252;rde von mir und meinen Kollegen schon behaupten, dass wir uns von dem unterscheiden, was derzeit in der Aff&#228;re „CMK und Bunte“ diskutiert wird. Hier sollen Dinge passiert sein, die einfach nicht gehen.</p>
<p><strong><em>Warum nicht?</em></strong></p>
<p>Wie gesagt arbeiten wir f&#252;r die Opfer eines Betruges. Bei unseren Recherchen arbeiten wir deshalb sehr eng mit den Beh&#246;rden zusammen. Haben wir einen konkreten Verdacht und entsprechende Beweise gesichert, &#252;bernehmen Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungsbeh&#246;rden greifen zu, nicht wir. Und sollte Gefahr im Verzug sein, muss ein Eingriff unsererseits mindestens telefonisch mit den Beh&#246;rden abgesprochen sein, allein aus Haftungsgr&#252;nden geht das schon nicht anders.</p>
<p><strong><em>Was darf eigentlich ein Detektiv, was ein Journalist nicht darf?</em></strong></p>
<p>H&#246;chstens mit Fehlern schreiben. Nein, im Ernst: Wir haben die gleichen Rechte, n&#228;mlich die, die alle B&#252;rger haben. Straftaten, der Eingriff etwa in Pers&#246;nlichkeitsrechte, sind bei uns allen Tabu. Will ein Recherche-Dienstleister Mitglied beim Bund deutscher Detektive sein, muss er ein F&#252;hrungszeugnis vorlegen. Es w&#228;re also ein Trugschluss anzunehmen, beauftragte Detektive d&#252;rften weiter gehen als die Auftrag gebende Redaktion selbst. Was er aber kann, ist mit seiner Erfahrung in der Recherche vor Ort zu punkten, die Journalisten in dieser Intensit&#228;t meist fehlt. Mit der richtigen Legende kommt er weiter. Und er kennt sich mit &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Datenbanken aus. Stichwort: Schnelligkeit.</p>
<p><strong><em>Mit der richtigen Legende? Hei&#223;t das, Sie spielen falsche Tatsachen vor?</em></strong></p>
<p>So w&#252;rde ich das nicht nennen. Man wird eher als Testkunde auftreten oder so &#228;hnlich, also das tun, was investigative Journalisten ja auch gelegentlich mit versteckter Kamera machen. Der Unterschied ist, dass das f&#252;r Journalisten etwas Besonderes ist, f&#252;r uns aber Routine.</p>
<p><strong><em>Jetzt wurde auch diskutiert, ob es in Ordnung ist, Briefk&#228;sten und Fu&#223;matten zu manipulieren, um festzustellen, ob eine Zielperson &#252;berhaupt vor Ort ist.</em></strong></p>
<p>Das hat Tendenzen von Stalking. Sobald ich auf das Privatgel&#228;nde gehe oder in die Privatsph&#228;re eingreife, ist das ein No-Go. Auch Kameras &#252;ber Tage dauerhaft auf Wohnungen zu richten, geht einfach nicht. Bewegt sich die Zielperson aber im &#246;ffentlichen Raum, ist das etwas ganz anderes.</p>
<p><strong><em>Aber wo f&#228;ngt die Spionage an, was geht rechtlich und was nicht?</em></strong></p>
<p>Schwierig wird es, sobald ich in den Privatbereich eingreife. Laufe ich jemandem aber in der &#214;ffentlichkeit hinterher und behindere oder bel&#228;stige ich ihn nicht, sehe ich kein Problem.</p>
<p><strong><em>Es hei&#223;t, Rechercheure h&#228;tten sich in der Bahn direkt hinter eine Zielperson gesetzt und Gespr&#228;che mitgeh&#246;rt. Okay?</em></strong></p>
<p>Das ist ein Grenzbereich.</p>
<p><strong><em>Aber die Bahn ist doch so &#246;ffentlich wie eine Einkaufszone, oder?</em></strong></p>
<p>Klar, hier ging es aber darum, Informationen aus Gespr&#228;chen zu ziehen – eigentlich Privatsph&#228;re.</p>
<p><strong><em>Eigentlich?</em></strong></p>
<p>Wie gesagt: ein Grenzbereich. Gut, dass das jetzt diskutiert wird.</p>
<p><strong><em>Es hei&#223;t, Sie w&#252;hlen im M&#252;ll Ihrer Zielpersonen.</em></strong></p>
<p>Aber nur, wenn der Abfall auf dem Gehsteig, also au&#223;erhalb der Wohnung steht.</p>
<p><strong><em>Was kostet das eigentlich, also der Einsatz von Privatermittlern?</em></strong></p>
<p>Detekteien nehmen meist 50 bis 100 Euro die Stunde. Dazu kommen Auslagen und etwa 50 Cent bis 1 Euro pro gefahrenen Kilometer.</p>
<p><strong><em>Wenn tr&#228;gt die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht?</em></strong></p>
<p>Der Auftragnehmer, also der Detektiv. Der Kunde gibt ihm meist nur das Ziel vor, nicht die Mittel.</p>
<p><strong><em>Nicht der Auftraggeber?</em></strong></p>
<p>Nein. Was soll das auch? Die Leute sind erwachsen. Wer sich da drau&#223;en bewegt, der muss seine Spielregeln kennen. Eine andere Frage ist, ob der Auftraggeber den Rechercheur zu einer Straftat angestiftet hat. Dann w&#228;re das auch sein Problem. In den diskutierten F&#228;llen gehe ich aber davon aus, dass der Leistungsdruck eine Realit&#228;tsverschiebung mit sich gebracht hat.</p>
<p><strong><em>Aber ist der Erfolgsdruck nicht bei allen Recherche-Dienstleistern extrem hoch?</em></strong></p>
<p>Im klassischen Bereich geht das, denn Detekteien arbeiten meist auf Zeit- statt auf Erfolgshonoraren. Ganz anders ist das etwa in den USA. Dort wird nach Treffern bezahlt. M&#246;glicherweise ist das auch bei den Promi-Rechercheuren der Fall. Das w&#252;rde zumindest etwaige Grenz&#252;bertretungen erkl&#228;ren, w&#228;re zudem Charmant f&#252;r die Redaktionen, aber &#228;u&#223;erst gef&#228;hrlich f&#252;r die Branche. Der Detektiv-Verband r&#228;t jedenfalls von Erfolgspr&#228;mien entschieden ab – zu Recht!</p>
<p><strong><em>Es ist also ein Problem, wenn Redaktionen ihre Recherchen outsourcen?</em></strong></p>
<p>Solange die Spielregeln eingehalten werden, sehe ich das nicht so. Im Gegenteil: Die Themen werden immer verflochtener. Da macht es durchaus Sinn, gezielt Externe mit Recherchen zu beauftragen. Wenn es aber dazu f&#252;hrt, dass nur die Drecksarbeit nach drau&#223;en verlagert wird und irgendwelche Tagel&#246;hner besch&#228;ftigt werden, weil man bei gewissen Methoden selbst ein schlechtes Gewissen hat, dann muss man sich nat&#252;rlich schon fragen, ob man seinen Job noch ernst nimmt.</p>
<p><strong><em>Haben Sie eigentlich Mitleid mit denen, die jetzt unter Verruf geraten sind?</em></strong></p>
<p>Nein, das waren Profis, die wussten, was sie tun. Wer Grenzen &#252;berschreitet, muss auch dazu stehen. Aber es ist auch so, dass in der Diskussion vieles in einen Topf geschmissen wurde. Die Summe der angewendeten Methoden war das Problem, nicht jede einzelne. Ein Prominenter, der seinem B&#228;cker etwas erz&#228;hlt oder sich &#246;ffentlich zur Schau stellt, muss auch etwas verkraften k&#246;nnen – nur eben nicht alles. Wer im &#246;ffentlichen Leben steht, muss auch damit rechnen, dass sich die &#214;ffentlichkeit f&#252;r einen interessiert.</p>
<p><strong><em>Finden Sie es eigentlich fair, wenn Verlage den Eindruck erwecken, die Verantwortung auf die von ihnen beauftragten Recherche-Dienstleister abzuschieben?</em></strong></p>
<p>Die Kleinen h&#228;ngt man, die Gro&#223;en l&#228;sst man laufen…</p>
<div class="artikel_anmerkung">
<h3>&#220;ber den Gespr&#228;chspartner:</h3>
<p><strong>Medard Fuchsgruber</strong>, 45, ist einer der bekanntesten Wirtschaftsdetektive in Deutschland. Seine 1987 gegr&#252;ndete Detektei in Ottweiler (Saarland) ist vor allem Betr&#252;gern am Kapitalmarkt auf der Spur. Fuchsgruber arbeitet f&#252;r Opfer und recherchiert Firmenstrukturen, Verflechtungen und Zahlungsstr&#246;me. Sein vielleicht bekanntester Fall sind die einstigen Machenschaften der Badenia Bausparkasse.</p>
</div>
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		<title>„Journalisten brauchen einen belastbaren Anfangsverdacht.“</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 17:44:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sicht des Presserates: Manfred Protze  &#252;ber Grenzen und M&#246;glichkeiten der verdeckten Recherche (siehe auch special Medien &#38; Moral in mediummagazin 3-2010)
Interview: DANIEL BOUHS
Wie definiert sich eigentlich das &#246;ffentliche Interesse, das heikle Recherchemethoden wie die nun ins Gerede gekommene verdeckte Recherche im Privatleben von Politikern rechtfertigen kann?
Hier reden wir ja nicht nur von einem &#246;ffentlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sicht des Presserates: Manfred Protze  &#252;ber Grenzen und M&#246;glichkeiten der verdeckten Recherche (<em>siehe auch special Medien &amp; Moral in mediummagazin 3-2010</em>)</p>
<p><strong>Interview:</strong> <a href="http://www.mediummagazin.de/ueber-uns/die-redaktion/" target="_blank">DANIEL BOUHS</a></p>
<p><strong><em><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/ManfredProtze.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-6782" title="ManfredProtze" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/ManfredProtze-164x219.png" alt="" width="164" height="219" /></a>Wie definiert sich eigentlich das &#246;ffentliche Interesse, das heikle Recherchemethoden wie die nun ins Gerede gekommene verdeckte Recherche im Privatleben von Politikern rechtfertigen kann?</em></strong></p>
<p>Hier reden wir ja nicht nur von einem &#246;ffentlichen Interesse, dem Journalisten immer verpflichtet sind, sondern vielmehr von einem „besonderen &#246;ffentlichen Interesse“ als rechtfertigender Grund – wie das der Pressekodex in Ziffer 4, Richtlinie  4.1  festh&#228;lt. Diese Formulierung zeigt, dass in solchen F&#228;llen ein pers&#246;nliches Interesse als rechtfertigender Grund nicht ausreicht, nicht simpler Klatsch und Tratsch, sondern die Belange der Gesellschaft insgesamt tangiert sein m&#252;ssen. Im &#220;brigen gilt in diesem Zusammenhang Ziffer 8 des Pressekodex, wonach das private Verhalten in der Presse im Einzelfall er&#246;rtert werden darf, wenn &#246;ffentliche Interessen  ber&#252;hrt sind. An die verdeckte Recherche legen wir also h&#246;here Ma&#223;st&#228;be an als an die gew&#246;hnliche Recherche, die grunds&#228;tzlich unter dem Identifizierungsgebot (Kodex-Richtlinie 4.1) steht. Da hat sich &#252;brigens eine ganz neue wichtige Frage ergeben, die die Branche noch gar nicht zu Ende diskutiert hat, n&#228;mlich wie wir mit Recherchen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Studi VZ umgehen…</p>
<p><strong><em>…wo sich Kollegen immer wieder unter Pseudonymen einklinken?</em></strong></p>
<p>Genau. Die einen definieren sie als geschlossene Benutzerkreise, in dem Journalisten nur dann personenbezogen recherchieren d&#252;rften, wenn sie sich identifizieren. Das Einschleichen unter falscher Identit&#228;t, um dort unerkannt zu recherchieren, w&#228;re im Grunde verdeckte Recherche. Andere sagen, soziale Netzwerke seien de facto &#246;ffentlich, h&#228;tten keine wirksame Zugangskontrolle. Deswegen k&#246;nne man sich da wie im &#246;ffentlichen Raum bewegen und  bei berechtigten Anliegen zur Tarnung greifen. Da hat auch der Presserat noch keine abschlie&#223;ende Position zu gefunden.</p>
<p><strong><em>Ob nun virtuell oder auf der Stra&#223;e: Haben Journalisten nicht das Problem, dass sie umstrittene Methoden erst rechtfertigen k&#246;nnen, wenn ihre Recherche aufgeht – also klar ist, wie schwer ihr Ergebnis tats&#228;chlich im Verh&#228;ltnis zu ihren Methoden wiegt?</em></strong></p>
<p>Jeder Journalist hat doch, bevor er mit seiner Recherche anf&#228;ngt, eine Arbeitshypothese – und kann darauf aufbauend die jeweils ad&#228;quaten Mittel suchen. Geht er dabei zur verdeckten Recherche &#252;ber, muss er sich sicher sein, dass die Frage, die er so kl&#228;ren will, von herausragender &#246;ffentlicher Bedeutung ist und dass er die notwendigen Informationen nicht auf anderem Wege beschaffen kann.</p>
<p><strong><em>Im Kern geht es also um Staatstragendes?</em></strong></p>
<p>Es geht um gesellschaftliches Interesse und das ist ja in aller Regel ein politisches. Ob das aber unbedingt staatstragend sein muss? Diesen Begriff w&#252;rde ich nur ungern einsetzen, denn wenn etwa eine m&#228;chtige Pers&#246;nlichkeit mit ihrem pers&#246;nlichen Handeln diametral dem widerspricht, was sie &#246;ffentlich als eigene Leitlinie ausgibt, bedroht das nicht gleich die nationale Sicherheit oder die Funktionsf&#228;higkeit des demokratischen  Systems. Unter den Gesichtspunkten Glaubw&#252;rdigkeit und Vertrauensw&#252;rdigkeit  mandatierter und anderer Autorit&#228;ten kann  aber sehr wohl ein besonderes &#246;ffentliches Interesse gegeben sein.</p>
<p><strong><em>Zum Beispiel?</em></strong></p>
<p>Tr&#228;te ein Politiker f&#252;r die Wiedereinf&#252;hrung des Paragraphen 175 ein, der schwule Handlungen unter Strafe stellte, fr&#246;nte dabei aber selbst im Verborgenen der Homosexualit&#228;t, k&#246;nnten ihn entlarvende verdeckte Recherchen der Presse selbst in der Intimsph&#228;re des Betroffenen gerechtfertigt sein. Forderte ein Politiker eine Amnestie f&#252;r Steuers&#252;nder, st&#252;nde aber selbst im Verdacht, Reisen in die Schweiz f&#252;r illegale Bargeldtransfers zu nutzen, g&#228;be es Raum f&#252;r verdeckte Recherchen.</p>
<p><strong><em>Was f&#228;llt denn unter das Schlagwort „verdeckte Recherche“ – das Vorspiegeln falscher Tatsachen?</em></strong></p>
<p>Das in jedem Fall, aber auch wenn ich aus dem Geheimen heraus recherchiere, also f&#252;r den Beobachteten verborgen bleibe. Dazu geh&#246;ren f&#252;r mich grunds&#228;tzlich auch Paparazzi, die mit ihrer langen Brennweite au&#223;erhalb des Sichtfeldes ihrer Zielobjekte diese beobachten und naturgem&#228;&#223; ihrer Identifizierungspflicht nicht nachkommen. Das ist im &#220;brigen ein klassisches Mittel der Spionage. Dazu geh&#246;ren auch Observationen und die Installation von Bewegungsmeldern. Mit all diesen Mitteln versuchen Reporter Informationen zu gewinnen, die bei pers&#246;nlicher Ann&#228;herung sehr wahrscheinlich nicht zustande k&#228;men oder gar Abwehrreaktionen ausl&#246;sen w&#252;rden.</p>
<p><strong><em>Von welchem Zeitpunkt an sind diese Methoden gedeckt?</em></strong></p>
<p>Wann immer die Recherche nicht einfach ins Blaue hinein passiert, sondern einem konkreten Anlass folgt. Journalisten brauchen daf&#252;r so etwas wie einen belastbaren Anfangsverdacht.</p>
<p><strong><em>Wie einen anonymen Brief?</em></strong></p>
<p>Zum Beispiel. Der m&#252;sste aber schon von sehr genauer Kenntnis zeugen.</p>
<p><strong><em>Warum gilt eigentlich unter investigativen Journalisten der Gleichheitsgrundsatz nicht?</em></strong></p>
<p>Wie bitte?!</p>
<p><strong><em>Dem Boulevard sprechen wir die verdeckte Recherche gemeinhin ab, Journalisten aus Politik und Wirtschaft aber nicht.</em></strong></p>
<p>Nat&#252;rlich haben alle Journalisten das gleiche Recht. Der Boulevard hat es von der Themenauswahl her m&#246;glicherweise schwerer, f&#252;r verdecktes Arbeiten stets  in die im Pressekodex geforderte Berechtigung zu finden. Ausgeschlossen ist das deswegen aber nicht.</p>
<p><strong><em>Sind Liebschaften von Spitzenpolitikern, die vom Boulevard ebenso beobachtet werden wie von den sogenannten Qualit&#228;tsmedien, von besonderem Interesse?</em></strong></p>
<p>Das h&#228;ngt immer vom Fall ab. Hat ein Politiker neben seiner Ehe eine Aff&#228;re, geht das niemanden etwas an – au&#223;er vielleicht seinen Ehepartner. Dabei gibt es aber eine ganze Reihe m&#246;glicher Ausnahmen. Die Mittel rechtfertigen sich eben immer auch ein St&#252;ck weit durch ihren Ertrag, der auch darin bestehen k&#246;nnte, dass die Liebschaft die Sicherheit des Landes bedroht, wenn sich ein hoher Beamter mit einer Spionin einl&#228;sst oder &#228;hnliches.</p>
<p><strong><em>Reicht nicht auch der Umstand, dass der einer Liebschaft &#252;berf&#252;hrte Politiker einer Partei angeh&#246;rt, die ein konservatives, christliches und damit von Treue gepr&#228;gtes Moralverst&#228;ndnis propagiert?</em></strong></p>
<p>Kann sein, muss aber nicht. Allein die Parteimitgliedschaft reicht daf&#252;r nicht aus. Stellt ein Politiker diese Wertevorstellung aber in seinem Wahlkampf oder seiner allt&#228;glichen politischen Arbeit st&#228;ndig heraus, w&#252;rde es rechtfertigen, einem Anfangsverdacht mit verdeckter Recherche nachzugehen, die auch in die Privatsph&#228;re im Blick hat. Aber wie gesagt nur, wenn der Verdacht einem starken pers&#246;nlichen Profil entgegensteht, das von der betreffenden Person &#246;ffentlich thematisiert wird. Wer sein privates Leben selbst in die politische Auseinandersetzung einbringt oder zu anderen  Zwecken  &#246;ffentlich inszeniert, der muss sich auch gefallen lassen, dass die &#214;ffentlichkeit die Glaubw&#252;rdigkeit der Selbstdarstellung mit einem Blick hinter die Kulissen gegebenenfalls mit Hilfe der Medien &#252;berpr&#252;ft. Und anzunehmen, dass Journalisten hier stets mit offener Recherche weiterkommen, ist nat&#252;rlich absurd. In allen anderen F&#228;llen aber gilt auch bei Top-Politikern: Ihr Privatleben ist f&#252;r die Presse tabu.</p>
<p><strong><em>Was raten Sie denn Redaktionen, die Dienstleister mit heiklen Recherchen beauftragen?</em></strong></p>
<p>Ich w&#252;rde nat&#252;rlich den Pressekodex stets zum Bestandteil des Auftrags machen. Damit ist aber noch nicht die Frage beantwortet, wer letztlich haftet, wenn Grenzen &#252;berschritten werden. Ich gehe grunds&#228;tzlich davon aus, dass alles, was auch im Zuge der Recherche passiert, dem zurechenbar sein muss, der den publizistischen Akt vollzieht. Die Sorgfaltspflicht liegt eben stets beim Auftraggeber, der die Spielr&#228;ume der Pressefreiheit f&#252;r sich in Anspruch nehmen darf. Ich w&#252;rde das publizistische Unternehmen ausdr&#252;cklich nicht aus der Haftung entlassen. Der Auftraggeber ist es, der darauf achten muss, dass sich seine Dienstleister an Spielregeln halten und sich ordentlich benehmen.</p>
<p><strong><em>Abwiegeln bringt nichts?</em></strong></p>
<p>Nein. Das hat ja auch bei der Bespitzelung des Personals bei  Discountern, bei der Telekom und bei den PR-Praktiken der Bahn nichts gebracht. All diese F&#228;lle haben gezeigt: Verantwortungs-Waschanlagen, die bei Fehltritten die Schuld an beauftragte Dritte abschieben sollen, akzeptiert die &#214;ffentlichkeit nicht.</p>
<p><strong><em>Halten Sie es denn grunds&#228;tzlich f&#252;r legitim, dass Redaktionen auch heikle Recherchen outsourcen, diese aber bei Erfolg unter eigener Flagge verkaufen wollen?</em></strong></p>
<p>Damit haben wir doch eine lange Tradition, man blicke allein auf die Auftr&#228;ge, die von vielen freien Journalisten ausgef&#252;hrt werden. Wenn bei der Auftragsvergabe auf eine vern&#252;nftige Qualifikation des Dienstleisters geachtet wird und die ethischen Spielregeln eingehalten werden, sehe ich dabei kein Problem. Am Ende z&#228;hlt ohnehin das redaktionell-journalistische Resultat.</p>
<div class="artikel_anmerkung">
<h3>Der Gespr&#228;chspartner:</h3>
<p>Manfred Protze, 64, ist gelernter dpa-Redakteur und f&#252;r die DJU Mitglied des Presserates. Er leitet die erste von insgesamt zwei Beschwerdekammern. Kammer zwei wird sich mit dem Komplex „Bunte“ und Franz M&#252;ntefering besch&#228;ftigen.</p>
</div>
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		<title>MEDIUM MAGAZIN 03/2010</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 12:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[INHALT]]></category>

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		<description><![CDATA[Titel
Mehr Freiheit. Warum und wie Journalisten sich selbst als Unternehmer bet&#228;tigen. Ein Zukunftsmodell?
„Keine einsame Entscheidung“. Markus Albers erkl&#228;rt, wie er sein j&#252;ngstes Werk „Meconomy“ als E-book selbst verlegt und was das bringt.
Special Medien &#38; Moral
Zwischen Aufkl&#228;rung und Auflage. Der Streitfall „Stern“ und „Bunte“ um verdeckte Recherchen.
Die „richtige Legende“. Die Sicht eines Detektivs:Menard Fuchsgruber &#252;ber Methoden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Titel</h2>
<p>Mehr Freiheit. Warum und wie Journalisten sich selbst als Unternehmer bet&#228;tigen. Ein Zukunftsmodell?<br />
„Keine einsame Entscheidung“. Markus Albers erkl&#228;rt, wie er sein j&#252;ngstes Werk „Meconomy“ als E-book selbst verlegt und was das bringt.</p>
<h2>Special Medien &amp; Moral</h2>
<p>Zwischen Aufkl&#228;rung und Auflage. Der Streitfall „Stern“ und „Bunte“ um verdeckte Recherchen.<br />
Die „richtige Legende“. Die Sicht eines Detektivs:Menard Fuchsgruber &#252;ber Methoden der Branche.<br />
Herausragende Bedeutung. Die Sicht des Presserats:Manfred Protze &#252;ber Grauzonen.<br />
Unheimliche M&#228;chte. Die unr&#252;hmliche Rolle der Medien bei den Amok-Berichten und die Folgen.</p>
<h2>Medien</h2>
<p>Stimmt‘s? Ulrike Simon &#252;ber zwei aktuelle ­Ger&#252;chte und die wahren Hintergr&#252;nde.<br />
„Es wird hart f&#252;r uns werden“. Exklusiv-Interview mit Gabor Steingart, neuer Chef des „Handelsblatt“.<br />
Gebotene Staatsferne. Rechtsexperte Dieter D&#246;rr &#252;ber die Chancen, den ZDF-Staatsvertrag zu &#228;ndern.<br />
Regeln f&#252;r die Staatsferne. Woran der ZDF-Staats­vertrag krankt und was sich jetzt &#228;ndern sollte.<br />
Google – der geliebte Feind. Wie Verlage sich gegen den Suchmaschinen-Giganten behaupten sollten.<br />
Diener der Bed&#252;rfnisse. Die Gesch&#228;ftsmodelle von Demand media, Foursquare, Facebook, suite 101.<br />
Offene T&#252;ren. In Tschechien werden Zeitungen in ­eigens daf&#252;r konzipierten Kaffeeh&#228;usern produziert. Und die Idee bereits ins Ausland exportiert.</p>
<h2>Beruf</h2>
<p>Verg&#252;tungsregeln. Vier kritische Thesen zum<br />
Gewerkschafts-Verleger-Konsens.</p>
<h2>PR</h2>
<p>Die neuen Pressesprecher. Was machen jetzt ­Georg Streiter, Andrea Bishara, Felix Gress, Nikolaus<br />
Albrecht, Dirk Meyer-Bosse und Co.?<br />
Gebot der Transparenz. Richard Gaul, der Chef des PR-Rats, &#252;ber unzul&#228;ssige Methoden und Konsequenzen.<br />
Sprechernotizen. Dr. Who’s Blick hinter die Kulissen.</p>
<h2>Standpunkt</h2>
<p>Machtfragen. Tom Schimmeck &#252;ber Meinungs-<br />
Einheitsbrei und Deutungshoheit in den Medien.</p>
<h2>Rubriken</h2>
<p>Foto. Unver&#246;ffentliche Bilder des 53. World Press Photo Award 2009<br />
Spektrum. Neues bei DAPD, Aus f&#252;r „Hallo &#220;-­Wagen“?, R&#252;diger Oppers &#252;ber Bewegtbildpl&#228;ne der WAZ, ,„Wie geht‘s Herr Klusmann?“- Die Jahresbilanz, Helden der Pressefreiheit, Twittersplitter (10) &#8230; .<br />
Gott und die Welt. Nachrichten der Weltreporter.<br />
Tipps Blasen &amp; Phrasen, Layout „Aar-Bote“/“Wiesbadener Kurier“, Steuertipp.<br />
Medienk&#246;pfe &amp; Karrieren. Birgitte Fehrle, Cornelius Tittel, Ulf Poschardt, Armin Maus, Peter Hahne &#8230; .<br />
Journaille: „Allerletzte Worte zum grottenolmigen<br />
Feuilleton“: Dr. Med. analysiert Symptome der Branche.<br />
Terminal. Peter Frey, der neue ZDF-Chefredakteur.<br />
Impressum und Kleingedrucktes.</p>
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		<title>Service f&#252;r Leser</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 02:13:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[In eigener Sache: Warum wir online-Beitr&#228;ge zeitweise mit Passwort sch&#252;tzen. &#8220;medium magazin&#8221;-Abonnenten finden in der Printausgabe Verweise auf zus&#228;tzliche Inhalte in unserer online-Rubrik MAGAZIN + . Mit Passwort gekennzeichnete Beitr&#228;ge sind unseren Abonnenten zeitlich limitiert &#8211; in der Regel bis drei Wochen nach Erscheinen des Hefts &#8211;  exklusiv vorbehalten und werden erst danach freigeschaltet. Damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In eigener Sache: Warum wir online-Beitr&#228;ge zeitweise mit Passwort sch&#252;tzen. &#8220;<span style="font-weight: normal;">medium magazin&#8221;-Abonnenten finden in der Printausgabe Verweise auf zus&#228;tzliche Inhalte in unserer online-Rubrik MAGAZIN + . Mit Passwort gekennzeichnete Beitr&#228;ge sind unseren Abonnenten zeitlich limitiert &#8211; in der Regel bis drei Wochen nach Erscheinen des Hefts &#8211;  exklusiv vorbehalten und werden erst danach freigeschaltet. Damit bieten wir wir Abonnementen einen zus&#228;tzlichen, im Abopreis enthaltenen Service: <strong>&#8220;Abonnenten first&#8221;</strong>.</span></h4>
<h4><span style="font-weight: normal;"><strong><span style="font-weight: normal;"> </span><span style="font-weight: normal;"><span style="font-weight: normal;">Als unabh&#228;ngiges Branchenblatt finanziert sich &#8220;medium magazin&#8221; ausschlie&#223;lich &#252;ber den Verkauf von </span><a href="http://www.mediummagazin.de/abo-bestellen/" target="_blank"><span style="font-weight: normal;">Abonnements</span></a><span style="font-weight: normal;"> und </span><a href="http://www.mediummagazin.de/mediadaten/" target="_blank"><span style="font-weight: normal;">Anzeigen</span></a><span style="font-weight: normal;">. <strong><span style="font-weight: normal;"><span style="font-weight: normal;">D</span></span><span style="font-weight: normal;">as Online-Archiv mit den Inhalten der zur&#252;ckliegenden Ausgaben ist grunds&#228;tzlich frei zug&#228;nglich bis auf unsere  <a href="http://www.mediummagazin.de/werkstatt/lieferbare-hefte/" target="_blank">&#8220;Journalisten-Werkst&#228;tten&#8221;</a> und Specials wie <a href="http://www.mediummagazin.de/abo-bestellen/" target="_blank">&#8220;best of&#8230;&#8221;</a></span></strong></span></span></strong></span></h4>
<p><span style="font-weight: normal;">Beispielsweise widmet sich &#8220;medium magazin&#8221;  in der aktuellen Ausgabe 03/2010 den Gesch&#228;ftsmodellen so genannter &#8220;Unternehmer-Journalisten&#8221;. Wie Jan Weiler, der Autor von &#8220;Maria, ihm schmeckt&#8217;s nicht&#8221;, der seine Kolumnen &#252;ber eine eigene Website vertreibt seitdem der &#8220;STERN&#8221; seine beliebte Kolumne &#8220;Mein Leben als Mensch&#8221; nach der 119. Folge absetzte. Oder der 20j&#228;hrige Michael Wagner, der vor vier Jahren ein Onlinemagazin mit monatlichem Print-Ableger &#252;ber die Regional- und Jugendligen rund um Passau gr&#252;ndete, das sich durch Werbeeinnahmen finanziert. Und Michael Albers, der sein Buch nicht &#252;ber Verlage, sondern auf eigene Faust vertreibt und vermarktet.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Die ausf&#252;hrlichen Interviews und weitere Infos als Zusatz-Service zur Printausgabe:</span></p>
<ul>
<li><a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/sind-sie-gerne-unternehmer-jan-weiler/"><strong>Das  Interview mit Jan Weiler</strong></a> (Passwort: MM03/2010, Seite 33 Kasten)</li>
<li><a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/nur-wer-selbstbestimmt-arbeitet-ist-mit-sich-im-reinen/"><strong>Das Interview mit Markus Albers</strong></a> (MM03/2010, Linktipp Seite 36)</li>
<li><a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/akquise-per-app/"><strong>Das Interview mit Michael G&#246;rmann:</strong> </a>Der Fotograf und Ressortleiter &#8220;Technik&#8221; des &#8220;Playboy&#8221; wirbt f&#252;r seine Infrarot-Fotoproduktionen mit einer <strong>eigenen I-Phone-App</strong>. Wie funktioniert das?  (MM03/2010, Seite 35, Kasten)</li>
<li><a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/wer-start-ups-foerdert-und-wo-es-guenstige-kredite-gibt/"><strong>Wer Start-Ups f&#246;rdert und wo es g&#252;nstige Gr&#252;nder-Kredite gibt.</strong></a> (MM03/2010, Seite 35, Kasten)</li>
<li><strong>Links</strong> zu weiteren Artikeln &#252;ber Unternehmerjournalismus und ein <a href="http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/interview-fleisch/">Interview, in dem Prof. Dr. Hans Fleisch</a>,Generalsekret&#228;r des Bundesverbands Deutscher Stiftungen in Berlin, &#252;ber das Engagement von Stiftungen und universit&#228;ren Einrichtungen f&#252;r Unternehmer-Journalismus.  (MM03/2010, Seite 35, Kasten)</li>
</ul>
<p><strong>Weitere Beitr&#228;ge wie Interviews </strong></p>
<p><strong>- mit dem </strong><strong>Detektiv Menard Fuchsgruber </strong>zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden mit journalistischer Recherche ,</p>
<p>- mit <strong>Manfred Protze vom Presserat </strong>zur Grauzonen der verdeckten Recherche</p>
<p>- mit <strong>Prof. Dieter D&#246;rr </strong>zu den notwendigen &#196;nderungen des ZDF-Staatsvertrags</p>
<p>finden Sie ab 16.3. in der Rubrik Magazin +.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gesch&#252;tzt: Sind Sie gerne Unternehmer, Jan Weiler?</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/sind-sie-gerne-unternehmer-jan-weiler/</link>
		<comments>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/sind-sie-gerne-unternehmer-jan-weiler/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 00:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein gesch&#252;tzter Artikel ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag ist passwortgeschützt. Das Passwort finden Sie in der gedruckten Ausgabe des Heftes!</p><form action="http://www.mediummagazin.de/wp-pass.php" method="post">
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		</item>
		<item>
		<title>Gesch&#252;tzt: &#8220;Nur wer selbstbestimmt arbeitet, ist mit sich im Reinen&#8221;</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/nur-wer-selbstbestimmt-arbeitet-ist-mit-sich-im-reinen/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 00:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
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		<title>Gesch&#252;tzt: Akquise per App</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 00:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
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		<title>Gesch&#252;tzt: &#8220;Ein wichtiges Zukunftsthema&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 00:37:54 +0000</pubDate>
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		<title>Gesch&#252;tzt: Wer Start-Ups f&#246;rdert</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 00:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
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