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	<description>für journalisten</description>
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		<title>Nominierungsfrist f&#252;r Top 30 bis 30 l&#228;uft</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 14:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[AKTUELLES]]></category>

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		<description><![CDATA[Machen Sie mit: Auch 2010 sucht &#8220;medium magazin&#8221; wieder die Top 30 bis 30 des Jahres &#8211; also exzellente Nachwuchsjournalisten, die mit ungew&#246;hnlichen Arbeiten von sich reden machen, die neue Formate wagen, sich mit besonders pr&#228;zisen Rechercheleistungen, kreativer Themenfindung auszeichnen oder auch hinter den Kulissen als Blattmacher oder Producer au&#223;ergew&#246;hnliche F&#228;higkeiten zeigen. Erstmals laden wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Machen Sie mit:</strong> Auch 2010 sucht &#8220;medium magazin&#8221; wieder die <strong>Top 30 bis 30</strong> des Jahres  &#8211; also exzellente Nachwuchsjournalisten,  die mit ungew&#246;hnlichen Arbeiten von sich reden machen, die neue Formate wagen, sich mit besonders pr&#228;zisen Rechercheleistungen, kreativer Themenfindung auszeichnen oder auch hinter den Kulissen als Blattmacher oder Producer au&#223;ergew&#246;hnliche F&#228;higkeiten zeigen.</p>
<p>Erstmals laden wir in diesem Jahr auch Leser und Leserinnen ein, sich mit Vorschl&#228;gen an der Auswahl zu beteiligen.</p>
<p>F&#252;r die Auswahl der Top 30 bis 30 kommen Nachwuchstalente bis zum Alter von einschlie&#223;lich 30 Jahren in allen journalistischen Gattungen &#8211; Print/TV/Radio/Online &#8211;  in Frage.</p>
<p>Das Nominierungsverfahren endet am<strong> 8. August</strong>.</p>
<blockquote><p>Vorschl&#228;ge  k&#246;nnen per mail gerichtet werden an <strong>redaktion@mediummagazin.de</strong> (&#8220;BETR: top 30 bis 30&#8243;) und m&#252;ssen enthalten:</p>
<p>- Name des/der Vorgeschlagenen<br />
- Alter (m&#246;glichst Geburtsdatum)<br />
- Wohnort<br />
- Medium/Arbeitgeber/Ausbildungsinstitution<br />
- ggf. Auszeichnungen/Preise<br />
- Kontakt des/der Vorgeschlagenen<br />
- kurze Begr&#252;ndung (<em>ohne Begr&#252;ndung k&#246;nnen wir eine Nominierung nicht ber&#252;cksichtigen!</em>)</p>
<p>- Kontakt des/der Absenders/Absenderin f&#252;r ggf. R&#252;ckfragen (<em>Die Absender der </em><em>Empfehlungen f&#252;r die Top 30 bis 30 werden von uns grunds&#228;tzlich vertraulich behandelt</em>)</p></blockquote>
<p>Die Ergebnisse werden in &#8220;medium magazin&#8221; 9/2010 Anfang September ver&#246;ffentlicht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Service f&#252;r Leser</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 14:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[In eigener Sache: Warum wir einige online-Beitr&#228;ge zeitlich limitiert mit Passwort sch&#252;tzen. &#8220;medium magazin&#8221;-Abonnenten finden in der Printausgabe Verweise auf zus&#228;tzliche Inhalte in unserer online-Rubrik MAGAZIN + . Mit Passwort gekennzeichnete Beitr&#228;ge sind unseren Abonnenten f&#252;r etwa drei Wochen nach Erscheinen des Magazins exklusiv vorbehalten, bevor sie frei geschaltet werden. Damit bieten wir wir Abonnementen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>In eigener Sache: Warum wir einige online-Beitr&#228;ge zeitlich limitiert mit Passwort sch&#252;tzen. &#8220;<span style="font-weight: normal;">medium magazin&#8221;-Abonnenten finden in der Printausgabe Verweise auf zus&#228;tzliche Inhalte in unserer online-Rubrik MAGAZIN + . Mit Passwort gekennzeichnete Beitr&#228;ge sind unseren Abonnenten f&#252;r etwa drei Wochen nach Erscheinen des Magazins exklusiv vorbehalten, bevor sie frei geschaltet werden. Damit bieten wir wir Abonnementen einen zus&#228;tzlichen, im Abopreis enthaltenen Service: <strong>&#8220;Abonnenten first&#8221;</strong>.</span></h4>
<h4><span style="font-weight: normal;"><strong><span style="font-weight: normal;"> </span><span style="font-weight: normal;"><span style="font-weight: normal;">Als unabh&#228;ngiges Branchenblatt finanziert sich &#8220;medium magazin&#8221; ausschlie&#223;lich &#252;ber den Verkauf von </span><a href="http://www.mediummagazin.de/abo-bestellen/" target="_blank"><span style="font-weight: normal;">Abonnements</span></a><span style="font-weight: normal;"> und </span><a href="http://www.mediummagazin.de/mediadaten/" target="_blank"><span style="font-weight: normal;">Anzeigen</span></a><span style="font-weight: normal;">. </span></span></strong></span></h4>
<h4><span style="font-weight: normal;"><strong><span style="font-weight: normal;"><span style="font-weight: normal;"><strong><span style="font-weight: normal;"><span style="font-weight: normal;">D</span></span><span style="font-weight: normal;">as Online-Archiv mit den Inhalten der zur&#252;ckliegenden Ausgaben ist frei und kostenlos zug&#228;nglich bis auf unsere  <a href="http://www.mediummagazin.de/werkstatt/lieferbare-hefte/" target="_blank">&#8220;Journalisten-Werkst&#228;tten&#8221;</a> und Specials wie <a href="http://www.mediummagazin.de/abo-bestellen/" target="_blank">&#8220;best of&#8230;&#8221;</a></span></strong></span></span></strong></span></h4>
<p><span style="font-weight: normal;"><strong><span style="font-weight: normal;"><span style="font-weight: normal;"><strong><span style="font-weight: normal;">Bei Fragen zum Bezug oder den Inhalten wenden Sie bitte an vertrieb@mediummagazin.de oder an die Redaktion redaktion@mediummagazin.de</span></strong></span></span></strong></span></p>
<p><em>Annette Milz, Chefredakteurin</em></p>
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		</item>
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		<title>Service: Vorlagen zum Autorenbriefing</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 15:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Begleitend zu unserem Bericht &#8220;Das ABC des Autorenbriefings&#8221; in &#8220;medium magazin&#8221; 7-8/2010 finden Sie hier zwei Mustervorlagen zur freien Verwendung und individuellen Anpassung: 1) Leitlinien f&#252;r die Zusammenarbeit Das Formular mit den redaktionellen Richtlinien zur Erstellung der Beitr&#228;ge sowie die journalistischen Leitlinien: MM_Autorenbriefing_MUSTER (pdf zum download) 2) Datenformular Das Formular f&#252;r die Autorenangaben (Kontakte, Bank, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Begleitend zu unserem Bericht &#8220;Das ABC des Autorenbriefings&#8221; in &#8220;medium magazin&#8221; 7-8/2010 finden Sie hier zwei Mustervorlagen zur freien Verwendung und individuellen Anpassung:</p>
<h3><strong>1) Leitlinien f&#252;r die Zusammenarbeit</strong></h3>
<p>Das Formular mit den redaktionellen Richtlinien zur Erstellung der Beitr&#228;ge sowie die journalistischen Leitlinien:</p>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/MM_Autorenbriefing_MUSTER1.pdf">MM_Autorenbriefing_MUSTER</a> (pdf zum download)</p>
<h3>2) Datenformular</h3>
<p>Das Formular f&#252;r die Autorenangaben (Kontakte, Bank, Steuernummer etc)</p>
<p><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/MM_autorendaten-muster1.pdf">MM_autorendaten-muster</a> (pdf zum download)  <a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/MM_autorendaten-muster.doc">MM_autorendaten-muster</a> (doc-datei zum Download)</p>
<p>Weitere Anregungen und Fortschreibungen der Mustervorlagen sind stets willkommen als Kommentar (s.u.) oder per mail an:  redaktion@mediummagazin.de</p>
<p><em>Anne Haeming / Annette Milz</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Stille Hilfen</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/hilfe/stille-hilfen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 10:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalisten helfen Journalisten]]></category>

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		<description><![CDATA[„Nur wir Journalisten selbst k&#246;nnen etwas &#228;ndern. Und daf&#252;r m&#252;ssen wir ehrlich arbeiten. Wenn nur einer die Wahrheit schreibt, kann er get&#246;tet werden. Wenn aber Tausende das tun, dann nicht. Man kann nicht alle Journalisten vernichten.“ Jedes Mal wenn wir von dem Verein ‚Journalisten helfen Journalisten’ eine Nachricht von der Ermordung, der Mi&#223;handlung, der Verhaftung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„<em>Nur wir Journalisten selbst k&#246;nnen etwas &#228;ndern. Und daf&#252;r m&#252;ssen wir ehrlich arbeiten. Wenn nur einer die Wahrheit schreibt, kann er get&#246;tet werden. Wenn aber Tausende das tun, dann nicht. Man kann nicht alle Journalisten vernichten.“</em></p>
<p>Jedes Mal wenn wir von dem Verein <a href="http://www.journalistenhelfen.org/" target="_blank">‚<strong>Journalisten helfen Journalisten’</strong></a><strong> e</strong>ine Nachricht von der Ermordung, der Mi&#223;handlung, der Verhaftung eines Journalisten, von gegen ihn ausgesprochene Todesdrohungen und mehrj&#228;hrige Haftstrafen erfahren, erinnern wir uns an diese trotzig-ermutigenden S&#228;tze der russischen Journalistin <strong>Olga Kitowa</strong> angesichts des Todes ihrer Kollegin und Freundin <strong>Anna Politkowskaja</strong>.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em> „Man kann nicht alle Journalisten vernichten“</em> &#8211; man kann aber auch nicht allen Journalisten helfen, von deren  oft existenzieller Not man erf&#228;hrt. <em> „Mit einem L&#246;ffel kann man das Meer nicht aussch&#246;pfen“, </em>schrieb uns einmal der w&#228;hrend der Milosevic’-Jahre im Exil lebende serbische Schriftsteller und Journalist <strong>Dragan Velikic’</strong><em>. „Aber auch das, was man gesch&#246;pft hat, ist das Meer.“ Ich glaube, dass auch die zwischenmenschliche Solidarit&#228;t nach diesem Prinzip funktioniert. Es wird auf dieser Welt immer Ungerechtigkeiten und Verbrechen geben, aber es ist sehr wichtig, dass die Hand, die mit dem L&#246;ffel  das Meer sch&#246;pft, nicht aufgibt.“</em></p>
<p>Die Bekenntnisse von Olga Kitowa und Dragan Velikic’ sind wichtige moralische und wenn man will, auch berufsethische Orientierungen bei einer Arbeit, die im Alltag  sehr viel n&#252;chterner, pragmatischer, selbstverst&#228;ndlicher abl&#228;uft. Man mu&#223; Hilfsgelder sammeln und auf vertrauensvollen Wegen weiterleiten, solidarische Netze kn&#252;pfen, die &#214;ffentlichkeit &#252;ber die Dramatik einzelner Notf&#228;lle informieren.</p>
<div id="attachment_8171" class="wp-caption alignright" style="width: 113px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/ancker.jpg" rel="lightbox[8113]"><img class="size-full wp-image-8171" title="ancker" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/ancker.jpg" alt="" width="103" height="129" /></a><p class="wp-caption-text">Frauke Ancker</p></div>
<p>Seit der Gr&#252;ndung des Vereins ‚Journalisten helfen Journalisten“ im Jahre 1993 gab und gibt es eine Reihe von Sponsoren und Spendern – darunter auch eine Reihe von journalistischen ‚Promis’ -  die in dringenden Notf&#228;llen immer f&#252;r Hilfen ansprechbar sind.  Unter den Verb&#228;nden kann man sich bei diesen Hilfsaktionen immer ganz besonders auf den „Bayerischen Journalistenverband“, vor allem auf dessen langj&#228;hrige Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin<strong> Frauke Ancker</strong> verlassen. Ihre jetzige Pensionierung ist f&#252;r JhJ ein Anla&#223;, sich f&#252;r diese vorbildliche Kooperation einmal zu bedanken. Der amerikanische Schauspieler Dan Futterman, der in dem Film „<em>Der mutige Weg</em>“ die Rolle des ermordeten Journalisten Dany Pearl spielt, hat einmal in einem Gespr&#228;ch die Ideale einer kritischen, unabh&#228;ngigen Medienberichterstattung sehr gut beschrieben: <em>„Es ist nat&#252;rlich besonders tragisch, wenn Journalisten get&#246;tet werden oder sogar bewu&#223;t ins Visier genommen werden. Doch ist dieser Berufsstand der Garant daf&#252;r, da&#223; all die Geschichten erz&#228;hlt werden, die sonst unbekannt bleiben w&#252;rden. Es w&#228;re doch schlimm, wenn wir uns nur auf das verlassen m&#252;&#223;ten, was uns unsere Regierung erz&#228;hlt.</em>“  Die gro&#223;e Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen, die bei uns ihren Beruf aus&#252;bt, mu&#223; – Gott sei Dank – nicht unter den dramatischen Umst&#228;nden arbeiten, von denen eine Verein wie JhJ fast t&#228;glich erf&#228;hrt. Aber vielleicht ist es gerade deshalb wichtig, da&#223; die Hand, die mit dem L&#246;ffel das Meer sch&#246;pft, nicht aufgibt.</p>
<p><strong>Carl Wilhelm Macke</strong></p>
<p>( Gesch&#228;ftsf&#252;hrer JhJ e.V. )</p>
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		<title>Gute Aussichten f&#252;r Mona M&#246;nning</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/junge-fotografie/gute-aussichten-fuer-mona-moenning/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 09:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas.strothjohann</dc:creator>
				<category><![CDATA[JUNGE FOTOGRAFIE]]></category>

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		<description><![CDATA[„Haustiere sind heute haupts&#228;chlich f&#252;r ihr Abbild da“, sagt Mona M&#246;nnig. Die 29j&#228;hrige wurde f&#252;r Ihre Diplomarbeit &#252;ber ungew&#246;hnliche Z&#252;chtungen von der Jury des unabh&#228;ngigen Fotografie-Wettbewerbs „Gute Aussichten“ ausgezeichnet. © Mona M&#246;nnig, Gute Aussichten F&#252;r ihre Arbeit namens „man made wonders“ ist Mona M&#246;nnig auf Tierausstellungen gegangen und hat sich ungew&#246;hnliche Modelle ausgesucht. Die 29J&#228;hrige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>„Haustiere sind heute haupts&#228;chlich f&#252;r ihr Abbild da“, sagt Mona M&#246;nnig. Die 29j&#228;hrige wurde f&#252;r Ihre Diplomarbeit &#252;ber ungew&#246;hnliche Z&#252;chtungen von der Jury des unabh&#228;ngigen Fotografie-Wettbewerbs <a href="http://www.guteaussichten.org/index.php?id=6&amp;kuenstler=58&amp;mode=bilder&amp;bildno=0 " target="_blank">„Gute Aussichten“</a></strong><strong> ausgezeichnet.</strong></p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_7780" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/moennig-07_02.jpg" rel="lightbox[7777]"><img class="size-medium wp-image-7780" title="man-made-wonders © Mona M&#246;nnig, Gute Aussichten" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/moennig-07_02-220x170.jpg" alt="" width="220" height="170" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Mona M&#246;nnig, Gute Aussichten</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">F&#252;r ihre Arbeit namens „man made wonders“ ist Mona M&#246;nnig auf Tierausstellungen gegangen und hat sich ungew&#246;hnliche Modelle ausgesucht. Die 29J&#228;hrige stellt die Tiere allerdings ganz anders dar, als Sammler, Z&#252;chter oder Herrchen sie sehen: Als Kuriosit&#228;ten. Diese „man made wonders“, werden, so M&#246;nnig, vor allem auf ihr Abbild hin gez&#252;chtet. Sie sollen besonders aussehen und den Betrachter verwundern. Ihrer Meinung nach kann ein Foto von einem Hund nach durchaus den Sinn des lebenden Tieres erf&#252;llen. Es kann eine Kuriosit&#228;t sein.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_7781" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/portrait_moennig_web.jpg" rel="lightbox[7777]"><img class="size-medium wp-image-7781  " title="Mona M&#246;nnig" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/portrait_moennig_web-165x220.jpg" alt="" width="220" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Mona M&#246;nnig</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Wenn der Betrachter die mageren Tiere verloren vor dem monotonen Studiohintergrund stehen sieht, dr&#228;ngt sich ihm die Frage auf, warum es solche Z&#252;chtungen eigentlich gibt. Wie bei Ganzk&#246;rper-Tattoos erschlie&#223;t sich ihre Sch&#246;nheit nur dem Liebhaber. Ob es richtig oder falsch ist Haustiere nach &#228;u&#223;erlichen Kriterien zu z&#252;chten, will Mona M&#246;nnig nicht bewerten. Sie interessiert sich f&#252;r die menschliche Faszination f&#252;r Kuriosit&#228;ten.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">M&#246;nnig ist nach ihrem Diplom 2009 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Folkwang Hochschule geblieben und schreibt an ihrer Dissertation &#252;ber die Abbildung des Tieres in der zeitgen&#246;ssischen Kunst. In ihrem j&#252;ngsten Projekt hat die K&#252;nstlerin vom Niederrhein auch Kuriosit&#228;ten geschaffen:</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Jahre lang hat sie V&#246;gel fotografiert, die gegen W&#228;nde geflogen, oder von Autos &#252;berfahren worden waren.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_7779" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/moennig-04.jpg" rel="lightbox[7777]"><img class="size-medium wp-image-7779" title="man-made-wonders 2 © Mona M&#246;nnig, Gute Aussichten" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/moennig-04-220x177.jpg" alt="" width="220" height="177" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Mona M&#246;nnig, Gute Aussichten</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Die Bilder der meist ignorierten Kadaver lie&#223; sie auf Stoffe sticken, die sonst f&#252;r Chorhemden verwendet werden. In ihrem Interesse f&#252;r Kurioses begr&#252;ndet sich auch Mona M&#246;nnigs Wunsch, einmal mit dem <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Museum_of_Jurassic_Technology" target="_blank">Museum of Jurassic Technologies</a> </em>zusammenzuarbeiten, das sich als &#8220;Wunderkammer&#8221; versteht und zu jeder Ausstellung eine &#8211; so die K&#252;nstlerin - kleine, feine Publikation herausbringt.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Text: Thomas Strothjohann</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Der neue Frey-Stil</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/der-neue-frey-stil-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:20:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[ZDF-Chefredakteur Peter Frey im ersten ausf&#252;hrlichen Interview &#252;ber die Ziele seiner Amtszeit: Wie er plant, wen er f&#246;rdert, was er kritisiert. Die Langfassung des Titelgespr&#228;chs in &#8220;medium magazin&#8221; 7-8/2010 Interview: Daniel Bouhs und Annette Milz. Fotos: Daniel Biskup Herr Frey, der Honeymoon f&#252;r Sie als neuen ZDF-Chefredakteur ist nun vorbei. In wie weit haben Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8137" class="wp-caption alignleft" style="width: 171px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_Kopf_7540.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8137 " title="Frey_Kopf_7540" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_Kopf_7540-161x220.jpg" alt="" width="161" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Peter Frey, Chefredakteur des ZDF seit 1. April 2010</p></div>
<p>ZDF-Chefredakteur Peter Frey im ersten ausf&#252;hrlichen Interview &#252;ber die Ziele seiner Amtszeit: Wie er plant, wen er f&#246;rdert, was er kritisiert. Die Langfassung des Titelgespr&#228;chs in &#8220;medium magazin&#8221; 7-8/2010</p>
<p><em><strong>Interview: Daniel Bouhs und Annette Milz. Fotos: Daniel Biskup</strong></em></p>
<p><strong>Herr Frey, der Honeymoon f&#252;r Sie als neuen ZDF-Chefredakteur ist nun vorbei. In wie weit haben Sie denn in den ersten 100 Tagen Ihr Ziel erreicht?<br />
</strong><strong> Peter Frey:</strong> Das waren sogar drei Ziele. Ich wollte die K&#246;pfe reduzieren, die f&#252;rs Informationsfernsehen im ZDF stehen. Daf&#252;r haben wir unter Theo Koll unsere Hauptredaktionen „Innenpolitik“ und „Au&#223;enpolitik“ zusammengelegt. Bettina Schausten spielt zudem als Chefin des ZDF-Hauptstadtb&#252;ros zum Beispiel mit der Moderation der Wahlsendungen eine gr&#246;&#223;ere Rolle im Programm als ihr Vorg&#228;nger. Und weil Theo Koll zus&#228;tzlich zu seinen Aufgaben im „auslandsjournal“ jetzt auch das „Politbarometer“ moderiert, ist klar, wer im ZDF f&#252;r Politik steht.<br />
Das zweite Ziel war die Weiterentwicklung unseres Nachrichtenstudios. Das l&#228;sst sich nat&#252;rlich nicht in 100 Tagen umsetzen. Ich bin aber zuversichtlich, dass schon bald auf dem Schirm zu sehen ist, wohin es gehen wird, Ende Juli bereits in der „heute“-Sendung, im Laufe des Jahres dann im „heute-journal“.<br />
Zum Dritten bringen wir die Welt von Online und Fernsehen noch n&#228;her zusammen. Unsere Hauptredaktionen „Neue Medien“ und „Aktuelles“ werden daf&#252;r st&#228;rker miteinander verschr&#228;nkt als fr&#252;her. Da laufen bereits sehr konkrete Absprachen der beiden Abteilungen.</p>
<p><strong>Nun j&#228;hrt sich ja gerade die Einweihung der „gr&#252;nen H&#246;lle“, das neue, viel kritisierte Nachrichtenstudio, in dem Moderatoren teils auf Postkartengr&#246;&#223;e geschrumpft werden. Was soll sich da &#228;ndern?<br />
</strong> In der Tat: Man konnte durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Tisch wichtiger ist als die Moderatoren. Gew&#252;nscht war, dass die „Moderatoreninsel“ das Erkennungszeichen unserer Nachrichtenfamilie sein soll. Es dauert aber bisher einfach zu lange, bis wir beim Kopf sind, der die Sendung pr&#228;sentiert. Deshalb entsteht eine gewisse Distanz beim Zuschauer, wenn er unsere Sendungen einschaltet. Das wollen wir &#228;ndern. Wir werden jetzt zu einer anderen Bildfolge beim Opening der „heute“-Sendung kommen, die Bilder des Tages in das Intro integrieren und schneller bei den Moderatoren sein.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8154" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Feature_DSC_77311.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8154" title="Feature_DSC_7731" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Feature_DSC_77311-220x129.jpg" alt="" width="220" height="129" /></a><p class="wp-caption-text">Peter Frey, Chefredakteur des ZDF seit April 2010, in seinem B&#252;ro. Auf dem Schreibtisch eine Amerika-Fahne als Erinnerung an seine Zeit als ZDF-Korrespondent in Washington.</p></div>
<p><strong>Und wie wollen Sie k&#252;nftig mit den 3D-„Erkl&#228;rr&#228;umen“ umgehen?  Die gro&#223;e Innovation, als solche sie ja angek&#252;ndigt war, hat sich dank der komplexen Technik in der tagesaktuellen Praxis bisher als kaum praktikabel erwiesen.<br />
</strong> Das sehen wir anders. Wir haben immerhin als erste im deutschen Fernsehen eine solche Technik eingef&#252;hrt, wir m&#252;ssen allerdings auch lernen, damit umzugehen. Mein Eindruck ist, dass wir darin immer besser werden. Wir wissen aus der Zuschauerforschung, dass unser Publikum erkl&#228;rende Elemente in den Nachrichten sch&#228;tzt. Wir leben schlie&#223;lich in einer Welt, die immer schwieriger und komplexer wird. Und die kann das Fernsehen mit neuen Technologien besser als jemals zuvor erkl&#228;ren. Wir werden die Dinge formal ein wenig anders umsetzen. Das „auslandsjournal“ zum Beispiel geht da einen guten Weg: Die Kollegen setzen Illustrationen in eine Art gro&#223;e Klammer. So etwas werden wir in den Nachrichten auch machen, damit der Ma&#223;stab zwischen dem Moderator und den Dingen, die von ihm erkl&#228;rt werden, deutlicher wird.</p>
<p><strong>Zu ihrem ersten Ziel, den programmpr&#228;genden K&#246;pfen mehr Raum zu geben. F&#252;hrt das nicht zu Kollisionen – so wie k&#252;rzlich als Marietta Slomka im „heute-journal“ ihre eigene nachfolgende Afrika-Doku bewarb?<a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_rechts_76131.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8139 alignright" title="Frey_rechts_7613" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_rechts_76131-220x146.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a></strong></p>
<p>Hat Sie das gest&#246;rt?</p>
<p><strong>Das war zumindest seltsam – und wirkte ein wenig wie eine One-Woman-Show.<br />
</strong> Das ZDF ist ja nun wirklich keine eine One-Man- oder One-Woman-Show. Und ich finde es gut, wenn ein Moderator seine Weisheit nicht nur aus der Lekt&#252;re von Zeitungen und Agenturmeldungen zieht, sondern durch ganz reale Reporter-Erfahrungen in der wirklichen Welt. Das kann seiner Glaubw&#252;rdigkeit nur dienen.</p>
<p><strong>Schwebt Ihnen da eine Doppelrolle wie die von Peter Kloeppel bei RTL vor, als Anchorman und Reporter?<br />
</strong> Was bei den Konkurrenten oder im Ausland erfolgreich ist, warum sollte man das nicht auch selber machen? Auch Claus Kleber war schon in &#228;hnlichen Rollen unterwegs, mit „Die Bombe“ und anderen gro&#223;en Reportagen. Das n&#228;chste Projekt ist schon auf dem Weg. Steffen Seibert hat viele andere ZDF-Sendungen pr&#228;sentiert. Und ich selber habe als Hauptredaktionsleiter der Au&#223;enpolitik auch Reisereportagen gemacht – zus&#228;tzlich zur Moderation des „auslandsjournal“. Das st&#228;rkt die Rolle eines Moderators einer Studiosendung.</p>
<p><strong>Mit der Konzentration auf weniger K&#246;pfe schwinden aber doch die M&#246;glichkeiten f&#252;r Nachwuchskr&#228;fte?<br />
</strong> Nein. Und Marietta sehe ich keineswegs als alte Reporterin mit angegrauten Haaren. Ihre Reportage „Afrikas Sch&#228;tze“ war &#252;brigens &#252;beraus erfolgreich, mit in der Spitze fast 25 Prozent Markanteil. &#220;brigens mit einem &#252;berdurchschnittlich hohen Anteil an jungen Zuschauern, bei denen diese Form offenbar sehr gut ankommt. So jung wie an diesem Abend war das Informationsprogramm des ZDF schon lange nicht mehr!</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7569.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8140 aligncenter" title="Frey_7569" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7569-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7577.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8142 aligncenter" title="Frey_7577" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7577-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_finger_7575.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8141" title="Frey_finger_7575" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_finger_7575-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a></strong></p>
<p><strong>Blo&#223;: Wo soll sich jetzt der Nachwuchs ausprobieren k&#246;nnen, wenn im Zweiten nur noch handverlesene Allrounder zu sehen sein werden?</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Wenn Sie unser Programm anschauen, werden Sie sehen, dass wir viele Fl&#228;chen haben, auf denen sich auch j&#252;ngere Kolleginnen und Kollegen entwickeln k&#246;nnen. Das gilt f&#252;r das „Morgenmagazin“ oder Sendungen wie „heute in Europa“, aber auch f&#252;r Produkte, die Online und Fernsehen verbinden. Gerade hier – mit den Kurznachrichten „100 Sekunden“ oder Sonderformaten wie „Erst fragen dann w&#228;hlen“ – geben wir Jungmoderatoren die M&#246;glichkeit, erste Schritte zu machen. Auch im Sport finden Sie sowohl in Hauptprogramm als auch in Begleitsendungen wie „Infolympia“ eine Reihe ausgesprochen junger Gesichter.</span></strong></p>
<p><strong>Theo Koll haben Sie neben dem Auslands- auch das Inlandsressort unterstellt. Planen Sie jetzt mit Super-Redaktionen?</strong></p>
<p>Diese Zusammenlegung war jedenfalls ein wichtiger erster Schritt. Der lag auf der Hand, als Bettina Schausten nach sieben Jahren die Leitung der Hauptredaktion „Innenpolitik“ abgab. Da ergab sich eine Chance, nicht nur die K&#246;pfe zu konzentrieren, sondern in den Redaktionsbereichen Dokumentationen, Sondersendungen und Europa Kr&#228;fte zusammen zu f&#252;hren.</p>
<p><strong>Die n&#228;chste Gelegenheit steht ja bald an, wenn Ekkehardt Gahntz, der Leiter „Wirtschaft und Recht“, im August in den Ruhestand geht. Wird Kolls Reich weiter wachsen?<br />
</strong> Nicht in diese Richtung. Wirtschafts- und Finanzpolitik sind eine ganz eigene Disziplin, die spezielle Fachkenntnisse voraussetzt. Aber ich habe zu meinem Antritt gesagt, dass alle Sendungen auf dem Pr&#252;fstand stehen, und damit auch ihre redaktionelle Organisation.</p>
<blockquote><p>Update: Am 9. Juli gab das ZDF bekannt, dass Michael Opoczynski neuer Leiter der ZDF-Hauptredaktion Wirtschaft, Recht, Soziales und Umwelt wird.  Opoczynski &#252;bernimmt die neue Aufgabe zum 1. September 2010 und wird weiterhin das Magazin WISO moderieren.  Michael Opoczynski (Jahrgang 1948) arbeitet seit 1980 beim ZDF, wo er zun&#228;chst als freier Mitarbeiter im Landesstudio Hessen und sp&#228;ter als Redakteur in der Hauptredaktion Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik arbeitete. Anfang 1991 &#252;bernahm er in diesem Bereich die Leitung der Redaktion Dokumentationen/Reportagen. Seit Oktober 1992 leitet er die Redaktion WISO und pr&#228;sentiert das gleichnamige Magazin.</p></blockquote>
<p>Und ich merke an den Reaktionen auf die Zusammenlegung von Innen- und Au&#223;enpolitik, dass vor allem junge Kollegen sehr froh dar&#252;ber sind, dass sich mit einer solchen Zusammenlegung auch neue Arbeitsm&#246;glichkeiten ergeben. Davor braucht man keine Angst zu haben. Und &#252;brigens: Mit der neuen zusammengefassten Hauptredaktion gewinnt das Thema Politik im ZDF an Gewicht.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8143" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/gesamt_7643.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8143" title="gesamt_7643" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/gesamt_7643-220x136.jpg" alt="" width="220" height="136" /></a><p class="wp-caption-text">Schmuckloser Rahmen: Daniel Bouhs, Annette Milz beim Interview mit Peter Frey (rechts: Assistentin Shakuntala Banerjee) im ziemlich n&#252;chternen Chefb&#252;ro.</p></div>
<p><strong>Wird da der Flaschenhals f&#252;r neue Ideen nicht immer enger?</strong><br />
Manche Arbeitsaufteilung, die wir bisher praktiziert haben, war nicht besonders sinnvoll: &#220;ber US-Pr&#228;sident Obamas Arbeit in Amerika berichtete die HR Au&#223;enpolitik. Traf er die Kanzlerin in Dresden, war die HR Innenpolitik dran. Dass die Kollegen jetzt zusammenarbeiten, sehe ich als Vorteil. Und nochmals zum Nachwuchs: der hat bei uns bessere M&#246;glichkeiten denn je. Wir haben 35-j&#228;hrige VJs, die schon auf fast allen Kontinenten unterwegs waren. Solche Chancen m&#252;ssen Sie in anderen Sendern erst einmal finden!</p>
<p><strong>Wie soll sich das im Programm &#228;u&#223;ern?</strong><br />
Immerhin haben wir jetzt auch die M&#246;glichkeit, beispielsweise das Thema Europa nicht nur au&#223;en- sondern auch innenpolitisch anzugehen – ein Thema, das mich sehr umtreibt. Wir brauchen Sendepl&#228;tze, um Themen wie beispielsweise den Streit Merkel-Sarkozy zur Wirtschaftsregierung besser auf den Grund gehen zu k&#246;nnen. Blo&#223; in den Polit-Formaten wie „Berlin direkt“ oder „L&#228;nderspiegel“ gelingt das nicht, das zeigt die Erfahrung.</p>
<p><strong>Wie gro&#223; ist Ihr Spielraum, daf&#252;r auch neue Formate zu schaffen?<br />
</strong> Der Chefredakteur ist aufgerufen, das ZDF-Hauptprogramm zu pr&#228;gen. Dar&#252;ber hinaus hat er den Infokanal und Online. Aber ich glaube, dass wir auch &#252;ber neue Dinge nachdenken m&#252;ssen und beim Gespr&#228;ch &#252;ber eine Reform des Programmschemas nicht nur K&#228;stchen hin- und herschieben sollten.</p>
<p><strong>Wenn alles auf dem Pr&#252;fstand steht: Wie sieht es denn mit dem Profil der Magazine aus? Nehmen wir mal das neue Format „ZDF.reporter unterwegs“, bei dem auff&#228;llt, dass es ganz &#228;hnliche Recherchen wie „Frontal 21“ angeht.<br />
</strong> Das sehe ich anders. Ich sch&#228;tze an den „ZDF.reportern“, dass sie lebensnah sind und gesellschaftspolitische Themen mit einer Direktheit angehen, wie man es in anderen Stellen unseres Programms nicht findet. Die neue Form „ZDF.reporter unterwegs“ ist sehr gelungen, wenn sie sich mit mehreren Beitr&#228;gen auf ein Thema konzentriert, wie zuletzt zum Thema Gesundheitspolitik. Trotzdem gibt es bei unseren Magazinen – auch zwischen Frontal 21 und den Reportern im Studioformat – in der Tat &#220;berschneidungen, die meiner Meinung nach nicht sein m&#252;ssen. Deshalb habe ich meine Kollegen gebeten, zu &#252;berlegen, was die Einzigartigkeit, der unique selling point, ihrer Magazine ist.</p>
<p><strong>Gleichen die ZDF-Reporter nicht „Panorama – die Reporter“ im NDR-Fernsehen, das fr&#252;her da war?<br />
</strong> Im Fernsehen wird selten etwas ganz neu erfunden. Aber trotzdem m&#252;ssen Sender neue Formen f&#252;r sich entdecken und implementieren. Ich finde jedenfalls den Weg erfolgversprechend, den die Reporter eingeschlagen haben.</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7702.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="alignright size-full wp-image-8144" title="Frey_7702" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7702.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Was halten Sie eigentlich von einem investigativen Reporterpool, wie ihn der NDR eingerichtet hat?<br />
</strong> Ich bin skeptisch gegen&#252;ber Organisationseinheiten, die nicht direkt an Sendungen angebunden sind. Wir haben das im ZDF in einem Fall, n&#228;mlich dem Reporter-Pool, f&#252;r kurzfristige aktuelle Eins&#228;tze. Ansonsten arbeiten wir mit „Task-Forces“, die sich etwa mit Doping besch&#228;ftigen. Mit der Idee einer investigativen Einheit, die freischwebt und sehen muss, wo sie ihre Erkenntnisse unterbringt, kann ich mich nicht so richtig anfreunden. Wir haben mit „Frontal 21“ ja auch ein investigatives Magazin, dessen Recherchen durchaus in andere Sendungen einflie&#223;en. Deshalb glaube ich nicht, dass wir noch eine gesonderte investigative Einheit brauchen.</p>
<p><strong>Die politische Berichterstattung des ZDF steht ja nach der „Causa Brender“ unter besonderer Beobachtung. Welche Leitlinie wollen Sie ihr geben?<br />
</strong> Da kann ich leider nicht mit Originalit&#228;t dienen, sondern nur sagen, dass ich mich in der Tradition meiner Vorg&#228;nger, von Reinhard Appel &#252;ber Klaus Bresser bis Nikolaus Brender, sehe: Unsere Glaubw&#252;rdigkeit entsteht in erster Linie aus unserer Unabh&#228;ngigkeit. Und die m&#252;ssen wir in unserem Programm umsetzen. Das bedeutet: erst einmal muss man berichten, was ist. Zweitens erkl&#228;ren, warum das passiert ist. Und drittens mutig, klar und originell kommentieren. Auch das geh&#246;rt zur 100-Tage-Bilanz: Wir machen mehr Kommentare und sind deutlicher geworden.</p>
<p><strong>Wie oft wurden Sie denn bisher aus dem Verwaltungs- und Fernsehrat angerufen?<br />
</strong> In den ersten 100 Tagen haben mich genau zwei Anrufe erreicht und die hatten jeweils einen Punkt. Damit kann ich leben.</p>
<p><strong>&#8230;also noch Ruhe vor dem Sturm? Wie gehen Sie damit um?<br />
</strong> Ich sehe das nicht als Ruhe vor dem Sturm. Die Signale, die man aussendet, werden auch drau&#223;en geh&#246;rt. Die Gremien haben die Funktion, unser Programm im Auftrag der Gesellschaft kritisch zu spiegeln. Wenn es da Anmerkungen geben sollte, m&#252;ssen wir uns dem stellen. Ich folge aber auch in dieser Sache dem Vorbild Brenders: Ich werde mich nicht fest einem der Freundeskreise zuordnen. Der Chefredakteur soll hier unabh&#228;ngig bleiben und sich nicht verorten lassen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8145" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Bild_7680.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8145" title="Bild_7680" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Bild_7680-220x200.jpg" alt="" width="220" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Dieses Bild mit dem Schriftzug &quot;Freytag&quot; als Anlehnung an seine Internet-Kolumne &quot;Freytag&quot;als Berliner B&#252;rochef erhielt der ZDF Chefredakteur zum Abschied aus Berlin.</p></div>
<p><strong>Sie wollen ein „sichtbarer“ Chefredakteur werden und haben daf&#252;r gleich das Format „Was nun…?“ h&#228;ufiger ins Programm gehoben. Wird das ein festes Frey-Format?</strong><br />
Ich will nicht sagen, dass dieses Format ausschlie&#223;lich auf den Chefredakteur zugeschnitten sein soll. Da verstehe ich mich zu sehr als Teamplayer. Und mit Bettina Schausten bringt die Hauptstadtchefin ihre Kenntnisse in die Sendung ein. Mir ging es erst einmal darum, das zugespitzte Gespr&#228;ch mit einem Menschen in einer Entscheidungssituation, und das steckt ja hinter der Frage „Was nun…?“, wiederzubeleben. Das ist mit den Krisen, die wir durchleben, auch notwendig geworden. Aber auch diese Sendung braucht Erneuerung, und das gehen wir an. Wir verkn&#252;pfen „Was nun…?“ mit Online: Die Rubrik der Satzerg&#228;nzungen spielen wir ins Netz weiter und bitten unsere Nutzer, uns Anf&#228;nge f&#252;r Satzerg&#228;nzungen vorzuschlagen, samt Ranking. Gleiches gilt f&#252;r Fragen der Nutzer. Unsere Zuschauer haben diese M&#246;glichkeit, sich &#252;ber das Internet in die Sendung einzubringen, begeistert angenommen. Gleich bei den ersten beiden Malen waren mehrere Tausend beteiligt.</p>
<p><strong>Die ARD bringt von Herbst 2011 sogar f&#252;nf Mal die Woche Talk-Formate und holt sich f&#252;r den Sonntagabend G&#252;nther Jauch an Bord. Ist Talk f&#252;r Sie &#252;berhaupt noch ein Thema – oder ein Format von gestern?<br />
</strong> Ich k&#246;nnte mir denken, dass das, was da in der ARD von montags bis donnerstags geplant wird, zu einem St&#252;ck Kannibalisierung f&#252;hrt. Es werden doch sehr gleichartige Kollegen auf ein gleichartiges Talkpersonal zugehen. Ich bin gespannt, ob die sich einigen k&#246;nnen, wer zu Beckmann geht und wer zu Plasberg, Will und Maischberger, oder ob’s ein Hauen und Stechen gibt. In meiner Verantwortung haben wir nur eine Talkshow, n&#228;mlich die von Maybrit Illner. &#8220;Die ist gut f&#252;r drei&#8221;, hat „Spiegel Online“ ausgerechnet zum 60. Geburtstag der ARD geschrieben. Der Meinung bin ich auch!</p>
<p><strong>Wird es ein Problem, wenn Anne Will gegen Maybrit Illner gesetzt wird?<br />
</strong> Wir scheuen keine Konkurrenz. Die Gleichf&#246;rmigkeit k&#246;nnte f&#252;r die ARD zum Problem werden. Ich finde, dass wir im ZDF verschiedenartiger aufgestellt sind – und damit interessanter. Und bei uns gibt es auch neue Ideen. Nehmen Sie, was unsere Kollegen vom Infokanal bei den letzten Wahlen gemacht haben: Im crossmedialen Format „Erst Fragen, dann w&#228;hlen!“ haben sie ein wirklich interessantes Experiment gewagt, in dem sich die Sendung &#252;ber eine lange Zeitschiene von 90 Minuten mit einer Person auseinandergesetzt hat – Fragen und Einw&#252;rfe von jungen Leuten aus dem Web und Studio inklusive. Das fand ich witzig, teils unverhofft. Genau diese Farbe k&#246;nnte ich mir auch im Hauptprogramm vorstellen.</p>
<p><strong>Im Gegensatz zu ZDFneo, das aktiv auch mit neuen Formaten von der Programmdirektion gepusht wird, n&#228;hrt sich der Info-Kanal aber im Wesentlichen von Wiederholungen. Warum aktivieren Sie diesen Sender nicht mehr?<br />
</strong> Das h&#228;ngt vom Geld ab, das uns zur Verf&#252;gung steht. Deshalb werden nicht alle Bl&#252;tentr&#228;ume wahr. Bisher hat die Chefredaktion ihre Kr&#228;fte vor allem in den Online-Bereich gesteckt. Aber auch der Infokanal braucht sein eigenes Gesicht und seine eigene Identit&#228;t. Beides hat er bisher nicht gefunden. Mir schwebt vor, dass der Infokanal Online- und Fernsehwelt intensiv verkn&#252;pft, k&#252;nftig also ein Fernsehkanal wird, der vieles von dem abbildet, was sich bei uns online tut. Und der so oft wie m&#246;glich den Dialog zwischen Fernsehen und den Usern erm&#246;glicht. Wir denken auch dar&#252;ber nach, aus den Zuschauer-Rankings „Am besten bewertet“ und „Am meisten gesehen“ unserer Mediathek automatische Playlists f&#252;r den Infokanal zu generieren, also ein st&#228;ndiges Best-of unserer Informationssendungen.</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7590.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="alignleft size-medium wp-image-8155" title="Frey_7590" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_7590-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a>Wie schnell wollen Sie das schaffen?<br />
</strong> Wir werden im August zu einer Programmklausur zusammenkommen. Dann m&#252;ssen wir die n&#246;tigen Entscheidungen treffen und umsetzen. Ich hoffe, dass erste Fortschritte Anfang des n&#228;chsten Jahres zu sehen sein werden. Ob wir aber f&#252;r den Ausbau des ZDF-Infokanals so viel Geld in die Hand nehmen k&#246;nnen, wie wir das f&#252;r ZDFneo gemacht haben, kann ich nicht versprechen.</p>
<p><strong>Nun sparen Sie im Hauptprogramm ja Geld ein, mit dem Verzicht auf Boxen …<br />
</strong> … was etwa 20 Millionen Euro entspricht. Aber ganz ehrlich: Im Zusammenhang mit Sportrechten vom Sparen zu reden, geht nicht auf.</p>
<p><strong>Sehen Sie andere Bereiche, in denen Sie noch sparen k&#246;nnen?<br />
</strong> Nein. Wir sind sehr ambitioniert vorgegangen und haben uns breit aufgestellt: Als Ein-Kanal-Angebot funktioniert das ZDF nicht mehr. Deshalb war es richtig, sich auch digital aufzustellen. Daf&#252;r ist nach mehreren Sparprogrammen im Haus jetzt der Speck weg. Wir m&#252;ssen deshalb Strukturen schaffen, die zwischen den verschiedenen Plattformen Synergien herstellen. Wenn uns das nicht gelingt, wird’s schwer!</p>
<p><strong>Das ZDF will ja mit den Spartensendern wie ZDFneo vor allem junge Zuschauer locken. Behindert das nicht eine Verj&#252;ngung des ZDF-Hauptprogramms, das schon als &#8220;Kukident-Sender&#8221; gilt, auch bei der werbetreibenden Wirtschaft?<br />
</strong> Wenn man von der Verj&#252;ngung des ZDF spricht, wird man ganz bescheiden. Wobei das uns ebenso geht wie den Kollegen von der ARD, den Qualit&#228;tszeitungen, Parteien, Vereinen und Kirchen. Wir sind da Teil eines gro&#223;en gesellschaftlichen Trends, einer Entkopplung der j&#252;ngeren Generation von den etablierten Organisationen unserer Gesellschaft. Allerdings sehen wir auch, dass wir zum Beispiel nach gro&#223;en Sportstrecken mit Dokumentationen oder anderen qualitativ hochwertigen Programmen junge Zuschauer halten k&#246;nnen.</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/H&#228;nde_7606.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="alignleft size-medium wp-image-8151" title="H&#228;nde_7606" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/H&#228;nde_7606-220x140.jpg" alt="" width="220" height="140" /></a>Ihr Rezept?<br />
</strong> Verj&#252;ngung kann nur funktionieren, wenn wir uns auf die Lebenswirklichkeit der j&#252;ngeren Leute im Programm zubewegen. Formal wie inhaltlich: Die Themen, die diese Generation besch&#228;ftigen, m&#252;ssen bei uns vorkommen. Aber wir m&#252;ssen auch ein Missverst&#228;ndnis kl&#228;ren: Wenn wir von der j&#252;ngeren Generation sprechen, dann meine ich die Generation der Vierzigj&#228;hrigen. Also die Mitte der Gesellschaft, die die Fernsehgeb&#252;hr zahlen. Wenn wir die halten und neue dazugewinnen, bin ich ja schon zufrieden.</p>
<p><strong>Was muss sich dazu &#228;ndern?<br />
</strong> Fragen von Partnerschaft, des fairen Ausgleichs der Geschlechter, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch neue Familienmodelle spielen in unserem Programm eine zu geringe Rolle, wenn man mal von der Reihe „37 Grad“ absieht. Im menschlichen Bereich – auch wenn ich an die Beziehung zwischen alten Eltern und ihren mittelalten Kindern denke –spielen sich heute Dramen ab, Stichworte: Pflege, Vereinsamung, Verantwortung f&#252;reinander. Da steckt eine Menge Stoff f&#252;r journalistische Ann&#228;herung. Und viele Mitarbeiter im ZDF sind selbst erst zwischen 30 und 45, also j&#252;nger als ich. Sie m&#252;ssen daf&#252;r k&#228;mpfen, dass die Themen, die sie am K&#252;chentisch oder mit Freunden diskutieren, auch st&#228;rker bei uns im Programm vorkommen.</p>
<p><strong>Denken Sie da auch an personelle Ver&#228;nderungen? Im <a href="http://www.mediummagazin.de/archiv/2010/ausgabe-3-2010/wenn-wir-aufhoeren-zu-stoeren-machen-wir-was-falsch/" target="_blank">mediummagazin-Fragebogen</a> haben Sie Anfang des Jahres gesagt, es gebe zu wenig weibliche F&#252;hrungskr&#228;fte. Wie wollen Sie das im ZDF &#228;ndern?<br />
</strong> Da muss man gar nicht lange &#252;berlegen: Indem man Frauen h&#228;ufiger in F&#252;hrungspositionen hereinholt. Beispielsweise hole ich jetzt mit Yvette Gerner als Chefin vom Dienst der Chefredaktion eine Kollegin in mein Team. Und dank einer gezielten F&#246;rderung schon von Nikolaus Brender sind viele Chefposten der Landesstudios mit Frauen besetzt. Allerdings sehe ich, dass die Frauen mit weniger Push in F&#252;hrungspositionen dr&#228;ngen und sie h&#228;ufiger Kompromisse zugunsten der Familie machen. Leider haben wir nach dem Weggang von Bettina Schausten keine Leiterin einer Hauptredaktion mehr, daf&#252;r ist mit ihr zum ersten Mal der Chefposten des Hauptstadtstudios mit einer Frau besetzt. Das ist doch schon mal was!</p>
<p><strong>Planen Sie auch neue Formate? Wom&#246;glich nach dem Vorbild von „WISO“, das in der „Mitte der Gesellschaft“ ja auch Erfolg hat?</strong><br />
Ja, „Wiso“ ist ein sehr erfolgversprechendes Beispiel. Aber wie in vielen anderen Sendungen sind die Protagonisten, ob Moderatoren oder Ratgeber, h&#228;ufig &#228;lter. Ein entschiedener Schritt w&#252;rde an dieser Stelle vielleicht helfen. Ich bin &#252;brigens &#252;berzeugt, dass auch &#228;ltere Leute, das Stammpublikum des ZDF, gerne sehen, wie die Generation ihrer Enkelinnen und Enkel lebt.</p>
<p><strong>Sind auch Formate wie der RTL-Schuldenberater oder die Super-Nanni f&#252;r Sie denkbar?<br />
<span style="font-weight: normal;"> Den</span></strong>kbar ja, aber die Erfahrung lehrt: So etwas funktioniert bei uns schwerer als bei anderen Kan&#228;len. Wir haben l&#228;ngst an verschiedenen Stellen im Programm versucht, in das Thema Coaching einzusteigen. Manchmal haben wir zudem das Gef&#252;hl: Je j&#252;nger die Machart einer Sendung ist, desto &#228;lter wird das Publikum. Die j&#252;ngere Generation erwartet solche Formate ganz einfach nicht bei uns. Deshalb sehe ich eher einen Weg darin, traditionelle Markenkerne des ZDF zu nutzen und im Inneren zu verj&#252;ngen. Nehmen wir „Berlin Direkt“, das ich bis M&#228;rz selbst betreut habe. Dieses schon rund 30 Jahre alte Politikformat kommt mit seiner Machart auch bei J&#252;ngeren mehr und mehr gut an. &#196;hnliches gilt f&#252;r das „auslandsjournal XXL“ oder „Aktenzeichen XY“, das im Bereich meines Kollegen Thomas Bellut liegt.</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/frey_rechts_7555.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="alignleft size-medium wp-image-8156" title="frey_rechts_7555" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/frey_rechts_7555-220x146.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a>Was betrachten Sie denn als Treffer in die richtige Richtung?<br />
</strong> „Afrikas Sch&#228;tze“ hatte ich ja schon erw&#228;hnt. Auch Claus Klebers „Die Bombe“ lief gut. Wir sehen, dass diese Presenter-Formen, die jetzt auch bei den „ZDF.reportern“ und bei „ZDF.umwelt“ eingesetzt werden, gut bei jungen Leuten ankommen. Da sehen wir Fortschritte. Und ich sage noch einmal: Auch das neue Nachrichtenstudio bewegt sich nicht im luftleeren Raum, sondern ist ebenfalls ein Versuch, das ZDF mit einer modernen, eng an die &#196;sthetik des Internets angelehnten Pr&#228;sentation zu verj&#252;ngen, und zwar nicht an der Peripherie, sondern an der Wirbels&#228;ule des Informationsprogramms.</p>
<p><strong>Zwei ZDF-St&#252;cke, die hochgelobt wurden, kamen von Ihrem „Frontal 21“-Chef Claus Richter und vom ehemaligen „Spiegel“-Chef Stefan Aust – eine Doku &#252;ber den Krieg in Afghanistan und die Reihe „Wettlauf um die Welt“. Wollen Sie diese Art einer „Public-Private-Partnership“ fortf&#252;hren?<br />
</strong> Ja. Wir haben mit Aust auch zusammengearbeitet, als er noch bei „Spiegel TV“ war. Mit denen machen wir &#252;brigens sehr gute Erfahrungen. Auch die Slomka-Serie war eine Produktion von „Spiegel TV“.</p>
<p><strong>Stefan Aust ist jetzt aber an N24 beteiligt. Ein Problem?<br />
</strong> Wir haben in Kooperation mit Stefan Aust und Frontal 21 schon mehrere preisgekr&#246;nte Filme realisiert. „Der Fall Deutschland“ hat den deutschen Fernsehpreis gewonnen, „Wettlauf um die Welt“ hat mehrere renommierte Auszeichnungen erhalten. Wenn interessante Angebote auf meinen Tisch kommen, sehe ich keinen Grund daf&#252;r, ihm jetzt den Stuhl vor die T&#252;r zu stellen. Insofern w&#252;rde ich die Zusammenarbeit gerne fortsetzen. Ich glaube au&#223;erdem, dass ihm bewusst sein wird, dass das ZDF als Abspielplattform f&#252;r seine Hervorbringungen am Ende erfolgversprechender sein d&#252;rften als ein Spartenkanal. Gleichwohl muss man feststellen: Der Film „Sterben f&#252;r Afghanistan“ war von hoher Qualit&#228;t und entsprechend sehr aufw&#228;ndig, er hatte es aber auf einem sehr guten Sendeplatz gegen die starke Konkurrenz auch sehr schwer. Das geh&#246;rt zu den ern&#252;chternden Erkenntnissen, die auch in eine Diskussion um ein neues Programmschema mit einflie&#223;en m&#252;ssen.</p>
<p><strong>Wie soll das aussehen, werden Sie die Dokumentationen von Ihrem Sendeplatz nach Mitternacht befreien?<br />
</strong> Na ja, das ZDF muss erfolgreich bleiben. Das hei&#223;t auch, Erfolg bei den Marktanteilen, zu dem auch die Chefredaktion einen Beitrag leisten muss. Aber trotzdem: Eine 30- oder gar 45-min&#252;tige Dokumentation nach Mitternacht ist nicht der Platz, den ich mir daf&#252;r vorstelle. Da fallen einem unterschiedliche M&#246;glichkeiten ein. Die „ZDF.reportage“ beispielsweise l&#228;uft sonntags um 18.30 Uhr ganz gut. Es hat sich aber als Illusion herausgestellt, um 20.15 Uhr mit investigativen Dokus hohe Marktanteile zu erzielen. Das schafft man nur mit royalen oder ganz zugespitzten historischen Stoffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8146" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_handy_7675.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8146" title="Frey_handy_7675" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_handy_7675-220x146.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a><p class="wp-caption-text">Peter Frey  zeigt im Gespr&#228;ch sein Smartphone und das Display spiegelt ihn selbst</p></div>
<p><strong>Sie haben vorhin auch ihre Ambitionen in Richtung online betont. Wie fit sind Sie selbst eigentlich im Umgang mit Online-Diensten?</strong><br />
Ich habe jedenfalls seit einer Weile ein Smartphone (auf dem Tisch liegt ein HTC), allerdings nur ein &#8220;iPhone f&#252;r Arme&#8221; (<em>lacht</em>). Aber ich sehe durchaus mit einiger Irritation, wie da eine Art von Abh&#228;ngigkeit entsteht. Ich lese jetzt st&#228;ndig E-Mails und bin pausenlos auf Webseiten unterwegs, bin insofern ein echter Kunde f&#252;r das mobile Internet. Bei sozialen Netzwerken bin ich aber noch zur&#252;ckhaltend. Ich wei&#223; momentan nicht, woher ich daf&#252;r noch die Zeit aufbringen soll.</p>
<p><strong><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_Blick__76701.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="alignright size-medium wp-image-8157" title="Frey_Blick__7670" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Frey_Blick__76701-220x146.jpg" alt="" width="220" height="146" /></a>Haben Sie schon mal getwittert, nutzen Sie Facebook?</strong><br />
Nein – und zwar bewusst. Ein Leben an der &#246;ffentlichen Pinnwand reizt mich pers&#246;nlich nicht, ich m&#246;chte mir ein St&#252;ck Privatheit bewahren. Auch wenn mir neulich ein Kollege sagte, die Link-Tipps seiner Freunde auf Facebook seien ihm inzwischen wichtiger als die t&#228;gliche Zeitungslekt&#252;re. Ich sehe gleichzeitig aber auch, dass Facebook f&#252;r uns unglaublich wichtig ist: Der „heute“-Sendung folgen gut 50.000 User &#8211; als Zuschauer und Kommentatoren unserer Nachrichten und TV-Tipps. Das ist ein ganz wichtiger Gradmesser daf&#252;r, was bei den Leuten ankommt. Um das besser zu integrieren, habe ich auch unsere Konferenz umgebaut: Nach der Themenvorstellung f&#252;r die „heute“-Nachrichten im TV stellen jetzt die Onliner ihre Themen vor und sagen auch, welches Thema beim Facebook-Auftritt der „heute.de“ auf besondere Resonanz st&#246;&#223;t. Also, ich werde mir das im Urlaub von meiner Tochter zeigen lassen – und wer wei&#223;, vielleicht bin ich bei unserem n&#228;chsten Gespr&#228;ch auch bei Facebook „drin“.</p>
<p><strong>Ver&#228;ndert diese Entwicklung die Berufsbilder?</strong><br />
Sicher. Wir entwickeln gerade eine Plattform, mit der unsere Redakteure sehr einfach Webseiten anlegen k&#246;nnen. Das werden wir voraussichtlich im Herbst einf&#252;hren. Dann werden die Fachredakteure, die bisher nur TV-Beitr&#228;ge erstellt haben, ihr Wissen auch im Netz umsetzen k&#246;nnen. Wenn wir uns angesichts knapper Mittel nach der Decke strecken m&#252;ssen, dann hei&#223;t das f&#252;r mich auch: geteilte Verantwortung. Warum sollte zum Beispiel der Schlussredakteur der 12-Uhr-„heute“ nicht auch bis 12 Uhr f&#252;r die Bespielung von heute.de zust&#228;ndig sein?</p>
<p><strong>Wie halten Sie es eigentlich mit freien Mitarbeitern, wie es die meisten Moderatoren sind, und Nebent&#228;tigkeiten?</strong><br />
Da m&#252;ssen wir uns mit dem konkreten Fall befassen. Aber das Thema Nebent&#228;tigkeiten besch&#228;ftigt die Chefredaktion schon seit einigen Jahren. Ich habe mir vorgenommen, mit meinen Kollegen in einer der n&#228;chsten Sitzungen &#252;ber entsprechende Richtlinien zu sprechen. Ich bin nicht grunds&#228;tzlich dagegen, dass Kollegen Nebent&#228;tigkeiten aus&#252;ben, solange sie keinen werblichen Charakter haben und die journalistische Glaubw&#252;rdigkeit nicht gef&#228;hrden. Ich finde, es gibt eine pragmatischen &#220;berlegung: Wenn nicht ein ZDF-Gesicht vortr&#228;gt oder moderiert, kommt ein Kollege der ARD oder von RTL. Damit kann auch ein St&#252;ck &#246;ffentliche Bindung an das ZDF verloren gehen. Aber nat&#252;rlich kommt es sehr auf den einzelnen Fall an: Was ist das f&#252;r eine Veranstaltung und wie hoch ist das Honorar? Gibt es regelm&#228;&#223;ige Verpflichtungen vom gleichen Auftraggeber? In welchem Verh&#228;ltnis steht es zum Einkommen, das man vom ZDF erh&#228;lt? Wir haben schon jetzt ausgekl&#252;gelte Richtlinien, die Transparenz schaffen. Aber wir m&#252;ssen, vielleicht in einer Art Selbstverpflichtung, uns die Kriterien noch klarer machen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8149" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/kmh_video1.jpg" rel="lightbox[8136]"><img class="size-medium wp-image-8149   " title="kmh_video1" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/kmh_video1-220x137.jpg" alt="" width="220" height="137" /></a><p class="wp-caption-text">Katrin M&#252;ller-Hohenstein als Schirmherrin des Weihenstephan-&quot;Qualit&#228;tsbeirats&quot;. Das Engagement wurde nach der Kritik von Peter Frey im mm-Interview beendet.</p></div>
<p><strong>Als Johannes B. Kerner, damals noch in ZDF-Diensten, f&#252;r AirBerlin warb, hat ihr Vorg&#228;nger laut auf den Tisch gehauen. Jetzt gibt es wiederum in ihrem Bereich mit Katrin-M&#252;ller Hohenstein ein ZDF-Gesicht, das f&#252;r die Molkerei Weihnstephan wirbt. Ist das kein Problem?<br />
</strong> Sie haben Recht: Ihr Internet-Auftritt auf den Seiten von Weihenstephan ist nicht gl&#252;cklich und kann so nicht bleiben. Er entspricht nicht den Vorstellungen des ZDF von Auftritten seiner journalistischen K&#246;pfe. Diese Einsch&#228;tzung habe ich Frau M&#252;ller-Hohenstein mitgeteilt. Sie ist mit den Verantwortlichen im Gespr&#228;ch. Ich gehe davon aus, dass dieser Internet-Auftritt schon bald Geschichte ist.</p>
<blockquote><p><strong>Update:</strong> siehe auch <a href="http://www.mediummagazin.de/aktuelles/katrin-mueller-hohenstein-bedauert-und-wir-stellen-klar/" target="_blank">Katrin M&#252;ller-Hohenstein bedauert &#8230;.</a></p></blockquote>
<p><strong>Woran soll man Sie eigentlich messen, wenn Intendant und Verwaltungsrat in vier Jahren &#252;ber eine Verl&#228;ngerung Ihres Vertrages diskutieren?</strong><br />
Dass die Zuschauer Spa&#223; am ZDF haben und wir f&#252;r sie eine erstklassige Informationsquelle bleiben. Dass sie das Gef&#252;hl haben, da sind Journalisten am Werk, die ihr Handwerk verstehen und die sich nicht verbiegen. Und dass unsere Zuschauer sp&#252;ren: Da ist ein Sender auf der H&#246;he der Zeit unterwegs.</p>
<p><strong>Verkn&#252;pfen Sie das mit irgendwelchen Kenngr&#246;&#223;en wie Marktanteilen oder dem Durchschnitts-Alter des ZDF-Zuschauers?<br />
</strong> Nein. Da habe ich was vom Kanzler Schr&#246;der gelernt. Der wurde sieben Jahre an einer Arbeitslosenzahl gemessen, die ihm in einem interview rausgerutscht war. So konkrete Versprechungen meidet man also besser. Aber zu einem stehe ich: Wir m&#252;ssen Erfolg und Qualit&#228;t auch in Zukunft zusammenbringen.</p>
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		<title>&#8220;Mir geht es um Geschichten&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jan-Eric Peters &#252;ber seine ambitionierten Pl&#228;ne f&#252;r Springer Welt-Gruppe &#8211; die Langfassung des Interviews von Anne Haeming (s.a.mediummagazin 7-8/2919) Zur Person: Jan-Eric-Peters, 45, ist seit Februar 2010 Chefredakteur der gesamten Welt-Gruppe der Axel Springer AG – also gesamtverantwortlich f&#252;r „Die Welt”, „Welt am Sonntag”, „Welt Kompakt”, „Welt Aktuell”, „Welt Online”. und f&#252;r die Versionen f&#252;r mobile Endger&#228;te, wie „The Iconist“ exklusiv f&#252;rs iPad. Peters, fr&#252;her u.a. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jan-Eric Peters</strong> &#252;ber seine ambitionierten Pl&#228;ne f&#252;r Springer Welt-Gruppe &#8211; die Langfassung des Interviews von <a href="http://www.annehaeming.de/" target="_blank">Anne Haeming</a> (<em>s.a.mediummagazin 7-8/2919</em>)</p>
<blockquote><p><strong>Zur Person:</strong></p>
<p><strong>Jan-Eric-Peters</strong>, 45, ist seit Februar 2010 Chefredakteur der gesamten Welt-Gruppe der Axel Springer AG – also gesamtverantwortlich f&#252;r „Die Welt”, „Welt am Sonntag”, „Welt Kompakt”, „Welt Aktuell”, „Welt Online”. und f&#252;r die Versionen f&#252;r mobile Endger&#228;te, wie „The Iconist“ exklusiv f&#252;rs iPad. Peters, fr&#252;her u.a. CvD und Ressortleiter bei der M&#252;nchner „Abendzeitung“, Vize-Chef der „Hamburger Morgenpost“ und Chefredakteur  von „Max“, ist seit 2001 bei Springer, erst als Projektentwickler des Zeitungsvorstandes, dann als Stellvertreter von Chefredakteur Wolfram Weimer bei „Welt“/„Berliner Morgenpost“ und Co-Vater des Projekts „Alpha“, der Zusammenlegung der Redaktionen. 2003 wurde er Weimers Nachfolger. 2004 launchte er „Welt Kompakt“. Von 2007 bis 2010 war er Gr&#252;ndungsdirektor der „Axel Springer Akademie“.</p></blockquote>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8133" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Jan-EricPeters.jpg" rel="lightbox[8132]"><img class="size-medium wp-image-8133" title="Jan-Eric Peters / Welt, Wams" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Jan-EricPeters-220x146.jpg" alt="Jan-Eric Peters, Chefredakteur der &quot;Welt&quot;-Gruppe, Axel Springer AG" width="220" height="146" /></a><p class="wp-caption-text">Jan-Eric Peters, Chefredakteur der &quot;Welt&quot;-Gruppe, Axel Springer AG</p></div>
<p><strong>Herr Peters, Sie sind jetzt seit gut vier Monaten zur&#252;ck auf einer Stelle, die sie vor drei Jahren schon einmal hatten. Ist das nicht ein R&#252;ckschritt?</strong></p>
<p>Jan-Eric Peters: R&#252;ckschritt? Ach, wir Journalisten sind schon lustig. Als ich damals nach f&#252;nf Jahren „Welt“ mal wieder etwas Neues machen wollte und die Chance bekam, meine eigene Idee zu verwirklichen und eine ganz neuartige Journalisten-Akademie aufzubauen, war gleich von „Abstieg“ die Rede. Wenn ich heute wieder die „Welt“ und damit die gr&#246;&#223;te Qualit&#228;tsmedien-Gruppe des Landes als Chefredakteur &#252;bernehme, sprechen Sie nun von „R&#252;ckschritt“. Unserem Beruf t&#228;te eine etwas positivere Lebenssicht schon ganz gut&#8230; Damals wie heute sage ich: Es ist einfach eine neue spannende Aufgabe. Die Zeiten sind anders, das Portfolio hat sich ge&#228;ndert. Die Redaktion hat mir jedenfalls einen tollen Empfang bereitet und sich offenbar sehr &#252;ber den „R&#252;ckschritt“ gefreut.</p>
<p><strong>Waren die alle froh, Ihren Vorg&#228;nger Thomas Schmid los zu sein?</strong></p>
<p>Quatsch, wir sind alle froh, Thomas Schmid als Herausgeber zu haben. Die Erg&#228;nzung der Chefredaktion um einen Herausgeber, der sich ganz um die publizistische Ausrichtung k&#252;mmern kann und unsere Medien mit klugen  Kommentaren und Analysen bereichert, ist ein Geschenk.</p>
<p><strong>Was ist anders als bei Ihrem Antritt 2003?</strong></p>
<p>Die Aufgabenstellung ist anders, auch wenn es damals wie heute vor allem um hervorragenden Journalismus geht. Aber daneben stehen digitale Innovationen im Mittelpunkt, wir befinden uns in einer Umbruchphase. Wir haben fr&#252;h in<br />
digitale Angebote investiert und die Welt-Gruppe so zu einer Multimedia-Marke entwickelt. Damals waren mehr Managerf&#228;higkeiten gefragt. Unser „Projekt alpha“ lief gerade an, die Fusion zweier Redaktionen, um aus einem Newsroom heraus mehrere Zeitungen zu machen, die „Welt“ und die „Berliner Morgenpost“. Das war international einmalig, sogar Kollegen vom Wall Street Journal und diverser Redaktionen aus Asien kamen vorbei.</p>
<p><strong>Apropos: Haben die Kollegen von den „G+J-Wirtschaftstiteln“ oder vom „Dumont“-Verlag Sie mal angerufen und nach Tipps gefragt?</strong></p>
<p>Damals hie&#223; es in der Branche ja unisono: Das kann &#252;berhaupt nicht funktionieren. Mittlerweile ist unser Modell zum Vorbild geworden, das hat nat&#252;rlich was. Weil wir so fr&#252;h restrukturiert haben, geht es uns heute auch wirtschaftlich besser als anderen. Aus dem Newsroom bespielen wir jetzt sieben verschiedene „Welt“-Titel, dazu noch drei der „Berliner Morgenpost“.</p>
<p><strong>L&#228;uft das wirklich so reibungslos? Was, wenn Ihre Redakteure sagen: Also das gro&#223;e Portrait jetzt auch noch f&#252;r Welt Kompakt auf 30 Zeilen k&#252;rzen, nein danke!</strong></p>
<p>Wir denken hier in Geschichten, nicht Zeilenl&#228;ngen. Ich komme gerade aus der Themenkonferenz, die jeden Morgen fast eine Stunde dauert. Da diskutieren wir zuerst rein inhaltlich, fragen uns, welche Themen am wichtigsten sind und wie wir sie sehen. Erst dann geht es darum, wie wir welche Geschichte f&#252;r welchen Titel umsetzen und wer sie macht. Das Team von „Welt Kompakt“ bereitet die Artikel aus „Welt“ und „Welt Online“ &#252;brigens selbst auf, da muss kein Autor seine Geschichte k&#252;rzen.</p>
<p><strong>Es hei&#223;t, Sie seien viel n&#228;her an den einzelnen Redakteuren dran, in den Editorials der „WamS“ featuren Sie in erster Linie die Geschichten der Kollegen. Was steckt dahinter?</strong></p>
<p>Gerade war ein Reporter hier, der im Fall Mixa recherchiert, wir haben &#252;ber die neuesten Entwicklungen gesprochen und wie er seine Geschichte aufziehen k&#246;nnte. Ich finde, es ist Aufgabe eines Chefredakteurs, nah an seinen Leuten zu sein. Mir ist es wichtig, so oft und so direkt wie m&#246;glich mit den Redakteuren dar&#252;ber zu reden, was ich erwarte. Das habe ich schon immer so gemacht. Ich verstehe mich als Teamplayer, als starker Kapit&#228;n einer starken Mannschaft. Meine Aufgabe ist es dann auch, dem Leser unsere besten Geschichten nahezubringen, deshalb die Editorials.<br />
<strong>Was ist noch neu – au&#223;er dass Sie den Newsroom umgebaut haben?</strong></p>
<p>Ich habe den Newsroom neu organisiert, eben weil wir in Geschichten f&#252;r die gesamte Gruppe denken, nicht mehr f&#252;r jeden Titel einzeln. Die  Arbeitsabl&#228;ufe haben sich dadurch ge&#228;ndert, auch unsere Zust&#228;ndigkeiten: Vorher waren die stellvertretenden Chefredakteure einzelnen Titeln zugeordnet, jetzt ist die Chefredaktion gesamtverantwortlich f&#252;r alle Medien.<br />
<strong>Als Sie im Februar angetreten sind, haben Sie den Kreis erweitert.</strong></p>
<p>Ja, Cornelius TIttel, Ex-Chef des Kunstmagazins „Monopol“, ist jetzt einer der stellvertretenden Chefredakteure und Kulturchef. Ich habe drei, vier neue Leute geholt vom „Spiegel“ und der „FAZ“, und ein paar werden auch noch kommen.</p>
<p><strong>Sie sind zu sechst in der Chefredaktion. Weshalb so viele?</strong></p>
<p>Viele? Wir machen jeden Tag drei Zeitungen, online das gr&#246;&#223;te Nachrichten-und Debattenportal einer Qualit&#228;tszeitung, diverse Mobile-Angebote und parallel den f&#252;hrenden Qualit&#228;tstitel am Sonntag, neuerdings auch noch mit einem kompakten Ableger. Da sind wir vielleicht unter-, aber sicher nicht &#252;berbesetzt. Nehmen Sie einen Tag wie heute: Eigentlich h&#228;tte ich das Interview absagen m&#252;ssen, weil jemand aus der Chefredaktion krank geworden ist.</p>
<p><strong>Die FAZ nannte sie neulich den „Prototypen des modernen journalistischen<br />
Managers“. K&#246;nnen Sie sich damit identifizieren?</strong></p>
<p>Wenn ich mich recht erinnere, hie&#223; es auch, ich sei ein Macher mit einem Gesp&#252;r f&#252;r Themen. Ich sehe mich jedenfalls als Journalist, mir geht es um Geschichten, m&#246;glichst exklusiv und originell. Auch deshalb werden wir &#252;brigens unser Investigativteam zum eigenen Ressort direkt bei der Chefredaktion ausbauen und die Zahl der Reporter schon zum September auf sechs verdoppeln. Ich besch&#228;ftige mich viel lieber damit, wie wir spannende F&#228;lle wie z. B. den von Bischof Mixa behandeln als in Marketingrunden zu sitzen. Aber wenn man sieben Titel verantwortet, dann ist einem nat&#252;rlich<br />
auch die wirtschaftliche Seite nicht fremd.</p>
<p><strong>Sie verklagen gerade Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wegen falscher wirtschaftlicher Aussagen. Sie investierten aufgrund eines Interviews mit ihm in Arcandor-Aktien und machten rund 50.000 Euro Verlust. Geh&#246;rt die Klage f&#252;r Sie zu Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Chefredakteur?</strong><br />
Ich habe die Klage 2008 erhoben, da war ich nicht Chefredakteur. Nat&#252;rlich gibt es gesellschaftliche und medienrechtliche Aspekte, aber das m&#246;chte ich strikt privat halten, das Verfahren hat nichts mit meinem Job zu tun.</p>
<p><strong>In den letzten drei Jahren entwickelten und leiteten Sie die Axel Springer  Akademie (ASA), deren Schwerpunkt eine crossmediale Ausbildung ist. Die Journalistensch&#252;ler sind „digital natives“, sie sind mit dem Medium Internet gro&#223; geworden. Was konnten Sie von ihnen lernen?</strong></p>
<p>Ich habe gelernt, dass &#252;berraschend oft selbst digital natives eine gedruckte Geschichte f&#252;r die K&#246;nigsklasse halten. Mehr als 20 Absolventen arbeiten mittlerweile als Redakteure f&#252;r die „Welt“-Gruppe, und sie spielen da eine wichtige Rolle, weil sie gelernt habe, wie man journalistisch f&#252;r digitale Formate arbeitet.<br />
<strong>Die Journalistensch&#252;ler machen unter anderem „Welt Kompakt“. Im vergangenen Herbst starteten Sie eine Kampagne mit dem Claim „Sind wir reif f&#252;r eine neue Zeitung?“, zugeschnitten auf die Facebook-Generation. Wie ist die erste Bilanz?</strong></p>
<p>Die Auflage der „Welt Kompakt“ entwickelt sich seit dem Launch vor sechs Jahren kontinuierlich gut, dieser Trend setzt sich fort, wir sind zufrieden. „Welt Kompakt“ ist die Zeitung mit der j&#252;ngsten Leserschaft in Deutschland.</p>
<p><strong>Also machen die ASA-Sch&#252;ler die Zeitung im Prinzip f&#252;r sich selbst.</strong></p>
<p>Nicht ganz. Tageszeitungsleser sind in Deutschland im Schnitt Anfang 50, bei „Welt Kompakt“ liegen wir deutlich darunter, aber in der Masse sind es keine  Mitte 20-J&#228;hrigen wie die Journalistensch&#252;ler, die meisten Leser sind<br />
zwischen Mitte 20 und Mitte 40. Gut gebildet, mit einer hohen Affinit&#228;t zu digitalen Medien, klassische Internetnutzer.<br />
<strong>Wie viele werden denn verkauft?</strong></p>
<p>Viele.</p>
<p><strong>Eine Zahl w&#228;re sch&#246;n.</strong></p>
<p>Wir weisen gemeinsam mit der „Welt“ aus und verkaufen mehr als 250.000 Exemplare. Als wir „Kompakt“ vor sechs Jahren eingef&#252;hrt haben, lag die „Welt“ bei etwas &#252;ber 200.000.</p>
<p><strong>Warum schlagen Sie die Auflage denn immer der „Welt“-Auflage zu?</strong></p>
<p>Ganz einfach: F&#252;r uns geh&#246;ren die Titel zusammen, man kann Anzeigen auch nur in beiden Titeln gemeinsam schalten, und die IVW-Zahlen dokumentieren ja genau solche Vermarktungseinheiten. Au&#223;erdem: „Welt Kompakt“ ist nur einer<br />
unserer sieben Titel. Meine Priorit&#228;ten liegen derzeit st&#228;rker bei der „Welt am Sonntag“, bei den digitalen Innovationen und bei „Welt Online“, das wir im Juni stark &#252;berarbeitet haben.</p>
<p><strong>Was ist neu?</strong></p>
<p>Wir setzen bei „Welt Online“ noch st&#228;rker auf journalistische Inhalte, auf Nachrichten und Meinungsbeitr&#228;ge. Die Seite ist insgesamt viel entschiedener, weil wir uns vom weitverbreiteten Ballast der rechten Randspalte zugunsten zus&#228;tzlicher journalistischer Angebote getrennt haben. Und die Nutzerzahlen best&#228;tigen uns: Den sonst &#252;blichen Einbruch nach einem Online-Release hatten wir nicht, im Gegenteil. „Welt Online“ ist die Nummer 3 unter den Nachrichtenangeboten vor Focus, SZ, FAZ und Zeit.</p>
<p><strong>In „Welt Kompakt“ gibt es Facebook-Eintr&#228;ge statt Leserbriefe, 2D-Barcodes, eine Doppelseite zum Thema Internet, jeder Autor wird mit Twitter-Account genannt. Gelingt es, den Titel als eine Art Inkubator f&#252;r die „Welt“-Gruppe zu nutzen in Sachen Verkn&#252;pfung von Print und Online?</strong></p>
<p>Das geh&#246;rt zum Konzept von „Welt Kompakt“. Wir haben als erste Zeitung Social Media in die Berichterstattung integriert und sind die einzige Zeitung mit einem t&#228;glichen Internetressort. Wir wollen Dinge ausprobieren.</p>
<p><strong>Wie kommen denn etwa die 2D-Barcodes an?</strong></p>
<p>In Deutschland sind die Codes nicht so weit verbreitet, einige nutzen sie, ich tue es nicht. Bei Social Media sind wir sehr stark. Viele Leser twittern oder kontaktieren uns &#252;ber Facebook.</p>
<p><strong>Die „Welt Kompakt“ steht f&#252;r kurze Nachrichten – das lesen die meisten im Internet. Viele Zeitungen setzen daher mit Erfolg auf lange Geschichten, Magazinstorys, die Auflagen von Wochentiteln wie „Zeit“ und „FAS“ steigen, anders als bei der „WamS“. Geht die „Welt Kompakt“ nicht v&#246;llig an diesem Bed&#252;rfnis vorbei?</strong></p>
<p>Erstens ist die „Welt am Sonntag“ auch fast zehn Jahre nach dem Start der „FAS“ die klare Nummer eins am Sonntag, journalistisch und wirtschaftlich. Und zweitens ist „Welt Kompakt“ eben keine Wochenzeitung, das Konzept ist ja<br />
ein ganz anderes: Alles was man wissen muss auf 32 kleinformatigen Seiten, kurze Geschichten f&#252;r unterwegs. Dieses Konzept geht auf, das zeigt uns der gute Verkauf. Ich bin fest davon &#252;berzeugt, dass es ein Bed&#252;rfnis gibt f&#252;r<br />
kompakte, nachrichtliche St&#252;cke in bestimmten Lebenssituationen, da setzen wir auch mit unseren Mobile-Apps an.</p>
<p><strong>Im Raum K&#246;ln/Bonn testen Sie seit Februar die „Welt am Sonntag“ in<br />
Tabloidformat. Wie l&#228;uft’s?</strong></p>
<p>Gut, deshalb haben wir das Testgebiet vor ein paar Tagen ausgeweitet.<br />
<strong><br />
Die „WamS Kompakt“ liegt auch werktags am Kiosk. Soll sie zur Wochenzeitung werden?</strong></p>
<p>Nein, sie ist als Sonntagszeitung gedacht und liegt normalerweise auch nur dann am Kiosk, werktags haben wir ja „Welt Kompakt“. Wir wollen testen, ob die Leute das Format m&#246;gen und was mit der Auflage der „Welt am Sonntag“ passiert, ob es Kannibalisierungseffekte gibt. Ganz ehrlich, mit drei Tageszeitungen, einer Sonntagszeitung plus m&#246;glicherweise einem kompakten Ableger davon sind wir im Zeitungsmarkt sehr gut aufgestellt, da mag ich jetzt nicht auch noch an eine neue Wochenzeitung denken. Wir sind ja gerade erst mit „Welt Aktuell“ neu gestartet.</p>
<p><strong>Die gibt es nur an Bord der Lufthansa. Was ist das Besondere an diesem<br />
Blatt? Wieso machen Sie das?</strong></p>
<p>„Welt Aktuell“ gibt es auch in der 1. Klasse der Bahn. Das ist die schnellste Tageszeitung Deutschlands, sie erscheint ja schon nachmittags und bringt auf 12 Seiten alle aktuellen und relevanten Nachrichten des Tages. Wir bedienen damit unsere Leserschaft unterwegs nicht nur digital, sondern auch auf Papier.</p>
<p><strong>Die „WamS Kompakt“ ist eine Sache – wie ver&#228;ndern Sie die gro&#223;e „WamS“?<br />
</strong>Wir haben in den vergangenen Monaten schon eine Menge getan, Schritt f&#252;r Schritt. Ich halte von kontinuierlichen Verbesserungen mehr, weil man die Leser so besser mitnimmt. Ich zeige Ihnen das einmal (holt zwei Ausgaben der<br />
„WamS“). Das hier war die letzte Ausgabe vor meinem Start, die andere ist vom vergangenen Sonntag. Wir bringen jetzt mehr Geschichten auf der Titelseite, die nun sieben statt f&#252;nf Spalten hat, die komplette Seite 2 ist neu, die Themenmischung im ersten Buch ist lebendiger. Ich lege gro&#223;en Wert auf exklusive, am besten investigative Geschichten. Und grunds&#228;tzlich auf gut geschriebene Reportagen und Interviews, die einen ber&#252;hren, &#252;ber die man spricht.</p>
<p><strong>Was kommt noch?</strong></p>
<p>Wir werden die Struktur der Zeitung &#228;ndern, die Reihenfolge der Ressorts soll sich dem Leser leichter erschlie&#223;en. Im September kommt ein neues Zeitungsbuch dazu, wir investieren also auch in Print, es wird um modernes Leben und Gesellschaftsthemen gehen.</p>
<p><strong>Weshalb?<br />
</strong>Ich sehe die „Welt am Sonntag“ auch als Familienzeitung. In den vergangenen Monaten haben wir viele Themen gebracht, die bislang nicht so pr&#228;sent im Blatt waren: ein St&#252;ck &#252;ber die Institution der Ehe, die langsam ausstirbt,<br />
eine Reportage &#252;ber alleinerziehende Frauen, ein lebensnahes Feature &#252;ber Jugendliche. Davon will ich mehr.</p>
<p><strong>Den Fokus auf Geschichten haben Sie jetzt auch beim iPad in Szene gesetzt: mit dem Lifestyle-Kultur-Magazin „The Iconist“. Wie kam’s dazu?</strong></p>
<p>Unser Prinzip ist: Wir probieren Neues aus. Da kommt ein Ger&#228;t auf den Markt, das unser Mediennutzungsverhalten gravierend ver&#228;ndern wird, aber noch wei&#223; niemand genau wie. Entweder man setzt sich dann hin und schaut, was passiert. Oder man probiert etwas aus, so wie wir. So sind wir nun die einzige Zeitung in Deutschland mit eigenen Angeboten f&#252;rs iPad, was mich ehrlich gesagt ein wenig wundert. Aber umso besser: Jetzt ist unsere App auf vielen zehntausend iPads und in den Apple-Charts weit oben.</p>
<p><strong>Haben Sie denn heute Ihre „It-Bag“ dabei, wie Sie das iPad neulich in einer Frauenzeitschrift nannten?</strong></p>
<p>Heute nicht, aber ich habe gleich zwei zu Hause, eines wird dauernd von meinen Jungs genutzt.</p>
<p><strong>Zwei St&#252;ck der 500 Ger&#228;te, die Springer-Vorstand D&#246;pfner neulich verschenkt hat?<br />
</strong>Ich hatte sie schon vorher. Wir haben zum Verkaufsstart einen unserer Reporter f&#252;r eine Reportage nach New York geschickt. Das Video, das er &#252;ber den Kauf gedreht hat, wurde an diesem Tag mehr als 100.000 Mal abgerufen. Der Reporter hat dann gleich ein paar Ger&#228;te mit nach Deutschland gebracht, damit wir hier damit arbeiten k&#246;nnen. Mein Medienkonsum hat sich seither tats&#228;chlich ver&#228;ndert: Jetzt lese ich Zuhause nicht nur ein halbes Dutzend Zeitungen, sondern habe dabei auch immer noch das iPad auf dem Scho&#223;.</p>
<p><strong>Weltweit t&#252;fteln die Verlage gerade an Apps, probieren neue narrative Strukturen aus – was haben Sie auf Ihrem iPad, um sich inspirieren zu lassen?</strong></p>
<p>Ich habe noch nichts gesehen, bei dem ich dachte: Wahnsinn, das brauchen wir auch. Bei Apple hie&#223; es, unser „Iconist“ sei die Messlatte f&#252;r andere. Wir nutzen alle M&#246;glichkeiten dieses Ger&#228;ts, mit Videos und Audiost&#252;cken. Mehr geht im Moment nicht. Zus&#228;tzlich haben wir den iKiosk f&#252;r die elektronische Zeitung und die „Welt“-App.</p>
<p><strong>Nutzer haben sich online &#252;ber die erste Version der Welt-App f&#252;rs iPad beschwert. Woran haperte es?</strong></p>
<p>Am Anfang gibt es ja bei Neuentwicklungen ja oft technische Problem, das geh&#246;rt zum Ausprobieren. Die App st&#252;rzte immer wieder ab. Aber das ist mittlerweise gel&#246;st. Wir planen schon weitere Versionen, neue Angebote, vielleicht noch f&#252;r dieses Jahr. Ideen gibt’s genug.</p>
<p><strong>Die App kostet 11,99 Euro im Monat. Was ist anders als bei der gedruckten „Welt“?<br />
</strong>Die App ist „Die Welt in 100 Geschichten“. Sie ist n&#228;her an der Zeitung als an „Welt Online“, ein in sich geschlossenes Produkt, das viermal t&#228;glich aktualisiert wird. Es gibt wie bei der iPhone-App auch zwei exklusive Ressorts: „Welt-Reporter“ bringt Geschichten unserer Auslandskorrespondenten, und „Welt-Geschichte“ erkl&#228;rt historische Ereignisse.</p>
<p><strong>Eines Ihrer Ger&#228;te, sagten Sie, sei immer blockiert von Ihren S&#246;hnen. Was machen die denn mit damit?</strong></p>
<p>Die spielen am liebsten, die beiden &#228;lteren nutzen es auch f&#252;r Facebook. Mein J&#252;ngster, er ist elf, ist begeisterter Zeitungsleser. Morgens um sechs ist er als erster am Briefkasten und holt die Zeitungen, wegen des Sportteils. Ich muss dann warten. – Sagen Sie, lesen Sie eigentlich die „Welt am Sonntag“?</p>
<p><strong>Das fragt einer, der sich fr&#252;her, nach Lekt&#252;re der Wallraff-B&#252;cher, nie h&#228;tte vorstellen k&#246;nnen, mal f&#252;r Springer zu arbeiten?</strong></p>
<p>Ja, das war vor 25 Jahren, der Verlag war mir suspekt. Heute wei&#223; ich aus eigener Erfahrung, dass hier vieles anders ist als ich fr&#252;her dachte. Ich habe Freir&#228;ume, wie ich sie bei keinem anderen Verlag erlebt habe. Und wer eine gute Idee hat, bekommt oft die Chance, sie umzusetzen, so wie ich mit der Axel Springer Akademie. Die meisten Vorurteile bilden sich aus Unkenntnis.</p>
<p><strong>Sie finden also, „Springer“ hat ein Image-Problem?</strong></p>
<p>Ich finde, dass Axel Springer hervorragenden Journalismus bietet. Wer das anders sieht, sollte sich gleich am n&#228;chsten Wochenende mal die „Welt am Sonntag“ kaufen.</p>
<blockquote><p><strong><br />
</strong></p></blockquote>
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		<title>&#8220;Wer Klatsch f&#252;r unseri&#246;s h&#228;lt, ist selbst kein seri&#246;ser Journalist.&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mediummagazin.de/?p=8134</guid>
		<description><![CDATA[24 Fragen an Aneta Adamek, Wortchefin von Radio Fritz/RBB und Talent-Scout: Der traditionelle Fragebogen von &#8220;medium magazin&#8221; (s.a. Seite 82, mediummagazin 7-8/2010) : 1. Warum sind Sie Journalistin geworden? Um Geschichten zu erz&#228;hlen 2. Wie kamen Sie an Ihren ersten Beitrag, und was war das Thema ? Das war ein Zufall. Ein Freund der Familie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_8135" class="wp-caption alignleft" style="width: 156px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Adamek_Aneta.jpg" rel="lightbox[8134]"><img class="size-medium wp-image-8135" title="Adamek_Aneta" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Adamek_Aneta-146x220.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Aneta Adamek, Radio Fritz Foto: rbb</p></div>
<p><strong>24 Fragen an Aneta Adamek</strong>, Wortchefin von Radio Fritz/RBB und Talent-Scout: Der traditionelle Fragebogen von &#8220;medium magazin&#8221; (s.a. Seite 82, mediummagazin 7-8/2010) :</p>
<p><strong>1. Warum sind Sie Journalistin geworden?</strong></p>
<p>Um Geschichten zu erz&#228;hlen</p>
<p><strong>2. Wie kamen Sie an Ihren ersten Beitrag, und was war das Thema ?</strong></p>
<p>Das war ein Zufall. Ein Freund der Familie hat den Auftrag gehabt &#252;ber eine Sendung f&#252;r Jugendliche zu schreiben und hat mich gefragt, ob ich es machen m&#246;chte. Ich muss damals 12 oder 13 gewesen sein. Leider kann ich mich nicht mehr an den Sendungsnamen erinnern. Ich wei&#223; nur, dass in der Sendung Extrabreit und Joachim Witt aufgetreten sind. Mein Artikel erschien in der „Bild am Sonntag“.</p>
<p><strong>3. Ihre Vorbilder im Journalismus ?</strong></p>
<p>Ich habe keine speziellen Vorbilder. Aber ein paar Menschen (Chefs und Kollegen), denen ich auf meinen verschiedenen beruflichen Stationen begegnet bin, haben mich beeindruckt und gepr&#228;gt und dadurch konnte ich von vielen viel lernen.</p>
<p><strong>4. Wann ist ein Journalist ein guter Journalist ? Nennen Sie bitte drei Eigenschaften.</strong></p>
<p>F&#252;r mich sind es vier Eigenschaften, die wichtig sind: Sorgfalt, Begeisterungsf&#228;higkeit, Unabh&#228;ngigkeit und Hartn&#228;ckigkeit.</p>
<p><strong>5. Wie w&#252;rden Sie in 140 Zeichen die Herausforderungen f&#252;r den Journalismus charakterisieren?</strong></p>
<p>Gerade in den elektronischen Medien wird die Trennung zwischen Fernsehen, H&#246;rfunk und Multimedia immer flie&#223;ender. Der klassische Ausspielweg reicht nicht mehr aus, um Zuschauer, H&#246;rer und User bei der Stange zu halten. Das sind neue Herausforderungen f&#252;r die Programm-Macher und wir stecken bereits mittendrin.</p>
<p><strong>6. Wie wichtig ist Klatsch ?</strong></p>
<p>Klatsch geh&#246;rt wie Kaffee zum Leben. Und wer Klatsch f&#252;r unseri&#246;s h&#228;lt, ist selbst kein seri&#246;ser Journalist. Unz&#228;hlige Geschichten w&#252;rden nicht erz&#228;hlt, wenn man der Frage nicht nachgegangen w&#228;re: was ist an der Geschichte dran?</p>
<p><strong>7.  Mit welchem Ihrer Merkmale w&#252;rde man Sie am treffendsten karikieren oder parodieren? </strong></p>
<p>Sie brauchen nur Sprichw&#246;rter zu verdrehen und schon wissen alle, die mich kennen, wer damit gemeint ist… Vielleicht erkennt man daran, dass ich geb&#252;rtige Polin bin…</p>
<p><strong>8. Wo haben es Frauen im Journalismus schwerer und was sollte man dagegen tun? </strong></p>
<p>Anders gefragt: Warum haben es M&#228;nner leichter, bzw. haben es M&#228;nner wirklich leichter? Mein Eindruck ist, dass Frauen die gleichen M&#246;glichkeiten haben, wie die m&#228;nnlichen Kollegen. Hier stellt sich die Frage nach der Bereitschaft zum Verzicht bzw. der Priorit&#228;tensetzung. Und damit es nicht so bleibt, ist ein st&#228;rkeres gesellschaftliches Umdenken n&#246;tig. Wir brauchen mehr Unternehmen, die mit einem positiven Beispiel vorangehen und zeigen, dass Frauen auf Karriere nicht verzichten m&#252;ssen.</p>
<p><strong>9. Was sind Ihre pers&#246;nlichen (handwerklichen) St&#228;rken und Schw&#228;chen ?</strong></p>
<p>St&#228;rken: siehe Frage 4 und au&#223;erdem noch Gewissenhaftigkeit<br />
Schw&#228;chen: verdrehte Sprichw&#246;rter, mein unaufger&#228;umter Schreibtisch und eben Gewissenhaftigkeit</p>
<p><strong>10. Was macht Sie w&#252;tend oder ungeduldig?</strong></p>
<p>Intoleranz, Missmut</p>
<p><strong>11. Welche sozialen Medien und/oder Netzwerke nutzen Sie und wof&#252;r, wo sind Sie selbst Mitglied?</strong></p>
<p>Ich nutze mal mehr oder weniger die allgemein bekannten Netzwerke, um mich &#252;ber andere und Neues zu informieren.</p>
<p><strong>12. Welchem Thema w&#252;rden Sie ein Buch widmen, und wie w&#252;rden Sie es titeln?</strong></p>
<p>Ein Buch &#252;ber die “Unbekannten Helden” der Solidarnoś&#196;-Bewegung. Dabei interessieren mich nicht die bekannten Menschen aus der ersten Reihe, sondern die Arbeiter, die viel riskiert haben, von der Martkwirtschaft nicht profitiert haben und trotzdem alles wieder riskieren w&#252;rden, weil sie jetzt in einem freien Land leben. Ich bin einigen begegnet und es sind wirklich ganz bewegende und anr&#252;hrende Geschichten&#8230;</p>
<p><strong>13. Mit wem w&#252;rden Sie gerne mal einen Tag die Rolle tauschen?</strong></p>
<p>Mit einem Weinbauern aus S&#252;dfrankreich</p>
<p><strong>14. Auf welchen Beitrag sind Sie besonders stolz?</strong></p>
<p>Es gab ein paar Momente, die mein Journalistenherz h&#246;her schlagen lie&#223;en: Mein erster einseitiger Zeitungsartikel &#252;ber den Demokratisierungsprozess in Polen, meine ersten H&#246;rfunk-Kommentare und mein erster Einsatz f&#252;r „Kontraste“ beim SFB und au&#223;erdem die Berichterstattung f&#252;r die ARD anl&#228;sslich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz.</p>
<p><strong>15. Ihr gr&#246;&#223;ter Flop ?</strong></p>
<p>Zwei H&#246;rfunkbeitr&#228;ge vor der Sprecherziehung.</p>
<p><strong>16. Welche Medieninnovation sch&#228;tzen Sie besonders? </strong></p>
<p>Das Internet</p>
<p><strong>17. Was lesen/ h&#246;ren/schauen Sie morgens als erstes? </strong></p>
<p>Fritz, „Der Tagesspiegel“, „Welt Kompakt“. In der Redaktion klicke ich mich durch verschiedene weitere Seiten.</p>
<p><strong>18. Generell: Ihre drei Lieblinge unter den Zeitungen, Sendungen und websites?</strong></p>
<p>Fritz, Die Zeit, bin ein Fan von Dokumentationen und Reportagen und von lesmads.de. Grunds&#228;tzlich schaue, h&#246;re, lese ich gerne querbeet. Ich sch&#228;tze die Abwechslung!</p>
<p><strong>19.  Ihr liebstes Hobby ?</strong></p>
<p>Unbekanntes entdecken, Polen und Paris.</p>
<p><strong>20. Welche berufliche Entscheidung w&#252;rden Sie r&#252;ckblickend anders treffen?</strong></p>
<p>Keine. Ich schaue lieber nach vorne als zur&#252;ck.</p>
<p><strong>21. Sind Sie Mitglied einer Partei .- und wenn ja warum, bzw. wen nein, warum nicht?</strong></p>
<p>Nein. Ein Journalist sollte unabh&#228;ngig sein.</p>
<p><strong>22. Im n&#228;chsten Leben werden Sie …?</strong></p>
<p>Wenn keiner aufpasst und man mich l&#228;sst, f&#228;ngt der Schlamassel wieder von vorne an und ich bleibe, was ich bin.</p>
<p><strong>23. Welcher Rat (und von wem) hat Ihnen auf Ihrem beruflichem Weg besonders geholfen?</strong></p>
<p>Es gibt keine Probleme – es gibt nur L&#246;sungen. Dieser Rat funktioniert immer.</p>
<p><strong>24. Was sollte Ihnen sp&#228;ter einmal nachgesagt werden? </strong></p>
<p>N&#228;chste Frage.</p>
<blockquote><p><strong>ZUR PERSON:</strong></p>
<p><strong>Aneta Adamek </strong>wurde 1970 in Gdingnen/Polen geboren. Sie studierte franz&#246;sische Philologie in Frankreich und Politik- und Sozialwissenschaften in Deutschland und Polen. W&#228;hrend ihres Studiums evaluierte sie f&#252;r die GTZ ein Projekt in &#196;thiopien. Von 1999 bis 2001 volontierte sie beim Sender Freies Berlin (SFB) und arbeitete danach als freie Journalistin vor allem f&#252;r das SFB Fernsehen (Abendschau/Kontraste) sowie f&#252;r den H&#246;rfunk von SFB und ORB (INFOradio, radiomultikulti, Antenne Brandenburg). Ende 2001 ging sie als Fernsehredakteurin zum Norddeutschen Rundfunk (NDR) nach Hamburg. Seit 2004 arbeitet sie wieder beim H&#246;rfunk, zun&#228;chst als Chefin vom Dienst und Reporterin im rbb-Landesstudio Frankfurt/Oder. Anl&#228;sslich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz berichtete sie im Januar 2005 f&#252;r die ARD aus Polen. Seit August 2005 ist Aneta Adamek stellvertretende Chefredakteurin und Wortchefin bei Fritz, dem Jugendprogramm des RUNDFUNK BERLIN-BRANDENBURG (rbb).</p></blockquote>
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		<item>
		<title>„Das wird ein brutaler Sprung!&#8221;</title>
		<link>http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/das-wird-ein-brutaler-sprung/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Mediendesigner Lukas Kircher &#252;ber Anforderungen des iPads an Redakteure und Konzeptioner – und seine Lieblings-Apps: Die Langfassung des Interview von Ulrike Langer (siehe Special &#8220;iPad medium magazin 7-8/2010) Sie haben das iPad eine &#8220;gut gemachte Schachtel f&#252;r Inhalte&#8221; genannt. Was kann Nutzer verlocken, die Schachtel zu &#246;ffnen und sich mit den Inhalten zu besch&#228;ftigen? Lukas Kircher: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_8131" class="wp-caption alignright" style="width: 167px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/lukas_kircher.jpg" rel="lightbox[8130]"><img class="size-medium wp-image-8131    " title="lukas_kircher" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/lukas_kircher-157x220.jpg" alt="" width="157" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Lukas Kircher  </p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Mediendesigner Lukas Kircher</strong> &#252;ber Anforderungen des iPads an Redakteure und Konzeptioner – und seine Lieblings-Apps: Die Langfassung des Interview von <strong><a href="http://www.mediummagazin.de/ueber-uns/die-redaktion/" target="_blank">Ulrike Langer</a></strong> (<em>siehe Special &#8220;iPad medium magazin 7-8/2010</em>)</p>
<p><strong>Sie haben das iPad eine &#8220;gut gemachte Schachtel f&#252;r Inhalte&#8221; genannt. Was kann Nutzer verlocken, die Schachtel zu &#246;ffnen und sich mit den Inhalten zu besch&#228;ftigen?</strong></p>
<p><strong>Lukas Kircher: </strong>Da m&#252;ssen Sie erst einmal einen Schritt zur&#252;ck gehen. Es gibt keine iPad-spezifische Umsetzung von Inhalten, sondern eher die grundlegende Frage, mit welchen Inhalten Medien den Menschen das t&#228;glichen Leben erleichtern, sie fesseln, sie inspirieren oder unterhalten, etc. Wenn ich mir dar&#252;ber im klaren bin, kann ich anfangen Inhalte zu erzeugen und Apps zu konzipieren, die diese Probleme l&#246;sen oder diese Art von Inspiration geben.</p>
<p><strong>Bedeutet das, Zeitungen und Magazine sollen sich &#252;berlegen, was ihr Markenkern ist?</strong></p>
<p>Nein, sie sollen sich &#252;berlegen, was ihre Nutzer brauchen. Der Markenkern ist nat&#252;rlich wichtig, aber sehr marketingtechnisch gedacht. Die Anbieter sollten vom Leser her denken: Welche Rolle kann dieses Device im t&#228;glichen Leben eines Lesers spielen? Ich lese zum Beispiel den &#8220;Spiegel&#8221; auf dem iPad. Das ist eine ganz einfache 1:1 &#220;bersetzung des gedruckten &#8220;Spiegel&#8221;. Die App erspart mir aber den Weg zum Kiosk, also erf&#252;llt sie eine ganze einfache Aufgabe: Das Bestehende &#252;bertragen.</p>
<p><strong>Finden Sie die &#8220;Spiegel&#8221;-App gut? </strong></p>
<p>Oh ja, durchaus. Gerade, weil sie eigentlich nicht gut ist. Sie &#252;bersetzt einfach nur den &#8220;Spiegel&#8221;, so wie er ist, auf das iPad. Da ich inzwischen ein echter iPad-Nutzer geworden bin, ersetzt das f&#252;r mich den gedruckten &#8220;Spiegel&#8221;. Das wird f&#252;r andere Anbieter aber ganz anders sein. Eine Regionalzeitung k&#246;nnte sich &#252;berlegen, wie sie auf dem iPad das sehr regionale Thema Wetter gestalten will. Oder sie k&#246;nnte Couponing anbieten, Vorteilsangebote f&#252;r Leser in der Region. Das ist nat&#252;rlich eher ein Vertriebs- und Marketingthema. Wieder andere Verlage &#252;berlegen, in das Buchgesch&#228;ft einzusteigen. Das macht durchaus Sinn, weil die Grenze zwischen einem Buch und einer Zeitschrift oder Zeitung auf einem iPad durchl&#228;ssiger ist, als im klassischen Druckgesch&#228;ft. Ein mobiles E-Learning-Portal kann sinnvoll sein, ein virtueller Museumsf&#252;hrer oder ein Kulturprogrammplaner f&#252;r das Wochenende. Das h&#228;ngt ganz stark ab von der Nutzungssituation und von der Frage: Was kann mein Leser von seiner vertrauten Zeitung zus&#228;tzlich erwarten? Wie kann man ihm im t&#228;glichen Leben helfen?</p>
<p><strong>Welche M&#246;glichkeiten bietet das iPad f&#252;r das journalistische Storytelling?</strong></p>
<p>Das ist ein brutaler Sprung f&#252;r die Zeitungsverlage, weil wir hier ein extrem visuelles, fast haptisches Erlebnis f&#252;r Inhalte bereitstellen k&#246;nnen, wenn wir anfangen &#252;ber Text und Bild hinauszudenken. Die Magazinverlage liegen schon durch ihre Taktung n&#228;her am visuellen Erz&#228;hlen, aber da m&#252;ssen die Zeitungsverlage langfristig auch hin: Wir brauchen die Einbindung von Video, von animierten Infografiken, von verschiedenen Arten von Bilddarstellungen. Der Journalist wird dadurch zum optischen Dramaturgen, der versucht, mit seinem inhaltlichen Know-How eine Geschichte anders zu erz&#228;hlen. Da entstehen viele neue Formen des Storytellings, die wir heute zwar in Print haben, aber nicht mit dieser Opulenz wie auf dem neuen Device.</p>
<p><strong>Was macht denn das journalistische Wesen des iPads aus? Ist es vor allem die Opulenz in der Darstellung oder auch die Endlichkeit? Das vermittelte Gef&#252;hl, dass man wie in Print &#8211; und anders als im Internet &#8211; eine Applikation &#8220;leerlesen&#8221; kann? </strong></p>
<p>Jeder wei&#223;, dass man sich im Internet schnell verliert. Bei manchen Konzepten f&#252;r das iPad k&#246;nnen wir nun wieder ein abgeschlossenes Leseerlebnis schaffen, wobei man das nicht &#252;bertreiben darf. Es bringt nichts, wenn man inaktuelle Ausgaben hat, nur weil man sich entschieden hat, dass es eine Ausgabe der Zeitung gibt und dann keine Updates mehr. Da muss man eine schlaue Mischung finden. Es macht keinen Sinn, nach dem R&#252;cktritt von K&#246;hler einen Text &#252;ber die Karriere und die Fehler des Bundespr&#228;sidenten zu haben, der aber nicht erw&#228;hnt, das er inzwischen zur&#252;ckgetreten ist.</p>
<p><strong>Sollten Medienmacher Anleihen nehmen bei Computerspiele-Entwicklern? Die besten von ihnen schaffen es, nicht-lineare Erz&#228;hlstr&#228;nge mit vielf&#228;ltigen multimedialen Elementen so fesselnd zu kombinieren, dass die Nutzer die Anwendung stundenlang nicht verlassen.</strong></p>
<p>Ja, zum Beispiel beim nicht-linearen Storytelling. Ich habe dabei die M&#246;glichkeit, mich in andere Bestandteile einer Story zu vertiefen als urspr&#252;nglich vom Autor vorgesehen. Das ist ein typisches Stilmittel des Computerspiels und mit Sicherheit auch ein Stilmitttel des hybriden Storyttellings auf dem iPad.</p>
<p><strong>Was bedeutet das?</strong></p>
<p>Wir k&#246;nnen mit verschiedenen Medienformaten arbeiten und verschiedene Storylines entwickeln. Eine andere &#220;berlegung w&#228;re, Sch&#252;ler wieder einzubinden. Wir k&#246;nnen zum Beispiel nach Geschichten einen Multiple Choice Test einbauen, wo abgefragt wird, was sie davon verstanden haben. Die Antworten kann man dann nochmal konzentriert in einem Ranking der besten Sch&#252;lerleistungen abbilden.</p>
<p><strong>Was halten Sie vom Projekt &#8220;The Cartoonist&#8221;, das im Juni bei der Knight News Challenge ausgezeichnet wurde? Eine Software, die Redakteuren hilft, politische Karikaturen in interaktive politische Computerspiele zu verwandeln?</strong></p>
<p>Das ist ein lustiges Beispiel, weil es zeigt, dass wir in den Verlagen bei der Strategie, wer in Zukunft helfen wird, Geschichten spannender zu erz&#228;hlen, nochmal neu nachdenken m&#252;ssen. Wir haben in den Verlagen alle Blattmacher rausgekegelt, da gibt es nicht mehr so viele. Diese Menschen, die spielerischer mit Themen umgehen und sich &#252;berlegen, was denn ein anderer Weg w&#228;re etwas zu erz&#228;hlen, die m&#252;ssen jetzt verst&#228;rkt wieder hinein in die Verlage. Wie &#252;brigens auch Designer. Es gibt ja kaum mehr Designer im deutschen Zeitungsgewerbe.</p>
<p><strong>Wie sollten Verlage, die mit Applikationen Geld verdienen wollen, mit dem Umstand umgehen, dass frei verf&#252;gbare Inhalte im Internet &#8211; auch ihre eigenen Angebote &#8211; auf dem iPad immer nur einen Fingerdruck entfernt sind?</strong></p>
<p>Das ist eine Frage der Paid-Content-Strategie des Verlags. Gelingt es ihm, bestimmte Inhalte wieder kostenpflichtig zu machen auf diesem Device? Dann ist das nat&#252;rlich eine Strategie, die auch Auswirkungen auf das Webangebot hat. Ich muss dann bestimmte Inhalte hinter eine Paywall stellen und mit einem Freemium-Ansatz zeigen, dass sich dahinter noch sehr viel mehr interessante Inhalte verbergen. Die bekommt man aber erst im Abo, egal ob in Print oder digital. Das Zusammenspiel zwischen der gedruckten Zeitung, der iPad-App und dem Web wird auch ganz stark davon diktiert, wie &#252;berhaupt die Strategie des Verlags aussieht. Kosten die Inhalte k&#252;nftig wieder Geld oder nicht? Wenn man jetzt die ersten Apps sieht, die auf klassischen Newsfeeds basieren, die es bereits im Internet gibt, dann macht das oft &#252;berhaupt keinen Sinn. Sinnvoll wird es erst, wenn ich als Nutzer das Gef&#252;hl habe, mit dieser App bekomme ich Dinge, die ich sonst gar nicht bekomme.</p>
<p><strong>Welche Anwendungen von Medienh&#228;usern nutzen die M&#246;glichkeiten, die das iPad bietet, schon heute gut aus oder weisen zumindest in die richtige Richtung?</strong></p>
<p>Ich finde sehr sauber, was das &#8220;Wall Street Journal&#8221; macht, es hat von Anfang an geschafft, klarzumachen, dass seine Inhalte Geld kosten. Es ist auch aus Sicht des Marketing und der Positionierung gut gemacht. Man hat sofort das Gef&#252;hl im &#8220;Wall Street Journal&#8221; zu sein. Den &#8220;Spiegel&#8221; wiederum muss man gelesen haben. Der macht es richtig und sagt von Anfang an, es gibt es keinen Apetizer, das Ding kostet soviel wie das Heft.</p>
<p><strong>Also finden Sie die Preisgestaltung korrekt?</strong></p>
<p>Erstmal ja, weil runter geht&#8217;s immer. Der Preis hat auf dieser Plattform am Anfang eher etwas mit Marketing zu tun: Was k&#246;nnen sich die Leute leisten? Zur Zeit besitzen die Early Adoptors iPads, die sind nicht arm. 1,99 Euro von Anfang an f&#252;r die App w&#228;re gerade f&#252;r eine Premiummarke wie den &#8220;Spiegel&#8221; sch&#228;dlich. Man muss &#252;berlegen, wo platziere ich die &#8220;Spiegel&#8221; App? Ist sie ein Nebenprodukt des gedruckten &#8220;Spiegel&#8221; und kostet deswegen viel weniger oder sagt man, sie ist mindestens soviel wert wie der gedruckte &#8220;Spiegel&#8221;?.</p>
<p><strong>Wie finden Sie die &#8220;Wired&#8221; App und den &#8220;Iconist&#8221;? </strong></p>
<p>Den &#8220;Iconist&#8221; finde ich h&#252;bsch gemacht, ich frage mich nur, ob etwas, was vorher eine Werbebeilage war, pl&#246;tzlich eine publizistische Marke wird. Das wird sich herausstellen. &#8220;Wired&#8221; ist toll gemacht. Ist nat&#252;rlich totale Printdenke, aber es macht Spass, das Ding zu lesen und der Erfolg ist ein guter Gradmesser daf&#252;r, welche Dinge funktionieren und welche nicht. Und wenn die &#8220;Wired&#8221; App in ihrer Erstauflage die Kioskauflage &#252;berfl&#252;gelt, dann haben die Jungs zumindest einiges richtig gemacht. Wir sind ja noch in der Pionierphase. Jeder probiert etwas. Die einen werfen f&#252;r 5000 Euro blo&#223; umgebaute RSS-Reader aus dem Internet auf den App-Markt und schauen, was damit passiert, und &#8220;Wired&#8221; ist technologisch weit vorne. Man muss einfach experimentieren: Nicht mal die Frage, ob das iPad k&#252;nftig eher im Querformat oder im Hochformat benutzt wird, konnten wir bisher beantworten. Es gibt niemanden, der einen roten Faden zeigen kann: So sieht eine saubere iPad Strategie aus. Es gibt ihn einfach noch nicht.</p>
<p><strong>Dann macht es also Springer genau richtig mit seiner Strategie, m&#246;glichst fr&#252;h dabei zu sein und m&#246;glichst viel auszuprobieren? </strong></p>
<p>Springer macht das richtig, ja. Springer macht auch folgendes richtig: Wir d&#252;rfen nicht wieder den Fehler machen, den wir wie beim Internet gemacht haben, zu sagen: Wir brauchen vor allem Eyeballs, Leute die uns lesen, und das mit der Refinanzierung wird sich schon irgendwie ergeben. Das iPad ist die perfekte Kommerzmaschine. Es ist unverantwortlich einfach, Geld auf dem Ding auszugeben. Das unterscheidet es radikal vom Internet.</p>
<p><strong>Aber gekauft werden kann nur &#252;ber iTunes. Am liebsten w&#228;re den Verlagen ja ein weiteres System, bei dem sie selbst die Hoheit &#252;ber die Inhalte und die Kundenbeziehungen haben&#8230;</strong></p>
<p>Na klar, aber in Deutschland wird immer gerne erst &#252;ber die Infrastruktur und dann &#252;ber die Produkte gesprochen. Zur Zeit sind wir aber noch in der Produktphase. Was wird denn &#252;berhaupt gelesen, was ist interessant? Wof&#252;r w&#252;rden Leser Zeit und/oder Geld ausgeben? Die Infrastrukturfrage ist extrem wichtig, weil sonst Kundenbeziehungen fl&#246;ten gehen, aber ich gehe fest davon aus, dass das ein l&#246;sbares Problem ist. Das viel gr&#246;&#223;ere Problem ist, dass viele Verlage denken, wir haben schon Content, den knallen wir einfach rein und machen noch ein bisschen Video dazu. Das wird auf Dauer aus unserer Sicht nicht reichen.</p>
<p><strong>Also m&#252;ssten die Verlage einen Stapel iPads kaufen, an die Redakteure verteilen und ihnen sagen, besch&#228;ftigt Euch damit? </strong></p>
<p>Einige machen das. Und das ist sicher der beste Weg. So ein Verlag ist ja kein unkreatives Gebilde. Viele Produkte entstehen eben nicht in der Strategieberatung, sondern durch Journalisten.</p>
<blockquote><p><strong>Zur Person:<br />
</strong> Lukas Kircher ist Mitgr&#252;nder und Co-Chef der Berliner Medienagentur <a href="ttp://www.kircher-burkhardt.com/" target="_blank">KircherBurkhardt</a>,<br />
spezialisiert auf Medien-Design, Corporate Publishing, Infografi k und Marketing-<br />
Kommunikation. Er ist zudem Vorstand f&#252;r Digitale Medien beim Forum Corporate Publishing,<br />
Mitglied des ADC Deutschland sowie der Jury der „Lead Awards“.</p></blockquote>
<p>Foto: KircherBurkhard</p>
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		<title>F&#252;nf Fragen an: Lars Haider</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:19:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[MAGAZIN +]]></category>

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		<description><![CDATA[Lars Haider ist seit Januar 2009 Chefredakteur des &#8220;Weser-Kurier&#8221; (Bremen), dem diesj&#228;hrigen Gewinner des Deutschen Lokaljournalistenpreises, der am 30. August verliehen wird. Erg&#228;nzend zum Beitrag &#8220;Erste Hilfe in Bremen (medium magazin 7-8/2010, Seite 32f) bat ihn Autor Jochen Brenner,  folgende f&#252;nf S&#228;tze zu vervollst&#228;ndigen: 1. Lokaljournalisten m&#252;ssen in erster Linie gut . . . vernetzt sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lars Haider</strong> ist seit Januar 2009 Chefredakteur des <strong>&#8220;Weser-Kurier&#8221;</strong> (Bremen), dem diesj&#228;hrigen Gewinner des Deutschen Lokaljournalistenpreises, der am 30. August verliehen wird.</p>
<div id="attachment_8129" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a href="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Lars_Haider.jpg" rel="lightbox[8128]"><img class="size-medium wp-image-8129" src="http://www.mediummagazin.de/wp-content/uploads/Lars_Haider-220x134.jpg" alt="" width="220" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Lars Haider, Chefredakteur des &quot;Weser-Kurier&quot;</p></div>
<p>Erg&#228;nzend zum <em>Beitrag &#8220;Erste Hilfe in Bremen (medium magazin 7-8/2010, Seite 32f</em>) bat ihn Autor Jochen Brenner,  folgende f&#252;nf S&#228;tze zu vervollst&#228;ndigen:</p>
<p><strong>1. Lokaljournalisten m&#252;ssen in erster Linie gut . . . </strong>vernetzt sein, ohne sich vereinnahmen zu lassen.</p>
<p><strong>2. Wenn mein Redaktions-Budget ab morgen hundert Mal so hoch w&#228;re, w&#252;rde ich beim Weser-Kurier als erstes . . . </strong>die „Zeit“ kaufen – damit auch eine ausgezeichnete Wochenzeitung aus Bremen kommt. Und mit den verbliebenen Milionen  w&#252;rden wir unser Ressort f&#252;r investigative Recherche ausbauen.</p>
<p><strong>3. W&#228;hrend meiner Jahre bei Springer habe ich gelernt, wie… </strong>wichtig die Identifikation mit dem ist, was man tut.</p>
<p><strong>4. Kollegen sagen &#252;ber mich, dass ich als Chefredakteur . . . </strong>eine „Ideenmaschine“, „ungeduldig“ und „voranst&#252;rmend“ sei. Und sie sagen, dass sie sich &#252;ber meine unz&#228;hligen Besuche in ihren B&#252;ros freuen w&#252;rden, es aber noch sch&#246;ner w&#228;re, wenn ich dort auch mal l&#228;nger als 60 Sekunden bliebe.</p>
<p><strong>5. Als Hamburger erwirbt man sich in Bremen Vertrauen, indem . . . </strong>man sich mit Werder freut.</p>
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