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"Journalistin 2015": 33 Frauen vom Fach

Sie führen Titel mit hohen Auflagen – oder hochspezialisierte Nischen-Zeitschriften: 33 Frauen vom Fach. Annette Milz und Inge Seibel stellen sie im Spezial „Journalistin 2015“ vom „medium magazin“ vor. Was treibt die Kolleginnen der Fachpresse – und was steckt hinter Titeln von A wie „Automobil Produktion“ bis Z wie „Zeitschrift für Komplementärmedizin“?

journalistin2015Die komplette Geschichte dahinter steht in der „Journalistin 2015“, die mit „medium magazin“, Ausgabe 11-2015, erschienen ist. Dort geben die Kolleginnen auch Auskunft über die Trends in ihrer Branche, über ihre Motivation und Leitbilder:

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Und das sind die Kolleginnen, die wir in der „Journalistin 2015″ /“medium magazin“ 11 befragt haben und hier auch mit ihren unterschiedlichen beruflichen Werdegängen und ihren Magazinen vorstellen:

Christiane Appel (43)
Annika Beyer (31)
Sylke Bub (43)
Stefanie Burgmaier (51)
Nicole Bußmann (46)
Anne Coppenrath (53)
Ute Drescher (49)
Daniela Elsasser (47)
Elke Engels (48)
Simone Fojut
Anke Gasch (43)
Gabriele Günder
Lioba Hebauer (51)
Dr. Petra Kreuter (44)
Pia Krix (47)
Katja Kupfer-Geißler (52)
Andrea Lottmann (41)
Bettina Mayer (44)
Sylvia Mucke (42)
Daniela M. Müller (42)
Ruth Ney (48)
Wibke Pfeiffer (33)
Ivonne Rammoser (40)
Sabine Romeis (53)
Silke Sadowski (53)
Linda Schuppan (35)
Monika Schweihoff
Bärbel Schwertfeger (59)
Heidi Stolz (56)
Maike Sutor-Fiedler (46)
Dr. Lydia Elisabeth Winkelmann (49)
Anne Katrin Wieser (36)
Scarlett Wisotzki (35)

 

 

appel_MARXBildAppel_neuChristiane Appel (43)
Seit März 2002 Chefredakteurin der Zeitschrift „m+a report“ und des Newsletters „m+a Newsline“ (dfv Mediengruppe, Frankfurt a.M.).

Werdegang: Volontariat, Studium Publizistik und Germanistik, freie Journalistin, Redakteurin.

Titelprofil: „m+a report – Das Messemagazin“ (seit 1919), 12.000 Exemplare, 8x jährlich; Redaktionsmitglieder: 3.

„Der exportorientierte deutsche Mittelstand nutzt Messen als Sprungbrett in neue Märkte, die Fachzeitschrift m+a report begleitet sie als Wirtschafts- und Servicemagazin. Der m+a report richtet sich achtmal im Jahr an die ausstellende Wirtschaft und Messebranche, die m+a Newsline informiert die Veranstalterseite vierzehntäglich mit relevanten News. Die Rolle der Online-Aktivitäten für unsere Fachzeitschrift könnte größer sein…“

Karrierechancen: „Hinsichtlich Karrierechancen unterscheiden sich Fachzeitschriften nicht von anderen Mediengattungen.“

 

 

Beyer_Annika_IMG_6554Annika Beyer (31)
Seit Januar 2015: Chefredakteurin der Zeitschrift „tankstellen markt“ (Springer Fachmedien München GmbH).

Werdegang: Magister Artium, Volontariat, Redakteurin.

Titelprofil: „tankstellen markt“ (seit 1991), 15.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 2.

„Wir erreichen mit unseren Informationen rund um die Themen Shop, Waschen, Tanktechnik und Betriebsführung bundesweit alle 15.000 Tankstellenbetreiber durch Freiverteilung. Der Fachzeitschriftenmarkt in der Tankstellenbranche ist hart umkämpft. Unabhängigkeit, gut recherchierter Journalismus, viele Best-Practice-Geschichten und eine moderne Gestaltung heben uns von der Konkurrenz ab. Unser Internetauftritt ist eine wichtige inhaltliche Ergänzung zu unserem Heft – für Themen, die im Heft keinen Platz mehr finden oder Nachrichten, die bei Erscheinen des Hefts nicht mehr aktuell wären. Zum anderen ist online mehr Platz für Produktmeldungen, die im Heft oft zu werblich wirken. Viele Artikel stellen wir auch online.“

Karrierechancen: „Wer fachlich gut und engagiert ist, sich durchsetzen und gut präsentieren kann, hat meiner Meinung nach in jeder Mediengattung eine Chance.“

 

 

BUB_SylkeBubSylke Bub (43)
Seit Juni 2013: Chefredakteurin der Zeitschriften „Fahrschule“, „Fahrlehrerbrief“, „Verkehrsdienst“, Leiterin der Redaktion Corporate Publishing; seit März 2015 auch Chefredakteurin der „Zeitschrift für Verkehrserziehung“ (Springer Fachmedien München GmbH).

Werdegang: Bankkauffrau, Studium BWL, Redakteurin.

Titelprofil: „Fahrschule“ (seit 1950), 14.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 5.

„Wir stehen permanent im direkten Kontakt mit unserer Zielgruppe – Fahrschulunternehmern und Fahrlehrern – kennen unsere Leser und ihre Bedürfnisse daher sehr genau und können punktgenau auf die Themen eingehen, die unsere Leser bewegen. Die Online-Affinität unserer Zielgruppe steigt stetig, insbesondere die mobile Nutzung des Internets, aber Print spielt derzeit noch die größere Rolle.“

Karrierechancen: „Frauen haben ausgezeichnete Chancen im Fachjournalismus, weil sie sich häufig sehr gut in eine spezielle Zielgruppe und deren Bedürfnisse hineindenken können. Ich denke aber, Frauen haben in jeder Sparte des Journalismus gute Chancen.“

 

 

Burgmaier_Foto_Stefanie_BurgmaierStefanie Burgmaier (51)
Seit August 2013: Director Magazines der Springer Fachmedien für die Wirtschaftszeitschriften, seit Oktober 2014 auch für die Technikzeitschriften verantwortlich (Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH).

Werdegang: Banklehre, Studium BWL und Publizistik, Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten, Redakteurin, Korrespondentin und Büroleiterin bei der „Wirtschaftswoche“, Mitglied der Gründungsmannschaft der „Financial Times Deutschland“, Aufbau der Börsensite sharper.de für Reuters und Handelsblatt, Chefredakteurin Börse Online.

Titelprofil: Ältestes Objekt: „Automobiltechnische Zeitschrift – ATZ“ (seit 1898), Gesamtauflage aller Titel („Adhäsion“, „Adhesion“, „Automobiltechnische Zeitschrift“, „ATZ elektronik“, „ATZ offhighway“, „Bankfachklasse“, „Bankmagazin“, „Controlling & Management Review“, „Innovative Verwaltung“, „International Surface Technology“, „Journal für Oberflächentechnik“, „Lightweight Design“, „Motortechnische Zeitschrift“, „Sales Management Review“, „Versicherungsmagazin“, „Wasser und Abfall“, „Wasserwirtschaft“, „Zeitschrift für Energiewirtschaft“): 80.000 Exemplare; Redaktionsmitglieder: ca. 20 festangestellte Redakteure für alle Titel.

„Wir kommunizieren mit unseren Lesern, die in der Hauptsache als Manager und Ingenieure arbeiten, auf Augenhöhe. Sie lesen in unseren Zeitschriften Informationen aus ihrer Branche, die sie in dieser Tiefe nirgendwo anders finden. Unser Wissensportal ist die Zukunft der Zeitschriften in anderer Form. Online-Aktivitäten sind also von entscheidender Bedeutung.“

Karrierechancen: „Durch die meist längeren Produktionsrhythmen bei Fachzeitschriften fällt es Frauen tendenziell leichter, Beruf und Familie zu vereinbaren, als beispielsweise bei Tageszeitungen. Das ist ein Grund, warum es nach meiner Erfahrung mehr Frauen in Fach- denn in Publikumsverlagen gibt. Allerdings gilt das nicht unbedingt für Führungspositionen.“

 

 

Bußmann_ManagerSem_Nicole_0080_Nicole Bußmann (46)
Seit 1997 Chefredakteurin von „Training aktuell“, seit 1999 Chefredakteurin der Zeitschrift „managerSeminare“ (managerSeminare Verlags GmbH, Bonn).

Werdegang: Studium Publizistik, Anglistik und Romanistik, Volontariat.

Titelprofil: „managerSeminare“ (seit 1990), 23.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 8.

„Unsere Zeitschrift ‚managerSeminare‘ bietet zukunftsweisende Weiterbildung für Führungskräfte, Unternehmer und Selbstständige. Schwerpunkt: Managementwissen, Führungs-Know-how, Tipps für die Arbeitsorganisation. Wir haben ein Blog plus Videoblog (Web-TV-Berichte) für die aktuelle zeitnahe Berichterstattung von Branchenevents. Durch Social Media (Facebook, Twitter) führen wir den Leserdialog, auch ‚Mitmachbeiträge‘ entstehen so.“

Karrierechancen: „Ich wüsste nicht, warum Frauen im Fachjournalismus bessere Chancen als in anderen Mediengattungen haben sollten.“

 

 

Coppenrath_anneAnne Coppenrath (53)
Seit 2012: Chefredakteurin der Zeitschriften „Reise vor9 Magazin“ und „Lonely Planet Traveller“ (Life! Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg).

Werdegang: Studium Germanistik, Geschichte, Politik, Volontariat, Redakteurin.

Titelprofil: „Lonely Planet Traveller“ (seit 2012), erscheint monatlich; Redaktionsmitglieder: überwiegend freie Autoren.

„Lonely Planet Traveller ist das Magazin zur Reiseführer-Kultmarke Lonely Planet, die weltweit erscheint. Das Magazin richtet sich an Menschen, die gern individuell reisen, die Welt erkunden, sich mit Ländern, Menschen und Kulturen auseinandersetzen. Unsere Kernkompetenz liegt in herausragendem Journalismus, außerordentlich hoher Fotoqualität, authentischen Geschichten über nachhaltiges Reisen. Wir setzen uns stark mit den Themen Ökologie und Umwelt auseinander. Social Media ist sehr wichtig. Lonely Planet Traveller ist auf Facebook und lonelyplanet.de präsent.“

 

 

Drescher, Ute@privatUte Drescher (49)
Seit 2013: Chefredakteurin der Zeitschrift „konstruktionspraxis“ in Teilzeit (Vogel Business Media, Würzburg).

Werdegang: Studium, Volontariat, Redakteurin, Erziehungsurlaub, Redakteurin.

Titelprofil: „konstruktionspraxis“ (seit 1990), 23.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 7 (teilw. Teilzeit).

„Unsere Kernkompetenz liegt in der praxisorientierten Vermittlung von Fachinformationen für Produktentwickler und Konstrukteure vor allem im Maschinen- und Anlagenbau. Unverwechselbar in der Branche ist unsere Titelseite, außerdem unser crossmedialer Auftritt. Online-Aktivitäten spielen eine große Rolle für unser Medium. Alle Redakteure im Team arbeiten sowohl für den Online-Auftritt als auch für die Print-Ausgabe. Darüber hinaus entwickeln wir redaktionelle Konzepte für Webinare und moderieren sie, drehen Videos und probieren Verschiedenes in den sozialen Medien aus.“

Karrierechancen: „Frauen sollten heute eigentlich überall die gleichen Chancen haben. Meiner Meinung nach hängt das im Einzelfall immer von den Strukturen des jeweiligen Verlagshauses und der Redaktion ab, sowie von den Personen, die dort das Sagen haben. Ich glaube daher, dass Frauen überall gleich gute oder weniger gute Chancen haben.“

 

 

Elsasser, Daniela@privatDaniela Elsasser (47)
Seit 2009 Chefredakteurin bzw. verantwortliche Programmplanerin für mehrere Fachzeitschriften im Bereich Komplementärmedizin (Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG).

Werdegang: Studium Biologie, Fachredakteurin Medizin

Titelprofil: „zkm – Zeitschrift für Komplementärmedizin“ (seit 2009), 6.000 Exemplare, zweimonatlich; Redaktionsmitglieder: 2.

„Die Zeitschrift ‚zkm‘ steht in wissenschaftlicher Tradition und ist gleichzeitig modern. Sie richtet sich an naturheilkundlich orientierte Ärzte und bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Schuldmedizin und Naturheilkunde. Sie zeichnet sich aus durch fachlich fundierte Beiträge in Verbindung mit einer starken Bildsprache. Onlineaktivitäten: Bisher leider noch keine.“

Karrierechancen: „Meiner Erfahrung nach ist es genau so schwer oder leicht (?) im Verlagswesen wie in vielen anderen Berufszweigen auch.“

 

 

Engels, Elke _ VIEL ZU KLEINE DATEIElke Engels (48)
Seit 2006 Chefredakteurin pharmazeutischer und medizinischer Fachtitel. 2010 Gründung des Redaktionsbüros Elke Engels und Chefredakteurin der Zeitschrift „Der Privatarzt“ (MiM Verlagsgesellschaft mbH, Egelsbach).

Werdegang: Studium der Pharmazie, Volontariat, Fachredakteurin.

Titelprofil: „Der Privatarzt“ (seit 2010), 16.450 Exemplare, zweimonatlich; Redaktionsmitglieder: 10.

„Kernkompetenzen: medizinisches und pharmazeutisches Knowhow, spannende Aufbereitung wissenschaftlicher Themen, außergewöhnliche Heftdramaturgie und kreative Gestaltung, wir sind die ‚Madame‘ unter den ärztlichen Fachtiteln. Online sind wir wenig engagiert. Wir haben eine Homepage und versenden eine Heftankündigung über Facebook.“

Karrierechancen: „Ja, weil hier spezifisches Fachwissen gefragt ist, was auch ‚Machos‘ aus dem Rennen wirft.“

 

 

Fojut_SFO_NEU_2011Simone Fojut
Seit 2001: Chefredakteurin der Zeitschrift „CallCenterProfi“ (SFO Medien GmbH, Wiesbaden).

Werdegang: Studium Jura und Call Center-Management, Volontariat, Redakteurin.

Titelprofil: „CallCenterProfi“ (seit 1998), 10.000 Exemplare, 8x jährlich; Redaktionsmitglieder: 3.

„Wir berichten über technisches, unternehmerisches und strategisches Wissen rund um die Themen Dialogmarketing, Direktvertrieb, Beschwerde- und Kundenmanagement (CRM). Unsere Zielgruppe sind die Fach- und Führungskräfte im Call Center/ Kundenservice. Wir sind das einzige Fachmagazin in Deutschland, das sich an diese Zielgruppe wendet. Bei uns gilt das Prinzip Online-First! Also bevor unser Fachmagazin erscheint, können Abonnenten alle Inhalte bereits online abrufen. Unsere Zielgruppe hat eine große Affinität zu den Neuen Medien und möchte auf Informationen immer von überall her zugreifen können.“

Karrierechancen: „Ich denke gute Fachjournalisten setzen sich immer durch, egal ob Mann oder Frau. Jedoch muss man zugeben, dass im Fachumfeld die Konkurrenzsituation oft viel entspannter ist als in anderen Mediengattungen – und hier weibliche Führungskräfte bzw. Chefredakteure öfter anzutreffen sind als anderswo.“

 

 

gasch_300dpi_rgb_1240x1859Anke Gasch (43)
Seit 2014 Chefredakteurin der „Federwelt“ (Uschtrin Verlag, Inning am Ammersee).

Werdegang: Industriekauffrau, Tätigkeit bei der YAGEO Europe GmbH, Elternzeit, freie Autorin für diverse Zeitschriften, freie Lektorin, Bilderbuchautorin.

Titelprofil: „Federwelt“ (seit 1998), 3000 Exemplare, zweimonatlich; Redaktionsmitglieder: 3.

„Wir professionalisieren Autorinnen und Autoren, machen sie fit in Sachen Schreiben und Veröffentlichen. Unsere Leser sind Verlagsautoren und Selfpublisher. Bei uns gibt zum Beispiel Top-Speaker Michael Rossié Tipps, wie man gut (vor)liest. Online sind wir über Facebook mit unseren Lesern in Kontakt. Auf der Autorenwelt bieten wir Infos aus der Verlagswelt, ausgewählte Artikel aus der „Federwelt“ sowie die Möglichkeit, sich mit anderen Schreibenden zu vernetzen und auszutauschen. Geplant ist allerdings noch viel mehr …“

Karrierechancen: „Das kann ich nicht beurteilen.“

 

 

Günder, Gabriele@privatGabriele Günder
Seit 1997 Publisherin und Chefredakteurin der Zeitschrift „Page“ (Ebner Verlag GmbH & Co KG, Hamburg).

Werdegang: Studium Design, freiberuflich als Design Director tätig für „Page“, Apple Deutschland, Süddeutscher Verlag, frog design, Rat für Formgebung.

Titelprofil: „Page“ (seit 1986), 20.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 7.

„‚Page‘ ist Deutschlands führendes Fachmagazin für Gestalter in Design-, Kommunikations- und Digital-Agenturen und Unternehmen. Wir unterscheiden nicht mehr zwischen Print und Online. Content is King.“

Karrierechancen: „In unserer Redaktion sind die Frauen in der Überzahl.“

 

 

Hebauer, Lioba@privatLioba Hebauer (51)
Seit 2007 Chefredakteurin des Fachhandelsmagazins „baby&junior“ (Meisenbach Verlag, Bamberg).

Werdegang: Volontariat, Studium Diplom-Journalistik und Deutsche Journalistenschule München, freiberufliche Journalistin und Buchautorin.

Titelprofil: „baby&junior“ (seit 1958), 5.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 3.

„‚baby&junior‘ ist ein teils zweisprachiges, internationales Fachmagazin für Kinderausstattung und -mode. Es bietet seit 58 Jahren als DAS Branchenorgan Orientierung bei Trends und Neuheiten und dient dem Handel und der Industrie als Plattform. Darüber hinaus ist ‚baby&junior‘ eng mit den wichtigsten internationalen Branchenmessen verknüpft. Für die Kind + Jugend in Köln erscheint jährlich eine zweisprachige Messezeitung. ‚baby&junior‘ ist schon lange mehr als eine Printausgabe. Wir berichten tagesaktuell auf unserer Homepage und versenden Newsletter mit Top-News. Zudem sind einige Ausgaben als E-Paper zum Download erhältlich. Darüber hinaus wird auch der Facebook-, Twitter- und Instagram-Auftritt von ‚baby&junior‘ gut angenommen. Auf Branchenmessen haben wir mit einem Live-Blog gute Erfahrungen gemacht.“

Karrierechancen: „Frauen und besonders Akademikerinnen haben meiner Meinung nach in allen Bereichen des Berufslebens wie gehabt wegen fehlender Modelle für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schlechtere Chancen als Männer.“

 

 

Kreuter_DrPetraKreuter_copyright_www.tw-klein.comDr. Petra Kreuter (44)
Seit 2010 Redaktionsleiterin der Zeitschrift „Die PTA in der Apotheke“ (Umschau Zeitschriftenverlag, Wiesbaden).

Werdegang: Studium Ernährungswissenschaften, Internship am Fred Hutchinson Cancer Research Center (Public Health Sciences) in Seattle, Wissenschaftliche Angestellte und freie Mitarbeiterin in der Ernährungspsychologischen Forschungsstelle der Universität Göttingen, Promotion, Fernstudium Journalistik.

Titelprofil: „Die PTA in der Apotheke“ (seit 1971), 26.300 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 3.

„Unser Heft richtet sich an das pharmazeutische Personal in der Apotheke, vorrangig an Pharmazeutisch-technische AssistentInnen (PTA). Mittlerweile im 44. Jahrgang, sind wir die am längsten am Markt befindliche PTA-Zeitschrift. Im Fokus steht neben dem zertifizierten Fortbildungsangebot die serviceorientierte Ausrichtung der Beiträge. Bereits 2x verlieh uns die Deutsche Fachpresse den Award ‚Fachmedium des Jahres‘ in der Kategorie Medizin/Pharma/Gesundheit. Unsere LeserInnen können die Print-Angebote auch online nutzen, was sie insbesondere bei der Fortbildung auch tun. Zudem haben wir als erste PTA-Zeitschrift Web- und QR-Codes zur crossmedialen Verlinkung eingeführt und eine PTA-App herausgebracht. Diese Formate werden auch von Anzeigenkunden nachgefragt. Die App wurde zudem letztes Jahr von der Deutschen Fachpresse als ‚Beste App‘ ausgezeichnet. Auf Facebook ‚menscheln‘ wir dagegen mehr und lassen den fachlichen Aspekt etwas im Hintergrund.“

Karrierechancen: „Zumindest in den pharmazeutischen Fachmedien scheint es mehr Frauen als Männer zu geben. Für andere Branchen kann ich das nicht beurteilen.“

 

 

Krix, Pia@privatPia Krix (47)
Seit 2015 Chefredakteurin „Energy 2.0“ und „Urban 2.0“ (publish-industry Verlag, München).

Werdegang: Volontariat, Redakteurin und leitende Redakteurin, Korrespondentin.

Titelprofil: „Energy 2.0“ (seit 2007), 26.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 4.

„‚Energy 2.0‘ bietet faszinierende Einsichten in innovative Techniken und nachhaltige Strategien für die Energie der Zukunft. Das Magazin spricht Entscheider aus der Energiebranche an. In der ‚Energy 2.0‘ beleuchten wir mit fundierten Hintergrundberichten die komplexen Zusammenhänge im Zusammenspiel von konventionellen und erneuerbaren Energien Online-Aktivitäten spielen eine immer größere und wichtigere Rolle im Redaktionsalltag. Wir informieren unsere Leser auf unserer Website, in einem wöchentlichen Newsletter und auf Facebook.“

Karrierechancen: „Nicht besser als anderswo.“

 

 

Kupfer, Katja@privatKatja Kupfer-Geißler (52)
Seit 2007: Chefredakteurin der Zeitschrift „Heilberufe“ (Springer Medizin Verlag GmbH Berlin).

Werdegang: Studium Italianistik, Anglistik, stv. Chefredakteurin, Projektmanagerin.

Titelprofil: „Heilberufe – Das Pflegemagazin“ (seit 1949), 19.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 4.

„Zielgruppe sind professionell Pflegende, lehrende und leitende Pflegekräfte im stationären und ambulanten Bereich und in der Altenpflege, Studenten und Auszubildende in der Pflege. Unsere Kompetenz liegt in der redaktionellen Aufbereitung medizinisch/pflegerischer Inhalte für unsere Zielgruppe. Und natürlich in unserer viel kopierten Fernfortbildung für Pflegekräfte – dem PflegeKolleg. Online-Aktivitäten spielen eine zunehmend größere Rolle – gerade in der Fort- und Weiterbildung der professionell Pflegenden.“

Karrierechancen: „Ich glaube nicht, dass Frauen im Fachjournalismus die größeren Chancen haben. Aber der Frauenanteil in Redaktionen der Medizin- und Gesundheitsberufe ist generell höher und damit steigt die Chance.“

 

 

Lottmann, Andrea@privatAndrea Lottmann (41)
Seit Juli 2015: Chefredakteurin der Fachmagazine „Food Service“ und „Food Service Middle East“ (Deutscher Fachverlag, Frankfurt).

Werdegang: Studium, Leiterin Kommunikation World of Internet, Senior-Beraterin ABC Euro RSCG in Hamburg, PR Manager und Eventleitung, von 2005 bis 2015 eigene Agentur Lottmann PR in Berlin und Hamburg.

Titelprofil: „Food Service“ (seit 1982), 10.600 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 8.

„Wir sind ein Fachmagazin für die professionelle Gastronomie. USP: Die Aufbereitung von wirtschaftlichen Daten und Fakten, Analyse von Erfolgsfaktoren und Abbildung von Trends; mit hohem Nutzwert für den Leser. Das Magazin ist das Herzstück einer ganzen Food-Service-Community, die sich über das Heft aber vor allem Veranstaltungen über die letzten 30 Jahre gegründet hat. Bisher stand online leider nicht im Fokus. Das wollen wir ändern in den kommenden Monaten.“

Karrierechancen: „Die Karrierechancen für Frauen sind nicht besser oder schlechter als anderswo.“

 

 

Mayer, Bettina@privatBettina Mayer (44)
Seit 2009 Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins „Automobil Produktion“ (Verlag moderne industrie GmbH, Landsberg).

Werdegang: Axel-Springer-Journalistenschule, Aufbaustudium zur PR-Fachwirtin, Unternehmenskommunikation, Reporterin, Industry Reporter.

Titelprofil: „Automobil Produktion“ (seit 1986), 16.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 7.

„‚Automobil Produktion‘ ist ein Branchen-Wirtschaftsmagazin für Autohersteller und Zulieferer und trägt die wichtigsten Hintergründe zusammen. Unser Augenmerk liegt auf den Herausforderungen für Entwicklung, Einkauf und Produktion. Auf unseren Titel wollen viele Vorstände. Online ist sehr wichtig, denn als Monatsmagazin können wir aktuelle News fast nur noch über unsere Website abbilden. Eine tolle Ergänzung zum Printheft.“

Karrierechancen: „Ich glaube, Frauen haben in Fachkreisen noch bessere Chancen, weil es immer noch Exoten sind. Insbesondere sind Frauen auch den vielseitigen Anforderungen meist besser gewachsen, als Männer. Denn wir organisieren besser, kommunizieren besser und können die kleinen Teams auch besser motivieren und zusammenhalten. Social Skills sind hier sehr wichtig, wenn keine hierarchisch organisierte Riesen-Redaktion zur Verfügung steht.“

 

 

Mucke_DSC_0031Sylvia Mucke (42)
Seit Januar 2008: Chefredakteurin der Zeitschrift „Eselsohr“ (Leseabenteuer GmbH München).

Werdegang: Magisterstudium in Berlin, Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache in Osaka, Volontariat Kinderbuchverlag in München.

Titelprofil: „Eselsohr – Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien“ (seit 1982), 3000 – 5000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 2 Festangestellte / ca. 15 Freie.

„Unsere Kernkompetenz liegt bei Kinder- und Jugendmedien. Das Eselsohr bringt Berichte, Porträts und Interviews zu aktuellen Themenschwerpunkten, Übersichtsartikel, Trends und Hintergründe, Nachrichten zu Büchern, Comics, Hörbüchern, Hörspielen, Apps, Literaturverfilmungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 0 bis 25 Jahren. Die Bedeutung von Online-Aktivitäten hält sich bei uns noch in Grenzen. Unsere Kundschaft ist ausnehmend buchaffin. Forderungen nach einer ‚Eselsohr-App‘ gab es z.B. noch nicht. Unser Kunden wollen das Eselsohr in der Hand halten und nicht auf dem Tablet oder Telefon lesen. Allerdings wollen wir unser Service-Angebot auf der Homepage nach und nach erweitern. Geplanter Relaunch ist Ende Dezember/Anfang Januar.“

Karrierechancen: „Selbst in einer so frauendominierten Branche wie der Kinder- und Jugendliteratur kann man es wunderbar sehen: Je höher man in der Hierarchie und Verdienstklasse kommt, desto mehr Männer trifft man an. Auch in Verlagen, in denen 90 Prozent der Mitarbeiter Frauen sind.“

 

 

Müller, Daniela M.@privatDaniela M. Müller (42)
Seit Januar 2014 Chefredakteurin des „Hogapage-Magazin“ (BUHL Medien Agentur und Verlag GmbH, Augsburg).

Werdegang: Studium Germanistik (teilw. im Ausland), Volontariat, Redakteurin.

Titelprofil: „Hogapage-Magazin“ (seit 2013), 130.000 Exemplare, vierteljährlich; Redaktionsmitglieder: 5.

„‚Hogapage‘ ist eine sehr moderne Fachzeitschrift für Hotellerie, Gastronomie, Catering / GV und steht für nutzwertige Informationen, umsetzbares Wissen und erfrischende Unterhaltung. An erster Stelle steht bei uns die Lesefreude – denn diese zu bieten, bedeutet für uns, unseren Lesern Wertschätzung entgegenzubringen. Das ‚Hogapage‘-Magazin ist Teil einer großen Markenfamilie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein ganzheitliches Angebot an Lösungen für die alltäglichen Probleme unserer Zielgruppe zu liefern. Dementsprechend gehören zum Portfolio der Marke ‚Hogapage‘ auch eine Online-Jobbörse, ein Online-Shop für Berufsmode und Fachbücher, ein Online-Branchenbuch sowie die deutschsprachige Gastronomie-Facebook-Community mit derzeit rund 115.000 Fans. Die Online-Aktivitäten und das Print Magazin ergänzen sich also perfekt.“

Karrierechancen: „Ich denke, jede Frau muss heute noch immer die richtigen Prioritäten setzen, um voran zu kommen. Das gilt für die Medienbranche genauso wie für andere Branchen.“

 

 

GuP_Ruth_Ney.tifRuth Ney (48)
Seit 2012 Chefredakteurin der Zeitschrift „Apotheke und Marketing“ (Springer Medizin Verlag GmbH, Neu-Isenburg).

Werdegang: Studium Pharmazie, Approbation zur Apothekerin, Aufbaustudium Journalistik, Zeitungspraktika, Redakteurin, berufsbegleitend Weiterbildung zur Apothekenbetriebswirtin.

Titelprofil: „Apotheke und Marketing“ (seit 1992), 22.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 5.

„Die Kernkompetenz liegt im Aufbereiten von Themen für die Apotheke, die vor allem die Personalführung und das Management einer eigenen Apotheke betreffen. Wir vermitteln betriebswirtschaftliches Know-How für interessierte Leser ebenso wie praktische Marketinglösungen und auch pharmazeutisches Fachwissen durch regelmäßige Fortbildungsbeiträge. Online wird immer wichtiger, weshalb wir gerade unsere Homepage aktualisieren.“

Karrierechancen: „Da Medizin und Pharmazie ohnehin zwei Studiengänge mit sehr hoher Frauenquote sind, würde ich gute Karrierechancen für diesen Bereich bejahen. Ansonsten würde ich nicht pauschal von besseren Chancen ausgehen.“

 

 

PEIFFER_Wibke-Pfeiffer-ProfilbildWibke Pfeiffer (33)
Seit Juli 2013 Chefredakteurin der Fotosparte des Verlags falkemedia mit der Zeitschrift „DigitalPhoto“ und regelmäßigen Sonderpublikationen zum Thema (insgesamt mehr als 30 Einzelhefte im Jahr; falkemedia GmbH & Co. KG, Köln).

Werdegang: Studium Kommunikationsdesign, Auslandssemester in den USA, Volontariat, Redakteuri,/ Chefin vom Dienst.

Titelprofil: „DigitalPhoto“ (seit 2002), ca. 26.500 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 10.

„Unsere Hefte wenden sich hauptsächlich an ambitionierte Hobby-Fotografen und Photoshopper bis hin zu Semiprofis. Zu unserem Angebot zählen Kamera- und Zubehör-Tests im eigenen Labor, umfangreiche Kaufberatungen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu beliebten Fototechniken sowie Interviews mit Profi-Fotografen und Szene-Tipps. Der wichtigste Part unserer Website ist sicher unsere Leser-Galerie samt angeschlossenem Wettbewerb „DigitalPhoto Fotograf des Jahres“. Direktes Feedback erhalten wir über den Social-Media-Kanal Facebook. Wir posten schnelle News und Hinweise auf Aktionen und Wettbewerbe unserer Redaktion.“

Karrierechancen: „Schwer zu sagen. Die Foto-Fachpresse ist immer noch eine klare Männerdomäne, vor allem wenn es um den Bereich Test und Technik so wie Chefredaktionen geht. Abseits des Fachjournalismus fehlt mir da leider die Erfahrung. Haben Frauen nicht in allen Berufen eine Chance, wenn sie wirklich gut in ihrer Sache sind?“

 

 

rammoser_Ivonne Rammoser@kathrin_rohdeIvonne Rammoser (40)
Seit September 2010: Chefredakteurin der Zeitschrift „Health&Care Management“ (Holzmann Medien GmbH & Co. KG, Bad Wörishofen).

Werdegang: Krankenpflegerin, Studium Pflegemanagement, Volontariat, Redakteurin. 2008 bis 2010 Chefredakteurin Redaktion „Pflegezeitschrift“.

Titelprofil: „Health&Care Management – wirtschaftlich entscheiden in Kliniken und Altenheimen (HCM)“ (seit 2010), 10.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 3.

„Unsere Leser sind Entscheider und Meinungsführer der Gesundheitswirtschaft. HCM ist Fachmedium des Jahres 2015. Die Frage nach der Kernkompetenz lässt sich mit dem Urteil der Fachjury beantworten: ‚Die Fachzeitschrift ‚Health&Care Management‘ überzeugte die Jury durch inhaltliche Qualität sowie Informationstiefe und -vermittlung. Sie ist ein klassisches Fachmagazin ohne artifizielle Schnörkel. Mit hohem Nutzwert hat sie gemäß ihrem Subtitel ‚wirtschaftlich entscheiden‘ stets die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe im Blick. Die journalistischen Darstellungsformen sind vielfältig, das Layout modern und übersichtlich. Hier schreiben keine anonymen Autoren! Für Transparenz in der Berichterstattung und Interaktionsmöglichkeiten mit den Lesern sorgen die Autoreninfos mit Kontaktdaten.‘ Die Online-Aktivitäten haben heute einen ähnlichen Stellenwert wie das Print-Produkt. Wir produzieren Informationen, die wir dann über die verschiedenen Kommunikationswege verteilen.“

Karrierechancen: „Es lässt sich ein deutlicher Anstieg des Frauenanteils im Berufsfeld feststellen. Ein Aufstieg in die Chefetagen scheint für Frauen aber noch immer schwieriger. Trotz allem darf nur die Leistung entscheiden. Ich bin kein Fan einer Frauenquote.“

 

 

RomeisSabine Romeis (53)
Herausgeberin und Chefredakteurin des „Chefs!“ Magazin (Gastronomia Verlag, Gersfeld).

Titelprofil: „Chefs!“, 12.000 Exemplare, zehnmal jährlich, Redaktionsmitglieder: 4.

„‚Chefs!‘ ist ein unabhängiges monatliches Fachmagazin für Profiköche/innen in Gastronomie, Hotellerie, Betriebs- und Sozialverpflegung. Unser Claim: Kulinarisch. Kreativ. Kompetent. Wir sind ein kleines Team und machen ‚Chefs!‘ mit viel Liebe und Leidenschaft für die Zielgruppe. Im Fokus stehen die Menschen und Macher der Kochszene – ihre Konzepte, ihre Erfolge, ihre Probleme. Alles, was ein moderner Küchenchef für seinen beruflichen Erfolg wissen muss. Der ‚Chefs!‘ USP: Die Blattmacher orientieren sich hinsichtlich Schreibe und Informationsaufbereitung, Layout und Heftausstattung an den Qualitätsstandards einer modernen Publikumszeitschrift. Website und Facebook-Auftritt sind essenziell, damit Leser und Kunden auf ‚Chefs!‘ aufmerksam werden, sich einen ersten Eindruck vom Magazin verschaffen bzw. es beziehen können.“

Karrierechancen: „Kann ich nicht beurteilen.“

 

 

Sadowski, Silke@privatSilke Sadowski (53)
Seit Juli 2006 Chefredakteurin Maritime Fachpublikationen; darunter „Schiff&Hafen“ (DVV Media Group, Hamburg).

Werdegang: Studium Schiffstechnik, Forschungsingenieurin, Promotion, Managerin Schiffsneubauten, Projektmanagerin, Redakteurin.

Titelprofil: „Schiff&Hafen“ (seit 1949), 8.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 4 Redakteurinnen + 1 Redaktionsassistentin.

„‚Schiff&Hafen‘ steht für maritime technische Fachinformationen für den Schiffbau- und Offshore-Markt in moderner und lesefreundlicher Optik bei hohem Anspruch an die Qualität der Fachbeiträge. Die Zeitschrift bietet detaillierte Artikel über Trends und innovative Entwicklungen mit den Schwerpunkten Schiffbau, Schiffstechnik, Offshore- und Meerestechnik, Hafenwirtschaft sowie Seeschifffahrt. Wir versenden wöchentliche Newsletter und unterhalten eine Website mit aktuellem Newsteil. Das ‚Schiff&Hafen‘ Abonnement beinhaltet seit mehreren Jahren neben der klassischen Printversion auch ein entsprechendes E-Paper und eine App-Version. Weitere Aktivitäten sind in Planung.“

Karrierechancen: „Grundvorrausetzung für den Erfolg sind aus meiner Sicht fundierte Fach- und Branchenkenntnisse. Hinzu kommt sicherer Umgang mit und ein gutes Gefühl für die Sprache. Treffen diese Kompetenzen und Interessen zusammen, haben, denke ich, Frauen und Männer im Fachjournalismus die gleichen Chancen.“

 

 

Schuppan_Linda_RUNDSCHAULinda Schuppan (35)
Seit September 2013 Chefredakteurin der „Rundschau für den Lebensmittelhandel“ (medialog GmbH & Co. KG, Gaggenau).

Werdegang: Studium Germanistik und Journalistik, Auslandsaufenthalte in den USA, Spanien, Italien (als Highschool- bzw. Universitätsprogramme), Radio-Hospitanz, Volontariat bei der „Rundschau für den Lebensmittelhandel“. Ab 2012 stellvertretende Chefredakteurin.

Titelprofil: „Rundschau für den Lebensmittelhandel“ (seit 1929), 65.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 5.

„Die ‚Rundschau‘ richtet sich an Entscheider am Point of Sale, an selbstständige Kaufleute und an die Managementebenen in den deutschen Handelszentralen. Wir vermitteln praxisorientierte Informationen, damit sich Vollsortimenter gegenüber Discountern mit wertschöpfenden Verkaufskonzepten abheben können. USP der ‚Rundschau‘: Kein Fachmagazin ist von der Auflage und den Themen näher an den selbstständigen Kaufleuten dran. Unsere Online-Affinitäten für die ‚Rundschau‘ begrenzen sich zugegebenermaßen lediglich auf ein Basis-Programm (Website mit News und Content). Grund dafür ist vor allen Dingen, dass unsere Leser kaum am Rechner sitzen, sondern an der Ware, am Kunden arbeiten.“

Karrierechancen: „Meiner Meinung nach ist das keine Frage des Geschlechtes, sondern eine Frage des Willens. Jeder kann, wenn er will – egal, ob Frau oder Mann.“

 

 

Schweihoff_Editorial_klMonika Schweihoff
Seit 2008 Chefredakteurin „der niedergelassene arzt“ (WPV Wirtschafts- und Praxisverlag GmbH, Köln).

Werdegang: Medizinstudium, Ärztin, Referentin für Medizin und Ethik in Non Profit Organisation, Fachredakteurin.

Titelprofil: „der niedergelassene arzt“ (seit 1951), 65.500 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 5.

„Wir liefern fundierte Informationen zu den Themen Politik, Wirtschaft, Praxismanagement und Medizin für niedergelassene Ärzte der Fachrichtung Innere Medizin, Allgemeinmedizin und Praktiker (API; mit Gesamtabdeckung der Zielgruppe in Deutschland). Online bietet zunehmend sehr interessante Möglichkeiten. Bleibt im Bereich Medizin bislang noch ausbaufähig, da Zielgruppe bisher nur bedingt online-affin.“

Karrierechancen: „Fachjournalismus erfordert fachliche (Grund)ausbildung. Halbtags oder kombinierte Inoffice/Homeoffice-Angebote können es gut ausgebildeten, aber nur teilzeittätigen Frauen ermöglichen, in diesem Bereich Fuß zu fassen. Chancen deshalb ja, langfristigen Erfolg erreicht frau durch effiziente Arbeit, genauso wie in anderen Berufen und wie männliche Mitbewerber.“

 

 

Schwertfeger, Bärbel@privatBärbel Schwertfeger (59)
Seit 2011 Chefredakteurin des monatlichen Newsletters MBAintern und seit 2007 Chefredakteurin der Zeitschrift „Wirtschaftspsychologie aktuell“ (Deutscher Psychologen Verlag GmbH, Berlin).

Werdegang: Studium Psychologie, freie Journalistin, Buch-Autorin, Gründerin, Geschäftsführerin und Chefredakteurin des Online-Magazins MBA Journal.

Titelprofil: „Wirtschaftspsychologie aktuell“ (seit 1993), 5.000 Exemplare, vierteljährlich; Redaktionsmitglieder: 2.

„‚Wirtschaftspsychologie aktuell‘ ist als Zeitschrift für Personal und Management das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Fachlich fundiert, inhaltlich anspruchsvoll und journalistisch aufbereitet und für alle, die sich für das Thema Psychologie in der Wirtschaft interessieren. Online ist wichtig, auf die Zeitschrift aufmerksam zu machen und die Leser mit aktuellen Informationen zu versorgen.“

Karrierechancen: „Keine Ahnung. Ich habe mich als Frau noch nie bevorzugt oder benachteiligt gefühlt.“

 

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeidi Stolz (56)
Chefredakteurin „Friseurwelt“ (Terra Verlag, Konstanz)

Werdegang: Mittlere Reife, diverse Büro- und Sekretärinnentätigkeiten, Späteinsteigerin (mit 33) als Volontärin im Terra-Verlag, nach zwei Jahren Redaktionsleitung, ein Jahr später Chefredakteurin „Friseurwelt“ (einige Jahre auch für unsere Zeitschriften „Parfümerie aktuell“ und „Profi Kosmetik“).

Titelprofil: „Friseurwelt“ (Terra-Verlag), 32.638 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 3.

„‚Friseurwelt‘ spricht vorwiegen Saloninhaber, aber auch (leitende) Mitarbeiter an. Wir unterstützen Friseure in ihrer täglichen Arbeit mit allen relevanten Themen von Frisurentrends über Branchennews, Interviews mit Friseuren oder Industriepartnern, Salonvorstellungen, Businessthemen wie Personalführung, Marketing und Betriebswirtschaft bis zu Produktvorstellungen. Ein starkes Augenmerk legen wir auf die Themen Aus- und Weiterbildung und die Möglichkeiten, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Unsere Zeitschrift ist offizieller Medienpartner des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, deshalb sind auch die Meldungen aus Innungen & Verbänden bei uns sehr umfangreich. Online-Aktivitäten spielen inzwischen eine wichtige Rolle, wir sind auf unserer Website sowie auf Facebook und – seit kurzem – auch bei Instagram sehr aktiv.“

Karrierechancen: „Ob Frauen im Fachjournalismus bessere Chancen haben, würde ich nicht sagen, es kommt auf die Branche an. Frauen mit Familie können aber eine Tätigkeit in einer Fachzeitschrift allerdings sicher besser bewältigen als bei einer Tageszeitung mit spätem und täglichem Redaktionsschluss.“

 

 

Sutor-Fiedler, Maike@privatMaike Sutor-Fiedler (46)
Seit 1996 Chefredakteurin der Fachzeitschrift „Asphalt“ und seit 1999 Inhaberin des Redaktionsbüro bauSATZ, das im Zuge des Outsourcing der Redaktion durch Verlagswechsel gegründet wird; seit 2015 auch Chefredakteurin „Asphalt & Bitumen“ (Giesel-Verlag, Hannover).

Werdegang: Volontariat, Studium Journalistik, freie Mitarbeiterin bei Hörfunk, Zeitung und TV, Redakteurin.

Titelprofil: „Asphalt“ (seit 1967), 6.200 Exemplare, zweimonatlich; Redaktionsmitglieder: 1.

„Unsere Zeitschriften sind die einzigen Spezialzeitschriften in Europa, die sich mit diesen beiden Baustoffen beschäftigen. Die Bandbreite der Berichterstattung beginnt bei der Forschung, geht über die Gesetzgebung bis auf die Baustelle. Ebenso heterogen ist die Leserschaft: vom Professor bis zum Bauarbeiter/Walzenfahrer. Auch wenn wir in einer traditionellen Branche unterwegs sind. Der Anteil der Online-Nutzung wird steigen. Entsprechende Formate gilt es zu entwickeln. Aktuelles gehört aufs Webportal und in einen Newsletter. Online bietet auch den Charme, dass wir Journalisten sehen, was wirklich gelesen wird – und was nicht. So können wir unsere Branche noch besser einschätzen und unser Aktivitäten darauf einstellen.“

Karrierechancen: „Ja, weil Familie und Beruf besser zu vereinbaren ist, selten geplante Tagesabläufe verändert werden müssen, weil im Rathaus der Stadt ein ‚großer Sack Reis umgefallen‘ ist. Aber – zumindest in traditionellen Branchen – frau ist schnell bekannt, bis frau sich einen Namen gemacht hat, das dauert etwas länger.“

 

 

Winkelmann, Lydia@privatDr. Lydia Elisabeth Winkelmann (49)
Seit 2008 Chefredakteurin für die Produktpalette der „Brauwelt“ bzw. „Brauwelt International“ (Fachverlag Hans Carl, Nürnberg).

Werdegang: Studium der Agrarwissenschaften, Promotion, Assistentin, später Geschäftsführerin beim Deutschen Brauer-Bund, Redakteurin.

Titelprofil: „Brauwelt“ (seit: 1861, als „Allgemeine bay´rische Hopfenzeitung“), 3500 Exemplare, zweimonatlich; Redaktionsmitglieder: 5. (plus 2 Layouter)

„Wir legen den Fokus auf Brauereitechnik und -technologie, aber auch Marketing- und Managementthemen, ist zusätzlich auf die Getränkebranche allgemein (Erfrischungsgetränke, Wasser, Fruchtsaft etc.) ausgedehnt, da Brauereien auch in diesem Bereich tätig sind; USP: Detailinformationen für den Brauer, Hintergrundinformationen/Zahlen-Daten-Fakten aus der Branche; Möglichkeit der Weiterbildung; hohe Präsenz durch wöchentliche Erscheinungsweise plus online. Der eher konservativ geprägte Leserkreis wünscht ausdrücklich Print- und Onlineangebote. Wir nutzen beide Möglichkeiten. Das Angebot wird sich zukünftig jedoch stärker Richtung Online verschieben.“

Karrierechancen: „Nein, im Hinblick auf Führungspositionen. Ja, auf den Positionen darunter, da Frauen oft ein besseres Sprachgefühl haben. Gerade bei technischen Fachzeitschriften befassen sich die Männer lieber mit der Technik und der Umsetzung als mit der sprachlichen Aufbereitung.“

 

 

Wieser_AnneKatrinWieserAnne Katrin Wieser (36)
Seit 2009: Chefredakteurin der Zeitschriften „Omnibusrevue“ und „Busfahrer“ (Springer Fachmedien München GmbH).

Werdegang: Studium BWL, parallel Lehre zur Industriekauffrau, Volontariat, freie Journalistin, Redakteurin.

Titelprofil: „Omnibusrevue“ (seit 1950), 7.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 5.

„Die ‚Omnibusrevue‘ richtet sich an private Busunternehmer und unterstützt diese seit 65 Jahren in ihrem Alltag mit Fahrzeugtests, Berichten zu technischen Neuheiten, aktuellen rechtlichen Beiträgen, Meldungen aus der Politik und von den Verbänden sowie nützlichen Informationen zu Gruppenreisetrends und -destinationen. Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch, auch an unsere Redakteure. Bei der cross-medialen Verknüpfung setzen wir Maßstäbe. Wir veröffentlichen täglich Nachrichten online. Hinzu kommen regelmäßig Videos in unserem Web-TV-Kanal Bus-TV – von Reisereportage bis Fahrzeugtest. Wir nutzen auch Social Media, konkret Facebook, zum Austausch mit dem Leser.“

Karrierechancen: „Die Chancen sind nicht größer als anderswo. Aber der Fachjournalismus bietet ein gutes Umfeld für flexible Arbeitszeitmodelle. Das kommt der Vereinbarkeit von Beruf und Familie entgegen.“

 

 

Wisotzki, Scarlett@privatScarlett Wisotzki (35)
Seit August 2011: Chefredakteurin der Zeitschrift „Das Spielzeug“ (Meisenbach Verlag, Bamberg).

Werdegang: Praktikum Radio, Volontariat Deutscher Supplement Verlag, Redakteurin.

Titelprofil: „Das Spielzeug“ (seit 1909), 8.000 Exemplare, monatlich; Redaktionsmitglieder: 3 (+ 1 Online).

„Unsere Kernkompetenz liegt in der direkten Zielgruppenansprache, die sich an den Spielwarenfachhandel richtet. Wir sind für Reportagen in Geschäften vor Ort, führen mit Einzelhändlern regelmäßig Telefoninterviews und veranstalten Leserreisen – die letzte habe ich für Shanghai konzipiert, mit einem Besuch der China Toy Expo und eines Holzspielzeugherstellers im Herbst 2015. Online-Aktivitäten nehmen eine immer wichtigere Rolle ein. Meldungen auf der Website, Newsletter und Social Media-Beiträge stehen für eine Aktualität, die kein Print-Medium gewährleistet.“

Karrierechancen: „Dass Frauen bessere Chancen im Fachjournalismus hätten – diese Aussage kann ich so nicht unterstreichen. Ich bin seit über 100 Jahren die erste Frau an der Spitze von ‚Das Spielzeug‘. Letztendlich zählt doch – geschlechterunabhängig – eine Mischung aus Können und Schicksal, sprich zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.“