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Tools für Teams

Wer gemeinsam arbeitet, braucht die richtigen Werkzeuge. Wir stellen 10 Tools vor, die für journalistische Team-Projekte nützlich sind.


Text: Thomas Strothjohann

 

 

1. Evernote
Das kann’s: Autorenteams können ein gemeinsames Notizbuch führen und von ihren Smartphones oder Rechnern befüllen. Fotos, Audio-Aufnahmen, schriftliche Notizen oder Bookmarks lassen sich direkt in der Cloud speichern.

So funktioniert’s: Evernote-App auf PC, Mac, iPhone, iPad oder Android installieren, Account anlegen, alles notieren, speichern und taggen.

Bonus: Evernote macht fotografierte Texte maschinen­lesbar. Damit lassen sich leserlich geschriebene Hand­schriftnotizen, Visitenkarten etc. durchsuchen.

Da hakt’s: Nur in der Premium­version kann man Notizbücher offline verfügbar machen.

Preis: Basisversion kostenlos; für 5$ pro Monat gibt’s mehr Speicherplatz, Offline-Notizbü­cher und PDF-Unterstützung.

 

2. Google Sites
Das kann’s: Alle Infos, auf die Sie regelmäßig zugreifen, lassen sich via sites.google.com auf einer internen Seite darstellen: Kalender, Themenlisten, Adressbuch mit Recherchekon­takten, To-do-Listen, Benut­zernamen, Passwörter für Tools und Server. Wir haben eine öffentliche Beispielseite erstellt.

So funktioniert’s: Unter sites.google.com eine neue Seite erstellen, Co-Autoren einladen und erste Seiten anlegen. Die Google Site kann leicht um Unterseiten ergänzt werden.

Bonus: Tools wie Google-Ka­lender und Docs lassen sich mit wenigen Klicks einbinden.

 

3. Storify
Das kann’s: Storify ist eigent­lich zur Sammlung verschiede­ner Quellen gedacht. Man kann Text, Tweets, Videos, Links, Fotos, Audios, Statusmeldun­gen zu einem Storyboard zusammenschieben.

So funktioniert’s: Mit Twitter­account einloggen, Storify erstellen und in den Einstellun­gen Co-Autoren Bearbeitungs­rechte gewähren. Der Arbeits­bereich ist über storify.com/Twittername erreichbar.

Bonus: Je nach Thema kann man die Storify-Story als Rechercheprotokoll freischal­ten und zum Artikel anbieten.

Da hakt’s: Änderungen der Kollegen werden erst nach Aktualisierung sichtbar und man merkt auch nicht, ob man gerade alleine oder im Team am Storyboard arbeitet.

 

4. TypeWith.me
Das kann’s: Gut als Mix aus Chat und Schreib-Tool für schnelle textbasierte Brainstor­mings. Teammitglieder können gleichzeitig schreiben und die anderen Texte sehen.

So funktioniert’s: Dokument erstellen und Link verschicken.

Bonus: Als Produkt entsteht, anders als beim Telefonat, ein Dokument, das man speichern und als Fahrplan für die Produktion verwenden kann. Über den Timeslider lassen sich alle Versionen des Dokuments auch ohne Zwischenspeichern wiederherstellen.
Da hakt’s: Multimediale Inhalte lassen sich nicht einbinden.

 

5. Google Docs
Das kann’s: Unter docs.google.com können mehrere Autoren online im selben Dokument schreiben. Damit spart man sich das Zusammenführen einzelner Word-Dokumente, man sieht von Anfang an, wie sich das gesamte Dokument entwickelt und wer an wel­chem Teil arbeitet.

So funktioniert’s: Einer erstellt das Dokument, teilt es mit den Kollegen oder speichert es im gemeinsamen Google-Doc-Ordner, sichtbar für alle.

Bonus: Alle Autoren sehen sofort, wenn sie an derselben Zeile arbeiten, und können sich über den integrierten Chat besprechen. Außerdem lassen sich alle Versionen des Doku­ments ohne Zwischenspeichern wiederherstellen.

Da hakt’s: Welche Themen und Informationen man via Google teilt, ist nicht nur Geschmacks­sache, sondern unter Umstän­den auch gesetzlich geregelt.

 

6. Dropbox.com
Das kann’s: Dropbox ist ein gemeinsamer Projektordner, auf den alle Teammitglieder von verschiedenen Geräten aus zugreifen können.

So funktioniert’s: Die Dropbox ist ein Ordner auf der Festplat­te, der mit der Cloud und allen angeschlossenen Geräten synchronisiert wird.

Bonus: Für jeden Ordner in der Dropbox kann man einstellen, wer darauf zugreifen kann: Kol­legen, Kunden, Freunde.

Preis: 2GB kostenlos.

 

7. Wetransfer.com
Das kann’s: Mit Wetransfer kann man Dateien mit bis zu 2GB als E-Mails senden, ohne Posteingänge zu verstopfen.

So funktioniert’s: Datei hochladen, Empfänger, Absender und Dateibeschrei­bung eingeben, verschicken.

Bonus: Wenn der Empfänger die Datei(en) heruntergeladen hat, erhält der Sender eine E-Mail.

 

 

8. Twiddla.com
Das kann’s: Bietet neben einem Etherpad (s. o.) auch die Möglichkeit, eine Website mit anderen Usern zu diskutieren.

So funktioniert’s: Man kann Stellen markieren, darin herummalen, Text und Sprechblasen hinzufügen.

Bonus: Integriertes Chat-Tool.

 

9. Gladinet.com
Das kann’s: Mit Gladinet kann man vieles auf dem eigenen Arbeitsplatz zusammenbinden: Microsofts Sky-Drive (25GB), den Google-Docs-Ordner (1GB), FTP-Server und andere Cloudspeicher. Anstatt Dokumente aus Word auf der lokalen Festplatte zu speichern, kann man sie mit Gladinet direkt in den Google-Docs-Ordner speichern und dann online nahtlos weiterarbeiten.

So funktioniert’s: Gladinet herunterladen, installieren und Zugänge zu Live und Google einrichten. Nur auf PCs.

Bonus: Das 25GB-SkyDrive von Microsoft (live.com) ist eine gute Möglichkeit, die eigenen Dokumente von überall zugreifbar kostenlos in der Cloud zu sichern.

Preis: Basisversion kostenlos.

 

10. Skype-Desktop-Sharing
Das kann’s: Mit Skype kann man auch den eigenen Bildschirm mit Kollegen teilen. Das ist vor allem hilfreich, wenn man Funktionen eines Programms erklären oder verschiedene Versionen eines Dokuments oder Bildes besprechen will.

So funktioniert’s: Neben dem Anruf-Button im Skype-Chatfenster Share-Button klicken und Desktop-Sharing auswählen.
Bonus: So lassen sich auch Folien einer Präsentation in einem geteilten Fenster zeigen und diese per Audio erläutern.

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