Twitter-Splitter

10 Do’s und Don’ts der Twitter-Etiquette

Twitter-Splitter (Teil 5:) „medium magazin“-Autorin Ulrike Langer über Tipps & Tricks beim Twittern

Twitter kann ein großartiges Kommunikationswerkzeug sein. Allerdings verführt die Beschränkung auf 140 Zeichen manche Nutzer noch mehr als beim Email- oder Kommentar-Schreiben dazu, auf die Gebote der Höflichkeit zu verzichten. Doch auch bei Twitter gibt es eine Netiquette. Manche Sitten sind selbstverständlich (oder sollten es zumindest sein) und gelten im gesamten Internet oder auch im echten Leben. Andere ungeschriebene Regeln haben sich auf Twitter innerhalb der Community als sinnvoll herausgebildet. Vermeiden Sie, unangenehm aufzufallen, in dem Sie die folgenden zehn Punkte beherzigen:

  1. Identität: Wecken Sie Vertrauen und geben Sie zu erkennen, wer Sie sind. Ein Pseudonym als Nutzername ist okay, aber ins Profil gehört Ihr Klarname und ein Foto. Auch Unternehmen sollten zumindest mit Link auf ihre Website deutlich machen, wer twittert.
  2. Weiterleitung: Ehre wem Ehre gebührt: Retweeten Sie Tweets und Hinweise auf Websites, die Ihnen gefallen mit vorangestelltem RT und @Nutzername oder hängen Sie an den Tweet ein „via @Nutzername“. Bei mehrfachem Retweeten können sich ganze Ketten von RT @Nutzername bilden, die zu lang sind. Lassen Sie die Wiederholer weg, aber nicht den Urheber.
  3. Duzen: Lassen Sie sich nicht zu unüberlegtem flächendeckenden Duzen verleiten, nur viele andere das tun. Sie sollten auch auf Twitter nur diejenigen Nutzer duzen, die Sie auch im persönlichen Umgang duzen.
  4. Ironie: Das ist für Ihre Follower mitunter schwierig zu erkennen, wenn Mimik, Gestik und oft auch der Zusammenhang fehlt. Schreiben Sie nichts Unüberlegtes, das missvertanden werden kann, und kennzeichnen Sie ironische Tweets mit Emoticons wie 🙂 oder 😉 oder ;-b
  5. Privates: Für Privates gibt es die Direct Message (DM) Funktion. Benutzen Sie diese lieber zu oft als zu selten. Wenn Sie z.B. jeden neuen Follower persönlich begrüßen möchten – schön. Aber Ihre übrigen Follower interessiert das nicht.
  6. Dialog: Wenn sich zwischen Ihnen und einem Follower ein Dialog entspinnt, dann sollten Sie mit Hashtags (# ist ein sogenanntes Hashtag, um ein Stichwort zu kennzeichnen) kennzeichnen, worum es geht, denn andere lesen mit. Verlagern Sie einen längeren Austausch auf Direct Messages oder andere Plattformen, wenn das Hin und Her von Tweets nicht allgemein relevant ist.
  7. Empfehlungen: Machen Sie mit beim #Followfriday. Dies ist eine Sitte, die sich entwickelt hat, um Twitternutzer, die man schätzt, öffentlich zu empfehlen. Idealerweise stellen Sie die Nutzer in Klammern kurz vor. Machen Sie nicht den Fehler, jedem, der Sie empfiehlt, persönlich öffentlich zu danken. Damit tun Sie nichts anderes, als sich selbst noch einmal lobend zu erwähnen. Lieber per DM danken oder einen Sammeldank am Abend aussprechen.
  8. Hinweise: Links mit Hinweisen auf nützliche, lesenswerte oder lustige Websites sind ein gern gesehener Mehrwert. Doch nichts ist ärgerlicher, wenn hinter einem nicht näher beschriebenen Link ein Video selbstständig startet oder ein riesiges pdf-Dokument lädt. Bei Links die Dateiart kennzeichnen und eine kurze inhaltliche Beschreibung mitliefern, damit man weiß, worauf man klickt.
  9. Wiederholungen: Sie können mit einem Tweet niemals alle Ihre Follower erreichen, weil einige velleicht erst Stunden später vorbeischauen. Wiederholen Sie dennoch Ihre Tweets maximal einmal und nicht in einer Dauerschleife. Sind Ihre Tweets es wert, viral verbreitet zu werden, werden Ihre Follower und deren Follower das ohnehin für Sie erledigen.
  10. RSS: Nehmen Sie sich als Einzelnutzer nicht den Einbahnstraßen-Monolog von Nachrichten-RSS-Feeds wie @Spiegel_Eil und Co. zum Vorbild, denn deren Erfolg können Sie ohnehin nicht kopieren. Wer als Person nur oder überwiegend auf eigene Website- oder Blogbeiträge verweist, macht sich unbeliebt, weil er oder sie zu erkennen gibt, an einem Austausch nicht interessiert zu sein.

Ulrike Langer twittert als „ula“ unter http://twitter.com/mediummagazin sowie als http://twitter.com/mauisurfer25 und bloggt unter http://medialdigital.de

Die  Serie „Twitter-Splitter“ erscheint monatlich im gedruckten Heft und online. Zuletzt erschienen in mm 7+8/09 (Printausgabe): Teil 4: Aktion & Reaktion

9 Kommentare

  1. […] 10 Do’s und Don’ts der Twitter-Etiquette: Ulrike Langer auf der Website des MediumMagazins mit 10 Tipps zum Umgang mit Twitter. […]

  2. […] @bleaf_your_blog 10 tipps für die twitter etiquette @mediummaganzin Link […]

  3. […] Twitter bin ich eben über folgenden Artikel gestoßen: 10 Do’s und Don’ts der Twitter-Etiquette auf mediummagazin.de. Nicht mit allen Regeln dort bin ich einverstanden, deshalb will ich das Ganze mal schnell […]

  4. […] http://www.mediummagazin.de/twitter-splitter/10-dos-und-d… […]

  5. […] Twitter eine akzeptierte Form der Kommunikation und des Verhaltens untereinander. Hier sind einige Hinweise zum Thema Netiquette zu […]

  6. […] 10 Do’s und Don’ts der Twitter-Etiquette – medium magazin – medien journalismus zeit… […]

  7. […] 10 Do’s und Don’ts der Twitter-Etiquette: http://www.mediummagazin.de/twitter-splitter/10-dos-und-donts-der-twitter-etiquette/ […]

  8. […] schon in anderen Blogs (z.B. auf pcmag.com oder mediummagazin.de) erwähnt: Weder jedem Twitter folgen, der nicht bei 3 auf dem Follower-Baum ist, noch alles […]

  9. […] 10 Do’s und Don’ts der Twitter-Etiquette: http://www.mediummagazin.de/twitter-splitter/10-dos-und-donts-der-twitter-etiquette/ […]

Schreibe einen Kommentar