Archiv » 2011 » Ausgabe 12 »

Special. Ausbildung

Was bringt‘s?

Wir wollten von leitenden Redakteuren wissen: Warum würden Sie Kollegen ein Führungstraining empfehlen?

Anja Clemens-Smicek,

Ressortleiterin Politik- und Nachrichtenredaktion, „Westdeutsche Zeitung“

In jeder Phase der Karriere ist es hilfreich, nicht nur theoretische Grundlagen zu erlernen oder sich auf den neuesten Forschungsstand zu bringen, sondern auch ganz konkrete Tipps für den Alltag zu bekommen. Der besondere Charme des von mir absolvierten Seminars lag noch darin, dass sich die Module über das ganze Jahr verteilt haben. So konnte man bis zum nächsten Seminarteil Fragen sammeln und später gemeinsam Lösungen finden. Auch der Austausch mit den Kollegen hat sich als sehr sinnvoll erwiesen. Er setzt sich per Mail fort, so dass sich auch akute Fragen schnell gemeinsam erörtern lassen.

Thomas Achenbach,

Redaktionsleiter

„Osnabrücker Nachrichten“ und „Emsland-Kurier“

Weil unser aller Berufsalltag in der Regel so fordernd und vollgepackt ist, dass es überhaupt nicht möglich ist, eine reflektive Ebene einzuziehen, in der man sich einmal mit sich selbst und den anstehenden Aufgaben konkret auseinandersetzen kann oder mit der Frage, ob das eigentlich richtig und gut ist, so wie man die Dinge anpackt – da hilft nur „zwei Tage raus aus dem Büro“. Außerdem gibt es ja in diesen klassischen Sandwichpositionen, in denen eine Führungskraft steckt, selten ein Feedback auf das eigene Tun, schon gar nicht von Mitarbeitern. In einem Seminar kann man sich als Führungskraft auch mal spiegeln und sich eine konkrete Rückmeldung von jemandem holen, der für eine kurze Laborsituation ein Mitarbeiter gewesen ist, und selbst erleben, wie das so angekommen ist, was man gerade gesagt und getan hat. Das ist extrem hilfreich.

Ingo Schneider,

Leiter Lokalredaktion, „Rhein-Zeitung“

Das Programm der „Rhein-Zeitung“ bietet in jeder Hinsicht eine Erweiterung des Horizonts, wie man sie sonst im Arbeitsalltag nicht erleben kann. Das hohe Arbeitspensum in der Redaktion lässt für einen Blick über den Tellerrand in der Regel keine Zeit. Zudem stößt „RZ-Campus“ Türen auf, die sonst gewöhnlich verschlossen bleiben.

Lothar Schmalen,

Leiter Lokalredaktion,

„Neue Westfälische“

Es bringt einen als Führungskraft weiter in Sachen Führungstechnik, persönlicher Arbeitsorganisation, Kreativitätstechniken. Außerdem ist der Austausch mit Kollegen mit ähnlich oder gleich gelagerten Aufgaben sehr wertvoll und kommt viel zu selten vor.

Carina Teutenberg,

Senior Vice President Factual, ProSiebenSat.1 Media AG

Das Führungskräftetraining hat den Blick auf meine Kommunikation geschärft, mich Dynamiken erkennen und Reaktionen verstehen lassen. Der Umgang mit Kollegen wird auf diese Weise professionalisiert. Vor allem wenn Journalisten den Schritt aus der Redaktion ins Redaktionsmanagement machen, unterstützt ein solches Training ungemein. Grundlegend ist aber auch das Vertrauen des Konzerns, den Redakteur auf die nächste Ebene zu befördern. Man lernt am besten, wenn man tut – gut ausgewählte Trainings helfen, es richtig zu machen. Mir persönlich hat beim Wechsel aus der Redaktion in die Führungsposition vor allem ein persönliches Coaching wertvollen Input gegeben und die Angst genommen, als Chefin plötzlich nicht mehr „dazuzugehören“.

Peter Stefan Herbst,

Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“, Sprecher der Chefredakteure des Saarbrücker Verlags

Einzelcoachings wie meines an der SMI sind das ideale Instrument, um erkannte Wissensdefizite zu beseitigen oder sich auf neue Herausforderungen zielgerichtet vorzubereiten. Das Media Executive Leadership Program wiederum war die ideale Maßnahme, sich über aktuelle Medientrends zu informieren, Führungstechniken zu verbessern und sich auf Innovationsprozesse vorzubereiten. Die Intensität des Programms und die Zusammensetzung der Teilnehmer aus unterschiedlichen Mediengattungen und Ländern erweitern den eigenen Horizont, die Befähigung zu unkonventionellen Problem- und Konfliktlösungen und die Führungskompetenz nachhaltig.

Erschienen in Ausgabe 12/2011 in der Rubrik “Special. Ausbildung” auf Seite 58 bis 59. © Alle Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Für Fragen zur Nutzung der Inhalte wenden Sie sich bitte direkt an die Redaktion.