Indrani Das Schmid

Was ist die GFGZ? Die Gesellschaft zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (GFGZ) ist ein deutscher-schweizerischer Think Tank mit Sitz im schweizerischen Bülach (Kanton Zürich).

Firmenname: GFGZ – Gesellschaft zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
Gründungsjahr: 2012
Beschäftigte: 6
Internet-Adresse: www.gfgz.org

7 FRAGEN ZU IHREM UNTERNEHMENSVERSTÄNDNIS:

1. Unternehmensprofil:
Was ist die GFGZ? Die Gesellschaft zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (GFGZ) ist ein deutscher-schweizerischer Think Tank mit Sitz im schweizerischen Bülach (Kanton Zürich). Ziele sind zum einen die mentale Grenzen der Bevölkerung im D-CH-F-A-FL-Grenzgebiet mittels politischer Bildung, Forschung, Publikationen und Events abzubauen. Zum anderen forscht die GFGZ in den Bereichen Grenzsoziologie, Alpenraum-Strategie, grenzüberschreitenden Bildungs- und Gender-Fragen.

Die GFGZ bringt eigenständige Publikationen, Filme und didaktisches Material heraus. Sie wurde 2012 von der deutschen Journalistin Indrani Das Schmid, dem Schweizer Politologen Florian Schmid, dem Schweizer Business Analysten Roland Anliker und dem Leiter der VHS Jestetten-Lottstetten Edwin Kintzi gegründet. Die GFGZ wird gefördert und unterstützt von der EU, dem Schweizer Generalkonsulat Stuttgart, dem Kanton Zürich und dem Kanton Schaffhausen. Die GFGZ ist politisch und konfessionell neutral.

Eine Gesellschaft wie die unsere gab es in dieser Form noch nicht. Wir unterstehen weder einer Institution oder einer Verwaltung noch haben wir eine administrielle Begrenzung in unserer Zielgruppe. Wir stehen jeder und jedem offen, die/der sich thematisch informieren möchte. Unabhängig von Alter, Nationalität und Bildungshintergrund. Dies führte bereits dazu, dass wir im Bereich politischer Bildung in der Schweiz führend sind.

2. Ihr persönlicher Werdegang:

  • Studium Germanistik/Geschichte/Psychologie LMU München, L’Università di Pisa
  • Journalistenschule Ausbildung zur Crossmedialen Redakteurin (TV/Radio/Print/Online) Evangelische Journalistenschule Berlin (EJS)
  • Freie Journalistin Freie Journalistin, Schwerpunkt: Reportagen, Soziales-Gesell., Kultur, Bildung und Portraits Zeit Online, EPD München-Berlin, RBB, Jüdische Allgemeine, Winterthurer Landbote, Schaffhauser Nachrichten , CH-Medienheft, Dt. Frauenrat u.a.
  • Fest angestellte Reporterin Reporterin für das Zürcher Unterland CH- Tagesanzeiger, Regionalredaktion Zürcher Unterland
  • Unterbruch – Familienzeit Familienzeit – Geburt der Kinder / Umzug / Pflege der Eltern
  • Gründerin/Leiterin GFGZ Gründerin und Leiterin der D-CH-Gesellschaft zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit (GFGZ)

3. Ihr Unternehmensleitsatz, -philosophie oder Motto:
Motto: Politik braucht Orte der Begegnung, Orte des Gesprächs
Unternehmensphilosophie: Ausgehend von der Frage „Wer bestimmt, was wir denken?“ fördert die GFGZ den grenzüberschreitenden Informationsaustausch, informiert neutral über Hintergründe und Machtstrukturen, ermöglicht ein grenzüberschreitendes Kennenlernen der Bevölkerung, um eine friedliche Koexistenz in den Grenzräumen zu fördern und zu vertiefen.

4. So ist mein Unternehmen entstanden…
Nicht lehrbuchmässig. Mein Mann moderierte vor zehn Jahren eine Podiumsdiskussion im deutschen Grenzort Jestetten zur Europawahl. Während des Podiums machten 400 deutsche Demonstranten gegen die Pläne der Schweizer Regierung, ein grenznahes Atommüllendlager zu errichten, derart Rabatz, dass einige der Schweizer Teilnehmer die Diskussion leicht traumatisiert wieder verließen. Das prägte. Wir begannen mit ehrenamtlichen Vorträgen, Podien etc, – so erfolgreich, dass wir professionalisierten.

5. Was war dabei die größte Hürde bzw. was sollten Neu-Gründerinnen vermeiden?
Fangen wir mit der Frage an, was Neu-Gründerinnen vermeiden sollten. Aus meiner Sicht drei grundsätzliche Denkfehler: a) Selbstzweifel. Glauben Sie an Ihre Idee, egal wie unrealistisch sie am Anfang erscheinen mag. Für Zweifel und Sätze, die mit „ABER… anfangen“ sorgen schon andere. b) Der Glaube, eine Idee reicht für den Erfolg. Nein, das tut sie nicht. Ihre Idee ist ihr Motivator. Für ein Unternehmen jedoch braucht es mehr. Fundierte wirtschaftliche Analysen, Businesspläne, Kenntnisse in Marketing, Verkauf Buchhaltung und Personalführung, um nur die klassischen Beispiele zu nennen. Ich persönlich komme so gar nicht aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich, habe jedoch im Laufe der Zeit gemerkt, dass Wirtschaft und Wirtschaften grossen Spass macht. Sehen Sie es also als Chance zum persönlichen Wachstum, wenn Sie sich das betriebswirtschaftliche Wissen erarbeiten. C) Erfolg braucht Zeit, Geduld und Sachorientiertheit. Als wir unsere Gesellschaft gründeten, konnten wir bereits auf zehn Jahre ehrenamtliches Engagement in diesem Bereich zurückgreifen. Wir wandeln unser Wissen und unser Netzwerk in ein wirtschaftliches Unternehmen um, was Zeit und Geduld braucht. Ein Unternehmen mit solidem Boden gedeiht langsam. Sechs Jahre braucht es mindestens, um eigenständig und solide alleine stehen zu können. Wer schnellen monitären Erfolg will, sollte sich andere Formen des wirtschaftlichen Handelns überlegen. Wenn ausschliesslich Profit angestrebt wird, wird dies einem Unternehmen auf längere Sicht schaden. Bleiben Sie also sachorientiert und geduldig.
Was mich zu den Hürden führt…

Geduldig sein, ist eine Frage des Geldes. Diese Erfahrung machten mein Mann und ich sehr schnell. Als Eltern von zwei kleinen Kindern ist es schlicht nicht möglich, sich komplett einem Unternehmensaufbau zu widmen, wenn der finanzielle Rahmen nicht gesichert ist. Bei einem Start-Up ist dies meistens nicht. Die grösste Hürde für uns war also, einen Weg zu finden, unsere Gesellschaft aufzubauen ohne der Familie einen derart finanziellen Engpass aufzubürden, der problematisch werden kann. Eine allgemein gültige Lösung haben wir nicht. Wir haben uns für ein überschaubares Risiko entschieden: Mein Mann kürzte sein Arbeitspensum als Dozent um 20%, während ich nur für die GFGZ arbeite und meine journalistischen Tätigkeiten für Dritte einstellte. Folge: Der finanzielle Rahmen ist zwar für uns eng aber zu bewältigend, während die GFGZ anfängt, sich langsam aber solide zu tragen.

6. Was war bisher ihr größter Erfolg?
Wie misst man den Erfolg einer gemeinnützigen Gesellschaft? DEN einen grössten Erfolg gibt es in einer Gesellschaft wie die unsere nicht. Sicherlich gehört die Einladung als Experte in das TEIN-Netzwerk dazu. TEIN ist ein Experten-Netzwerk (www.transfrontier.eu) der EU. Erfolg ist, die Wahrnehmung unserer Gesellschaft als Experte, was zu Aufträgen wie z.B. Mitwirkung bei der Alpenraum-Strategie der EU führt. Unser grösster Erfolg jedoch sind unsere Mitglieder, die immer wieder gerne kommen und uns per Mund-zu-Mund-Propaganda weit über unsere eigene Grenzregion hinaus bekannt machen.

7. Wer hat sie gefördert? Gab es Vorbilder?
Vorbilder gab es nicht. Da es eine Gesellschaft, die wie die unsere mit einem deutschen und schweizer Förderverein grenzüberschreitend aufgebaut ist, in Europa so nicht gibt.

Wir wurden und werden jedoch tatkräftig gefördert von: Dem ehemaligen Leiter der D-VHS Jestetten-Lottstetten, Edwin Kintzi, dem Euro-Institut Kehl, der Hochrhein-Kommission, dem Schweizer Vizekonsul Rolf Schweizer, dem Schweizer Generalkonsulat Stuttgart, der EU (Interreg), der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK), dem Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft „Europäische Grenzregionen (AGEG)“ Herrn Karl-Heinz Lambertz und dem Volksbund der deutschen Kriegsgräberfürsorge.