• Wie macht sie das?

    Eva Schulz im Interview

  • Wie schreiben wir?

    Tipps für gendergerechte Sprache

  • Wie arbeiten wir?

    Plädoyer für mehr Netzwerken

Journalistin 2019

EDITORIAL / Annette Milz, Chefredakteurin

 

Miteinander statt Gegeinander

Ob junge Themen, Gendersprache, Machtfragen oder Netzwerke: Diese Journalistin 2019 ist konstruktiven Strategien gewidmet.

 

Dem Thema „Wie erreichen wir ein junges Publikum?“ sind inzwischen schon so viele Konferenzen, Workshops und Kongresse gewidmet, dass sie kaum mehr zählbar sind. Und, was hat es gebracht? Na ja. Nicht nur das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat mit einem Durchschnittsalter von deutlich über 60 Jahren seines Publikums ein Alterungsproblem.

Die Zeitungen nicht minder. Was also ist nun wirklich ein wirksames Gegenmittel gegen das mediale Wegsehen des Nachwuchses? „Der nächste Schritt wäre, junge Leute mit diversen Hintergründen in die Redaktionen zu holen, ihnen zuzuhören, zu vertrauen. Es geht ja nicht allein um die Themen der Jungen, sondern auch, wie darüber berichtet wird“, meint Eva Schulz völlig zu Recht (mehr im Titelinterview hier).

Die 29-Jährige ist zu einem echten Rolemodel avanciert: Fast 30.000 Fans folgen ihr bei Instagram, ihre Videos für Deutschland3000 erreichen Millionenklicks, als Moderatorin ist sie auf allen möglichen Podien und seit Kurzem auch im Podcast für die jungen Wellen des ARD-Hörfunks gefragt. Dabei geht es ihr gar nicht allein um junge Inhalte. Sondern: „Ich will nicht, dass die Generationen gegeneinander ausgespielt werden, sondern dass sie einander besser verstehen.“Sie scheut sich nicht, zeitkritische Themen anzupacken (wie beispielsweise das Thema Pflege) oder Interviews mit Zeitzeugen wie dem Holocaust-Überlebenden Justin Sonder (ein Thema, das ihr sehr am Herzen liegt, s. Foto unten) mit den Stilmitteln der jeweiligen Plattform umzusetzen. Das bringt ihr nicht nur Beifall ein, aber sie steht dazu: „Über diese Form kann ich doch ein super wichtiges Thema plattformgerecht an eine Zielgruppe vermitteln, die das anderswo vielleicht gar nicht wahrnehmen würde.“

Als Rolemodel geht sie übrigens auch sehr entschieden ihren Weg, was die Genderfrage betrifft: „Ich moderiere nur noch Veranstaltungen, deren Line-ups und Podien mindestens 50 : 50 weiblich und männlich be- setzt sind.“ Und wenn das nicht der Fall ist, was dann? „Mittlerweile habe ich einen Copy-&-Paste-Absatz für meine Antwort auf Anfragen, mit Hinweisen auf Speakerinnen-Netzwerke und -Datenbanken und der Bitte, sich das mal durchzusehen und möglichst zu ändern. Sonst sage ich in der Regel ab“, sagt sie (Seite 4).

Beispielhaft, sagen wir dazu!

Und empfehlen Ihnen auch die weiteren Beiträge in dieser Journalistin, die allesamt unter dem Thema „Gemeinsam konstruktiv mehr erreichen“ stehen.

Viel Gewinn und ja, auch Spaß bei der Lektüre!

 
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