„Es wäre naiv zu glauben, der Journalismus könnte sich aus eigener Kraft retten“

2026 wird ein Schlüsseljahr für den Journalismus. Die Voraussetzungen sind heftig: Krisen schütteln die Medienhäuser, Plattformlogiken verändern sich fundamental, KI definiert die Spielregeln völlig neu. Bernhard Pörksen fordert deshalb eine drastische Kurskorrektur hin zu radikaler Transparenz, Publikumsnähe und einer neuen Kultur des Erklärens.

Martin Wiens: „Das ist ein toxisches System“

Martin Wiens, Mitgründer des Magazins „Neue Narrative“, über befristete Jobs im Journalismus, Opferbereitschaft und warum der kleine Verlag für seine knapp 30 Mitarbeitenden von Beginn an auf unbefristete Verträge setzt.

„Wir dürfen das nicht zulassen!“

Ranga Yogeshwar taucht immer wieder in gefälschten Anzeigen auf, die auf betrügerische Websites verlinken. Der Wissenschaftsjournalist und frühere „Quarks“-Moderator will das nicht einfach hinnehmen. Er plant, die Medienhäuser, die unwillkürlich mit diesen Anzeigen Geld verdienen, zur Verantwortung zu ziehen.

„Chinas Tage als Propagandagesellschaft sind gezählt“

2009 reisten die deutschen Journalisten Sonja Broy, Falk Hartig und Markus Wanzeck als erste deutsche Stipendiaten des Journalisten-Austauschprogramms „Medienbotschafter China – Deutschland“ (s.a. mediummagazin 1-2010, S.44f – „Im Land der Morgenröte“) nach Peking. Dort interviewten sie drei chinesische Kollegen zu den medialen Bedingungen und Sichtweisen vor Ort, die sich in bemerkenswerter Offenheit äußerten: 1) Michael […]