Hannes Munzinger, Süddeutsche Zeitung (Foto: Daniel Hofer)

Hannes Munzinger

Volontär, "Süddeutsche Zeitung"

Wichtigste Stationen?

Studium der Politischen Ökonomik (VWL) in Heidelberg, Studium der Journalistik und New Media Journalism in Leipzig, Hamburg, Salzburg und Luzern. Anschließend Volontär in der Entwicklungsredaktion der SZ. Nannen- und Deutscher Reporterpreis für die „Panama Papers“.

Auf welche Geschichte sind Sie besonders stolz?
Für die Geschichte „Timeline der Panik“ haben fünf KollegInnen und ich den Gang der Gerüchte am Abend des Amoklaufs am Münchner Olympia-Einkaufszentrum rekonstruiert. Ausgang der Recherche waren über 100.000 Tweets, die uns zu Journalisten im Ausnahmezustand, Hochstaplern und offenen Lügnern führten. Die Recherche hat gezeigt, wie man in einer trockenen Tabelle eine hochspannende Geschichte finden kann, und wurde mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis ausgezeichnet, sowie für den Nannen- und Reporterpreis nominiert. Und die Teamarbeit an den „Panama Papers“ war natürlich etwas Besonderes.

Was planen Sie als nächstes?

Mein Volontariat erfolgreich zu beenden und ab Anfang 2018 als Redakteur weiter Datenjournalismus und investigative Recherchen zu verbinden.

Wie würden Sie gerne in zehn Jahren arbeiten?

In zehn Jahren werden künstliche Intelligenzen uns Datenjournalisten statistische Auswertungen, Abgleiche von Daten und Visualisierungen abgenommen haben. Wir werden mehr Zeit für Protagonisten und die Suche nach berührenden Geschichten haben. Schöne Aussichten!

Welcher gute Rat hat Ihnen in Ihrer Laufbahn besonders weitergeholfen?
„Don’t follow your passion.“

Welche/r Kollege/in hat Ihnen besonders geholfen?
Vanessa Wormer, Frederik Obermaier und Bastian Obermayer haben mich kurz nach meinem Start bei der SZ in das Kernteam der „Panama Papers“-Recherchen aufgenommen. Sie haben mir hochsensible Recherchen anvertraut und mich intensiv betreut. Dieses Vertrauen war unglaublich motivierend. Wolfgang Jaschensky hat mir dafür den nötigen Freiraum gegeben und mir diese Spezialisierung so erst ermöglicht.

Warum tun Sie eigentlich, was Sie tun?
Weil die Digitalisierung Journalisten bei der Ausübung ihrer Kontrollfunktion vor ungekannte Herausforderungen stellt und datenjournalistische Herangehensweisen sich mit Aufdeckungsrecherchen dafür optimal ergänzen.

Außerdem wurden ausgezeichnet:

Ann-Kathrin Büüsker

Redakteurin und Moderatorin DLF

Siri Warrlich

Videoredakteurin, "Stuttgarter Zeitung" / "Stuttgarter Nachrichten"

Nina Klippel

Freie Journalistin, u.a. "Der Spiegel"; ZDF, ARD-Sender

Jürgen Freitag

Lokalredakteur, "Freie Presse"

Lisa Weitemeier

Multimedia-Redakteurin, WDR

Laura Lewandowski

Social-Video-Reporterin, dpa

Karsten Schmehl

Redakteur, BuzzFeed

Christoph Winterbach

Redakteur, "Der Spiegel"

Josa Mania-Schlegel

Freier Journalist

Dorothea Schmitz

Schülerin an der Axel-Springer-Akademie

Simon Wörpel

Redakteur, Correctiv.org

Gianna Niewel

Redakteurin, "Süddeutsche Zeitung"

Valerie Schönian

Redakteurin, "Zeit"

Fritz Zimmermann

Autor im Investigativressort, "Die Zeit"

Jasmin Off

Leiterin Digitalredaktion, "Schwäbische Zeitung"

Hannes Schrader

Redakteur, "Zeit Campus Online"

Thomas Otto

Brüssel-Korrespondent, DLR

Hannah Schwär

Schülerin an der Axel-Springer-Akademie

Marc Bädorf

Freier Journalist

Dunja Ramadan

Außenpolitische Redakteurin, "Süddeutsche Zeitung"

Timo Steppat

Redakteur, FAZ

Hendrik Geisler

Volontär, "Kölner Stadt-Anzeiger"

Abdullah Khan

Schüler an der Axel-Springer-Akademie

Lena Sterz

Landespolitische Hörfunkkorrespondentin, WDR

Sebastian Gubernator

Schüler an der Axel-Springer-Akademie

Jessica Baker

Leiterin der Online-Redaktion, Deutsche Handwerkszeitung

Laura Terberl

Videoredakteurin, "Süddeutsche Zeitung"

Michael Haas

Freier Journalist, u.a. dpa, Ippen-Verlag

Jonas Breng

Freier Journalist

Marie-Louise Timcke

Datenjournalismus-Volontärin, "Berliner Morgenpost"

Fabian Herriger

"Vice"-Redakteur