Louis Klamroth (Foto: ntv)

Louis Klamroth

Moderator, ntv

Wichtigste Stationen?

2003 „Das Wunder von Bern“ gespielt und dafür die Goldene Kamera, den Jupiter und die Diva verliehen bekommen. Also habe ich meine Schauspielkarriere direkt wieder beendet und mich auf die Schule und mein Studium konzentriert. 
Journalistisch habe ich meine ersten Gehversuche während des Nothilfe-Einsatzes in Haiti gemacht, als ich aus Port-Au-Prince für stern.de berichtete. 
Vor eineinhalb Jahren haben wir die erste Pilotfolge meines Polittalks „Klamroths Konter“ (n-tv) aufgezeichnet und vor ein paar Monaten habe ich dann den Deutschen Fernsehpreis verliehen bekommen. 

Auf welche Geschichte sind Sie besonders stolz?
Bei „Klamroths Konter“ sind mir vor allem die Gespräche mit Jens Spahn und Christian Lindner in Erinnerung geblieben, da haben meine Redaktion und ich echt gute Arbeit geleistet. Neben meiner Sendung bin ich aber besonders stolz auf die Diskussions-App „Diskutier Mit Mir“, die ich mit zwei Schulfreunden vor der Bundestagswahl 2017 entwickelt habe. Unser Algorithmus verbindet Menschen mit möglichst konträren politischen Überzeugungen und lässt sie in sicheren, Troll-freien 1:1 Chaträumen miteinander diskutieren. So haben wir vor der Bundestagswahl 20.000 Gespräche zwischen Andersdenkenden ermöglicht und ein Stück zur Versachlichung des gesellschaftlichen Diskurses beigetragen. Das haben wir alles ehrenamtlich und mit viel Herzblut gemeistert. Darauf bin ich stolz.

Was planen Sie als nächstes?
Mir macht es unglaublich viel Spaß SpitzenpolitikerInnen vor der Kamera zu grillen. Das möchte ich noch eine ganze Weile weiter machen. Damit habe ich ja gerade erst angefangen. Aber die Medienwelt ist groß – da gibt es noch so einiges, was ich gerne ausprobieren möchte! 
Außerdem entwickeln mein Team und ich „Diskutier Mit Mir“ weiter und werden nicht nur zu den Landtagswahlen in Bayern und Hessen politischen Dialog fördern, sondern ab 2019 auch Menschen in ganz Europa ins Gespräch bringen. 

Wie würden Sie gerne in zehn Jahren arbeiten?
Klar, ich fühle mich wohl vor der Kamera. Aber in Zukunft möchte ich auch noch mehr eigene Ideen umsetzen. 

Welcher gute Rat hat Ihnen in Ihrer Laufbahn besonders weitergeholfen?
„Mach erstmal dein Abi, Junge. Fußballprofi kannste später immer noch werden!!“ – Mein Vater 

Welche/r Kollege/in hat Ihnen besonders geholfen?
An erster Stelle steht natürlich Friedrich Küppersbusch. Er war derjenige, der mir ohne zu zögern zugetraut hat, eine so konfrontative, politische Sendung zu moderieren. Seine Einschätzungen und sein Feedback ist für mich nach wie vor sehr wichtig.
Daneben gibt es eine Menge Menschen die mich ständig ermutigen, unterstützen und die ich jederzeit um Rat fragen kann. Ohne Tim Kesting wäre ich gar nicht erst auf die Idee gekommen, vor die Kamera zu gehen. Ohne Dimitrios Georgoulis, Miriam Strieker und Anna Mielke hätte ich nicht eine Sendung machen können, auf die ich stolz bin

Warum tun Sie eigentlich, was Sie tun?
Ich kämpfe gegen Politikverdrossenheit an. Das tue ich in dem ich versuche gesellschaftsrelevante Inhalte und Debatten anders zu führen als das bisher getan wurde. Ich habe das Gefühl, dass gerade jetzt eine kritische, innovative Auseinandersetzung mit politischen Inhalten und Akteuren unverzichtbar ist. Vor allem aber macht mir das ganze echt viel Spaß, ich kann alles Mögliche ausprobieren und lerne nebenbei noch unfassbar viel dazu! 

 

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